{"id":129,"date":"2018-03-05T14:12:46","date_gmt":"2018-03-05T14:12:46","guid":{"rendered":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=129"},"modified":"2018-06-07T18:01:08","modified_gmt":"2018-06-07T18:01:08","slug":"norngard","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=129","title":{"rendered":"Norngard"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span id=\"Ritterlehen_Norngard\" class=\"mw-headline\">Ritterlehen Norngard<a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/wappen_norngard.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-118 alignright\" src=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/wappen_norngard-239x300.png\" alt=\"\" width=\"239\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/wappen_norngard-239x300.png 239w, https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/wappen_norngard.png 316w\" sizes=\"(max-width: 239px) 100vw, 239px\" \/><\/a><\/span><\/h3>\n<p>Norngard ist ein \u00e4rmliches Ritterlehen im Westen des K\u00f6nigreichs <a title=\"Middenfelz\" href=\"https:\/\/www.engonien.net\/ewiki\/index.php\/Middenfelz\">Middenfelz<\/a>, dessen Ursprung auf die Besiedelung Engoniens durch die Ur-Caldrier zur\u00fcckgeht. Bekannt ist Norngard f\u00fcr die bewegte Familiengeschichte der \/\/Norngarder\/\/, den Export von Torf und die starke Verbundenheit zur G\u00f6ttin <a title=\"Nedra\" href=\"https:\/\/www.engonien.net\/ewiki\/index.php\/Nedra\">Nedra<\/a>.<\/p>\n<h3><span id=\"Geographie\" class=\"mw-headline\">Geographie<\/span><\/h3>\n<p>Die L\u00e4ndereien des Hauses Norngard liegen im n\u00f6rdlichen Teil der Baronie Salmar und umfassen den Gro\u00dfteil des Gebietes, das vor der Expansion der Ur-Caldrier dem alten andarranischen Stamm der Norngarder geh\u00f6rte. Sie beginnen in den n\u00f6rdlichen Ausl\u00e4ufern der salmarschen Marschen und reichen nach Norden hin bis an die felsigen Klippen der Bucht von Turan. Im Westen grenzt das Lehen Norngard an die L\u00e4ndereien des F\u00fcrsten Middenfelz, w\u00e4hrend im Osten der n\u00f6rdliche Teil des Japal Sees sowie der Fluss Sogur eine nat\u00fcrliche Grenze zwischen dem Land der Norngarder und der angrenzenden Provinz Andarra bilden.<\/p>\n<h3><span id=\"Besondere_Orte_in_Norngard\" class=\"mw-headline\">Besondere Orte in Norngard<\/span><\/h3>\n<h4><span id=\"Burg_Norngard\" class=\"mw-headline\">Burg Norngard<\/span><\/h4>\n<p>Der Sitz des Hauses Norngard ist die Burg Norngard, die in der s\u00fcd\u00f6stlichsten Ecke der eigenen L\u00e4ndereien direkt am Ufer des Japal Sees steht. Wo einst gr\u00fcne Wiesen und dichte W\u00e4lder reichten, soweit das Auge zu blicken vermochte, wird die Feste nun von einem moorigen Sumpfland umgeben. Im Laufe der Generationen begann die Burg somit auch im Morast einzusacken, wodurch ein Teil der Burg bauf\u00e4llig geworden ist. Man munkelt dies sei die Strafe Nedras daf\u00fcr, dass sich die Ritter Norngards von ihr abgewendet haben und nun Tior folgen.<\/p>\n<h4><span id=\"Der_Wald_Norn\" class=\"mw-headline\">Der Wald Norn<\/span><\/h4>\n<p>Der Wald Norn ist ein uralter Forst, der schon den Andarranern vor der Besiedelung dieser L\u00e4ndereien durch die Ur-Caldrier heilig war. In seinem Herzen befand sich einer der wichtigsten Tempel Nedras, der Tempel der roten Hirsche. Es war M\u00e4nnern verboten den Wald zu betreten, bei Frauen dagegen zu Zeiten der Andarraner Tradition, den Tempel aufzusuchen um dort ihre Kinder unter der Hilfe der Priesterinnen zur Welt zu bringen. \\\\ Im zweiten Br\u00fcderkrieg begingen die Soldaten des Lupus Umbra das Sakrileg den Wald zu betreten, den Tempel niederzubrennen und die Priesterinnen abzuschlachten.\\\\<\/p>\n<h3><span id=\"Wirtschaft_in_Norngard\" class=\"mw-headline\">Wirtschaft in Norngard<\/span><\/h3>\n<p>Die Fl\u00e4che des Lehens Norngard umfasst etwa 14km\u00b2. Ein ungew\u00f6hnlich gro\u00dfes Gebiet f\u00fcr ein Ritterlehen, doch relativiert sich dies, wenn man bedenkt, dass gut ein Drittel des Landes aus S\u00fcmpfen und Mooren besteht. So verwundert es auch niemanden, dass die Landwirtschaft im s\u00fcdlichen Teil Norngards bei weitem nicht so ergiebig ist wie im Norden, denn hier breiten sich die Moore immer weiter aus. Dies verlangt von den Bauern hier viel harte Arbeit, um ausreichend Ernte einzubringen, damit der Zehnt geleistet werden kann und am Ende auch noch genug \u00fcbrig bleibt, damit die Familie im Winter keinen Hunger leiden muss. Besser ergeht es hier den Torfstechern, die im Dienste derer von Norngard in die Moore ziehen und dem alten Rittergeschlecht einen bescheidenen Wohlstand erwirtschaften, da es im ganzen Reich einen hohen Bedarf an Torf gibt, das als Brennmaterial stark gefragt ist. Von den einstmals dichten W\u00e4ldern Norngards sind nur noch wenige Forste \u00fcbrig geblieben, deren Best\u00e4nde Generation f\u00fcr Generation weiter schwinden, um mehr Platz f\u00fcr Ackerland zu schaffen. Dazu tr\u00e4gt das geringe Interesse der Herren von Norngard an der Jagd bei. Einzig der Wald Norn, in dessen Mitte sich Nedras Tempel der Roten Hirsche befindet, wird nicht angetastet. Allerdings w\u00fcrde es niemand wagen, hier zu jagen oder Holz zu schlagen, denn die Jagd in diesem Walde ist das alleinige Vorrecht der Dienerinnen Nedras und die B\u00e4ume ihr heiliger Besitz.<\/p>\n<h3><span id=\"Religion\" class=\"mw-headline\">Religion<\/span><\/h3>\n<p>Die Norngarder glauben mit Ausnahme von einzelnen Individuen, die in diesen Zeiten sehr selten geworden sind, an das engonische G\u00f6tterpantheon. Die Herren von Norngard verehren, wie im F\u00fcrstentum Middenfelz \u00fcblich, mit besonderer Inbrunst den Kriegsgott Tior, dem zu Ehren ein Tempel in Burg Norngard steht. Die einfachen Menschen richten wie in allen zivilisierten Teilen Engoniens ihre Gebete an die volksnahen G\u00f6ttinnen Lavinia und Naduria, aber insbesondere auch an die G\u00f6ttin Nedra, die hier geschichtsbedingt eine lokale Verehrung genie\u00dft. Ihr zu Ehren wurde vor vielen Generationen der Tempel der Roten Hirsche im Walde Norn errichtet.<\/p>\n<h3><span id=\"Wappen_Norngards\" class=\"mw-headline\">Wappen Norngards<\/span><\/h3>\n<p>Das alte Wappen Norngards zeigte einen goldenen steigenden Hirsch auf Gr\u00fcn-Schwarz gevierteltem Grund und erinnerte damit stark an das Provinzwappen Andarras, das einen goldenen steigenden Hirsch auf gr\u00fcnem Grund zeigte. Aufgrund der diversen Schicksalsschl\u00e4ge der vergangenen Jahre gibt es heute keinen rechtm\u00e4\u00dfigen Erben und Tr\u00e4ger des alten Wappens, so dass nun das Wappen des Lupus Umbra \u00fcber den Toren der Burg Norngard h\u00e4ngt. Tannjew, zweitgeborener Sohn des letzten Ritters von Norngard, bekr\u00e4ftigt aus seinem Exil in Caer Conway seinen Anspruch auf Titel und Lehen und lie\u00df verk\u00fcnden, das Wappen Norngards sei fortan neu gestaltet: Blau und Wei\u00df geviertelt, wobei wei\u00df die Herzfarbe sei. Im wei\u00dfen Felde \u00fcber dem Herzen befinden sich zwei blaue Sparren, die Tannjews Verbundenheit zu den beiden Fl\u00fcssen Ahr und Sogur symbolisieren solle. Die beiden blaue Felder tragen jeweils einen goldenen Hirsch, steigend, als Anlehnung an die Gr\u00fcndungsgeschichte des Hauses Norngard und zur Ehre der G\u00f6ttin Nedra. Das leere wei\u00dfe Feld jedoch symbolisiere den Neuanfang, den er einleiten wolle.<\/p>\n<h3><span id=\"Die_Geschichte_Norngards\" class=\"mw-headline\">Die Geschichte Norngards<\/span><\/h3>\n<p>Norngard hat eine lange und bewegte Geschichte. Dies ist der Versuch, einige wichtige Ereignisse der Vergangenheit f\u00fcr die Nachwelt festzuhalten.<\/p>\n<h4><span id=\"Gr.C3.BCndung_des_Hauses_Norngard_.28ca._280_v.J..29\" class=\"mw-headline\">Gr\u00fcndung des Hauses Norngard (ca. 280 v.J.)<\/span><\/h4>\n<p>Der eigenen Familienchronik zufolge beginnt die Geschichte des Hauses Norngard in jener Zeit, als die ersten Ger\u00fcchte \u00fcber ein fremdes Volk auftauchten, das \u00fcber das Meer gekommen sei. Damals herrschten viele verschiedene andarranische Klans \u00fcber die \u00f6stlichen Gebiete des heutigen Engonien, doch war diese Zeit bestimmt von K\u00e4mpfen untereinander um die fruchtbarsten Gebiete und das beste Weideland, so auch um die gr\u00fcnen und dichtbewaldeten Gebiete westlich des Japalsees. Um das Heimatland seines Klans zu verteidigen zog der Stammesf\u00fcrst Artheon vom Volk der Illey mit seinen Mannen aus, um die Eindringlinge des verfeindeten Klans vom Volk der Torana zu vernichten. Diese hatten jedoch eine Hinterlist geplant. W\u00e4hrend sich die feindlichen Toraner langsam vor Artheon zur\u00fcckzogen kamen deren Stammesf\u00fchrer Argwyn und seine auserw\u00e4hlten Krieger aus ihrem Versteck und griffen Artheons Heimatdorf an, gnadenlos Alte, Frauen und Kinder niederschlachtend. Artheons Frau Briana, hochschwanger, floh vor den feindlichen H\u00e4schern, wohl wissend, dass man sie und ihr Kind nicht leben lassen w\u00fcrde, und drang tief in den Wald Norn ein, um sich dort im Unterholz zu verstecken. An einer klaren Quelle angekommen brach sie von all ihren Kr\u00e4ften verlassen unter Schmerzen zusammen, die Wehen hatten eingesetzt. W\u00e4hrend sie da lag, immer h\u00e4ufiger von den Geburtsschmerzen \u00fcberw\u00e4ltigt, erkannte sie ringsum die \u00dcberreste alter Gem\u00e4uer, zahlreich verziert mit Darstellungen von Tieren, unter denen die Reliefs von gro\u00dfen roten Hirschen besonders hervorstachen. Doch diesem Anblick konnte sie sich nicht lange widmen, denn w\u00e4hrend sie ihr Kind gebar h\u00f6rte sie die Stimmen der n\u00e4herkommenden H\u00e4scher, und so flehte sie voller Angst und im Stillen zu den G\u00f6ttern, sie m\u00f6gen ihr Leben und das ihrer Tochter, denn das Neugeborene war ein M\u00e4dchen, besch\u00fctzen. Nedra, die G\u00f6ttin des Waldes, musste sich ihrer erbarmt haben, denn stolz erhobenen Hauptes erschienen zwei gro\u00dfe Hirsche an der Wasserstelle, deren goldenes Fell ein warmes Licht verstr\u00f6mte. Sie verbeugten sich vor der jungen Mutter und ihrer Tochter und wandten sich dann den feindlichen H\u00e4schern zu, die gerade in diesem Augenblick das Unterholz durchbrachen. Die goldenen Geweihe gesenkt und von Donnergrollen begleitet st\u00fcrmten die Hirsche los. Argwyn und ein jeder seiner Mannen, die nach dem Leben der wehrlosen Mutter und ihres Kindes getrachtet hatten, fielen dieser Wilden Jagd zum Opfer. Am folgenden Tage schleppte Briana sich und ihr Kind zur\u00fcck zum Heimatdorfe, wo Artheon, siegreich von der Schlacht zur\u00fcckgekehrt, voller Freude die beiden in die Arme schloss, hatte er doch das Schlimmste bef\u00fcrchtet. Briana erz\u00e4hlte ihrem Gatten von ihrer Flucht und ihrer Rettung durch Nedras Diener. Der G\u00f6ttin dankbar lie\u00dfen Artheon und Briana an jener Wasserstelle im Walde Norn den Tempel wieder neu errichten und nannten ihn in Anlehnung an die bezaubernden Reliefs &#8222;Tempel der Roten Hirsche&#8220;. Schlie\u00dflich schworen die beiden, dass ihr Geschlecht f\u00fcr alle Zeiten Nedra in Ehren halten und ihr dienen sollte sowie diesen Wald und den Tempel f\u00fcr immerdar besch\u00fctzen w\u00fcrde. Fortan waren sie als die Norngarder bekannt. Ihrer Tochter gaben Artheon und Briana den Namen Nevena und sie gelobten, dass Nevana die erste Hohepriesterin Nedras im Tempel der Roten Hirsche werden sollte.<\/p>\n<h4><span id=\"Maranwe_-_Bestimmung_.28ca._250_v.J..29\" class=\"mw-headline\">Maranwe &#8211; Bestimmung (ca. 250 v.J.)<\/span><\/h4>\n<p>Sommer kamen und gingen, ohne dass es Angriffe von Seiten der Torana gab, denn die Klans stritten untereinander, wer die Nachfolge von Argwyn antreten sollte. Diese Jahre des Friedens nutzte Artheon, in dem er den Bau einer Burg befahl, damit man auf bevorstehende Angriffe besser vorbereitet sei. Die besten Steine, die aus weiter Ferne herangeschafft wurden, lie\u00df er jedoch f\u00fcr den Wiederaufbau der alten Tempelanlage im Walde Norn verwenden, und schon bald folgten die ersten Priesterinnen dem Ruf ihrer G\u00f6ttin zum Tempel der Roten Hirsche, der wie der heilige Baum knospend zum Leben erwachte. In jenem Fr\u00fchjahr in dem Nevena alt genug war, um zu den Priesterinnen Nedras zu gehen und als Novizin in die Dienste der G\u00f6ttin zu treten, begleitete Briana ihre Tochter zum Tempel der Roten Hirsche, denn sie war wieder guter Hoffnung. Einen Mondlauf sp\u00e4ter kam sie nieder und schenkte ihrem Gatten Artheon zwei S\u00f6hne: Die Zwillinge Gwenwyn und Dagnir. Jahre vergingen und so wie Nevena von den Priesterinnen auf ihre Bestimmung als Hohepriesterin vorbereitet wurde unterrichtete Artheon seine S\u00f6hne, denn Gwenwyn sollte einst an seiner statt \u00fcber Norngard herrschen und Dagnir sollte seinem Bruder helfen das Land gegen alle Feinde zu verteidigen.<\/p>\n<p>Immer wieder gab es vereinzelte Angriffe der Torana, doch gr\u00f6\u00dferes Kopfzerbrechen bereitete Artheon der Strom der fremdl\u00e4ndischen Siedler die aus dem Osten kamen und immer h\u00e4ufiger, Norngard durchquerend, um Unterkunft und Hilfe baten. Im Ungewissen, was dies f\u00fcr ihn und sein Volk zu bedeuten hatte, entschied sich Artheon, seine S\u00f6hne zum Orakel von Isi zu schicken, damit sie dort die Antworten auf seine Fragen erhalten sollten. So machten sich Gwenwyn und Dagnir auf die gef\u00e4hrliche Reise, denn sie mussten das Land der Torana durchqueren, durch die Japals\u00fcmpfe vorbei am Ottersee bis hinter den Wald der Elfen zum Schwarzwassersee. Die G\u00f6ttin Nedra segnete ihre Wege und so fanden sie sicher zum uralten Orakel von Isi, wo sie nach Tagen des Wartens endlich zu den heiligen S\u00e4ulen vorgelassen wurden, wo sie dem Orakel die Fragen ihres Vaters stellen konnten. &#8222;Sie sind die W\u00f6lfe, die das Feuer nicht f\u00fcrchten, denn das Feuer ist ihr Vater. Wendet Norngard sich gegen sie, wird Bruder den Bruder zu t\u00f6ten trachten, Nedras Tempel wird brennen und Angst und Schrecken werden unter den Menschen wandeln,&#8220; sprach das Orakel. Dann f\u00fchrte die Tempeldienerin die beiden Br\u00fcder hinaus, die sich ohne Umschweife auf die Heimreise machten, um Artheon von den Worten des Orakels zu berichten.<\/p>\n<p>Im Laufe ihrer Heimreise durchquerten sie einen Forst, dessen Schatten dunkler zu sein schienen als gew\u00f6hnlich und in dem das Fehlen jeglicher Ger\u00e4usche, sei es vom Wind im Bl\u00e4tterdach oder von den Tieren, den beiden Br\u00fcdern einen Schauder \u00fcber den R\u00fccken jagte. Sie blickten sich fragend an, denn beide sp\u00fcrten, dass etwas im etwas nicht stimmte. Den Atem innehaltend griffen sie ihre Speere fester und lauschten gebannt. Pl\u00f6tzlich war da Ger\u00e4usch: Ein R\u00f6hren, ein Schmerzensschrei abseits der Wege. Sie sprangen durch das Dickicht des Unterholzes und gelangten zu einer kleinen Lichtung, doch mit dem Anblick, der sich ihnen darbot, hatten sie nicht gerechnet. Die Lichtung war augenscheinlich der Schauplatz eines Kampfes geworden. Zwischen den niedergetrampelten Setzlingen und Str\u00e4uchern lag ein gro\u00dfer goldener Hirsch, dessen Brust sich noch langsam hob und senkte. Aus seiner Seite ragte das Heft eines Schwertes, dessen Parier die K\u00f6pfe von Hirschen zeigte. Der Tr\u00e4ger des Schwertes lag nur wenige Schritte entfernt im Gras, auf das \u00fcbelste zugerichtet. Gwenwyn schrie auf als er dort das heilige Tier der G\u00f6ttin Nedra verletzt liegend sah und ehe Dagnir ihn aufhalten konnte war er schon bei dem Hirsch angelangt und zog die Klinge aus der Wunde. Genau in jenem Augenblicke machte das Wesen eine schreckliche Verwandlung durch, die nur wenige Wimpernschl\u00e4ge dauerte. Aus dem stattlichen Hirsch formte sich die Gestalt einen H\u00fcnen, das goldene Fell l\u00f6ste sich auf und zerriss, um eine Kluft aus dunkelbraunen und schwarzen Stoffen zu offenbaren, hier und dort verziert mit Knochen, Klauen und Fellst\u00fccken. Am furchteinfl\u00f6\u00dfensten war das Haupt der Gestalt, denn wenn auch das Gesicht in den schwarzen Schatten der Kapuze versteckt blieb, gl\u00fchten finster zwei gef\u00fchllose Augen verachtungsvoll herab, und \u00fcber allem thronte ein verwachsenes und verdrehtes Ge\u00e4st aus Horn, das wie der Hohn eines Geweihs wirkte. Eine unmenschliche Klaue schnellte aus den Schatten hervor, packte Gwenwyn am Hals und hob ihn hoch, w\u00e4hrend um die beiden herum das braune Laub von einem geisterhaften Wind heftig heraufgewirbelt wurde und einem Nebel gleich die Sicht versperrte. Dagnir sprang los, um seinem Bruder zur Hilfe zu eilen, doch das knirschende Ger\u00e4usch brechender Knochen vernehmend wurde er vom Leib seines Bruders getroffen, den der H\u00fcne so m\u00fchelos nach ihm geschleudert hatte, wie wenn ein Kind eine Puppe achtlos in die Ecke wirft. Er schob Gwenwyn von sich und wollte ihn zur Flucht auffordern, doch er blickte nur in die teilnahmslosen Augen eines Toten und ein tiefer Schmerzensschrei entwand sich Dagnirs Kehle. &#8222;Oh, welch poetische Gerechtigkeit schenkt mir mein Herr, welch Gnade l\u00e4sst er mir wiederfahren, dass er mir ausgerechnet Kinder Nedras zur Rettung schickt,&#8220; dr\u00f6hnte das Scheusal und lachte donnernd, w\u00e4hrend um ihn herum noch immer das Laub herumwirbelte, als sei es in einem Sturm gefangen. Unvermittelt brach das Lachen ab und die Gestalt schrie in den Wald: &#8222;Nedra, h\u00f6rst du mich? F\u00fcrchte dich! Denn nichts ist vergeben, mein Schwur bleibt bestehen! Ich werde dich finden! Und nicht eher will ich ruhen, bis mein Speer dein Herz durchbohrt hat und ich das Licht in deinen Augen erkalten sehe!&#8220; Mit einem kalten Lachen verschwand der Dunkle J\u00e4ger inmitten des tosenden Sturms, der ihn umgeben hatte, in die Tiefen des Waldes und der Spuk war vorbei. Dagnir, dessen Verstand unter der Last dieses Schauspiels zusammen gebrochen war, verblieb noch bis zum n\u00e4chsten Morgengrauen regungslos an Ort und Stelle bei seinem toten Bruder. Erst bei Sonnenaufgang d\u00e4mmerte es ihm langsam, wessen unheiligen Wirkens Zeuge er geworden war. Es musste der Dunkle J\u00e4ger gewesen sein, der ihn und Gwenwyn get\u00e4uscht hatte und den sein Bruder unfreiwillig gerettet hatte. Dagnir betrachtete das Schwert, das immer noch fest in der Hand Gwenwyns lag, das Schwert, das dem dunklen J\u00e4ger solche Pein bereitet hatte, und nahm es an sich. Es sollte Wochen dauern bis er endlich heimgekehrt war und seinen Eltern gramgebeugt die traurige Botschaft vom Tode ihres geliebten Sohnes \u00fcberbringen konnte, und ganz Norngard verfiel in Trauer. Artheon, Briana und Dagnir gingen zum Tempel der Roten Hirsche, um Nevena, mittlerweile Hohepriesterin, vom Geschehen zu berichten. Nevena h\u00f6rte aufmerksam zu, ohne Anzeichen von Emotionen erkennen zu lassen, selbst dann nicht, als Dagnir schilderte, wie der Dunkle J\u00e4ger die G\u00f6ttin verfluchte und frei von dannen zog. Dann lie\u00df sie sich das Schwert zeigen, das deutlich die Zeichen Nedras trug. &#8222;Dies ist das Schwert Maranwe,&#8220; sprach sie sanft. &#8222;Das Wort das in unserer Besprache der Bedeutung von Maranwe am n\u00e4chsten kommt lautet Bestimmung. Maranwe wurde vom Alten Volk unter heiligen Ges\u00e4ngen zu Ehren Nedras aus kaltem Eisen geschmiedet, das die G\u00f6tter als Gabe vom Himmel geschleudert hatten. Es ist kein Zufall, dass Maranwe hier ist. Es ist Bestimmung, dass du es erhalten solltest, Dagnir, und nach dir dein Sohn, und nach ihm sein Sohn. So ist es Nedras Wille.&#8220;<\/p>\n<h4><span id=\"Der_Goldene_Hirsch_.28ca._205_v.J..29\" class=\"mw-headline\">Der Goldene Hirsch (ca. 205 v.J.)<\/span><\/h4>\n<p>Die Jahre gingen ins Land und Artheon \u00fcbergab seinem Sohn Dagnir die Herrschaft \u00fcber Norngard. Dieser heirate ein Weib aus dem Volk der Torana, auf das endlich Frieden einkehren sollte zwischen den Klans. Bald schon schenkte sie ihm einen Sohn und sie nannten ihn Gwenwyn, zu Ehren seines verstorbenen Bruders. Doch der Frieden war nur von kurzer Dauer. Immer wieder wagten die eroberungsw\u00fctigen Torana in Abst\u00e4nden von wenigen Jahren Vorst\u00f6\u00dfe nach Westen, brandschatzend und mordend, um jedes mal aufs neue \u00fcber den Fluss Sogur zur\u00fcckgetrieben zu werden. Diese Angriffe fanden mit der legend\u00e4ren Schlacht am Tafelberg um etwa 205 v.J. ein Ende. An vorderster Front inmitten des Kampfget\u00fcmmels erblickte Gwenwyn, Artheons Enkel, den gef\u00fcrchteten Klansherren der Torana, Cadrach den B\u00e4ren, und trieb sein Ross durch die verkeilte Front, bis er an seinen Gegner herangekommen war. Diesem die Worte &#8222;Sp\u00fcre Nedras Zorn!&#8220; entgegenschmetternd streckte er Cadrach mit dem Schwert Maranwe mit einem Streich nieder und sicherte damit endg\u00fcltig die Herrschaftsanspr\u00fcche der Norngarder \u00fcber die Gebiete westlich des Sogur. Nie wieder sollten Torana es wagen, den Fluss mit kriegerischen Absichten zu \u00fcberqueren. Bei seiner R\u00fcckkehr zog es Gwenwyn zum Walde Norn, um im Tempel der Roten Hirsche die G\u00f6ttin Nedra f\u00fcr ihren Beistand zu danken. Die Hohepriesterin erwartete ihn bereits im Hain bei den Wurzeln des heiligen Baume und l\u00e4chelte huldvoll, als Gwenwyn ihr den Kopf Cadrachs vor die F\u00fc\u00dfe legte, eingewickelt in das Fell eines B\u00e4ren, des Tieres, dessen Kraft und Gunst der Agressor Cadrach in sich vereint sah. Die Hohepriesterin nahm die Gabe an und legte ihrerseits dem Herren von Norngard einen goldenen Umhang \u00fcber Schultern als Zeichen daf\u00fcr, dass Gwenwyn ein Beg\u00fcnstiger der G\u00f6ttin sei. So geehrt kehrte Gwenwyn heim, wo er als der siegreiche &#8222;Goldene Hirsch&#8220; gefeiert wurde. Dagnir erkannte, dass es nun Zeit war, die Herrschaft \u00fcber Norngard an seinen Sohn zu \u00fcbergeben. Von Burg Norngard aus herrschte Gwenwyn noch \u00fcber 40 Jahre bis zu seinem Tod in hohem Alter friedlich \u00fcber seine L\u00e4ndereien. Zu Grabe getragen wurde er jedoch ohne den goldenen Umhang, denn dieser zerfiel genau in jenem Augenblicke, in dem Gwenwyn seinen letzten Atemzug tat, zu Staub. Das abergl\u00e4ubige Volk erz\u00e4hlt sich noch heute, der Umhang sei aus den Haaren von Nedras goldenen Hirschen gewebt worden und nur ein wahrhaft auserw\u00e4hlter G\u00fcnstling der G\u00f6ttin und Besch\u00fctzer Norngards w\u00fcrde die Gnade erhalten, dieses Zeichen der W\u00fcrde tragen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<h4><span id=\"Jahre_des_Wandels_.28ca._160_v.J..29\" class=\"mw-headline\">Jahre des Wandels (ca. 160 v.J.)<\/span><\/h4>\n<p>Es folgten drei Generationen des Friedens und des aufkeimenden Wohlstandes. Nach Gwenwyns glorreichem Sieg brachten die Torana nie wieder den Mut auf westlich des Sogur zu pl\u00fcndern. Das Schwert Maranwe wanderte von Vater zu Sohn, die T\u00f6chter traten in den Dienst des Tempels der Roten Hirsche, Bauern bestellten ihre Felder und Hirten f\u00fchrten ihre Tiere auf die Weiden. Das Volk der Caldrier breitete sich im Westen aus, gr\u00fcndete D\u00f6rfer und baute schlie\u00dflich St\u00e4dte. Gwenwyn gedachte noch des Orakelspruches von Isi und be\u00e4ugte dieses Fremde Volk mit Misstrauen, doch schon sein Sohn Cadell verga\u00df die Weissagung und ignorierte die Bedenken seines Vater. Er betrachtete die edlen Gew\u00e4nder der caldrischen Kaufleute und h\u00f6rte die Erz\u00e4hlungen von der gewaltigen Feste Donnerheim und Gier machte sich breit in seinem Herzen. Cadells Sohn Baelor wurde auf Wunsch seines Vaters von caldrischen Lehrern unterrichtet und so wundert es nicht, dass das Haus Norngard durch immer st\u00e4rkere Bande mit den Caldriern verflochten wurde. Im gleichen Ma\u00dfe schwand die Verbundenheit zwischen dem Stammesf\u00fcrsten der Norngarder und seinem Volk. Als Baelors Sohn Brenwyk letztendlich im richtigen Alter war gab ihn sein Vater einem caldrischen Ritter in den Knappendienst. Dieser kehrte Jahre sp\u00e4ter mit einer schweren Last heim. Er hatte die Macht der Caldrier gesehen, die unl\u00e4ngst begonnen hatten ihr Imperium mit Gewalt zu erweitern und erkannt, dass es nur zwei M\u00f6glichkeiten gab: Unterwerfung oder Untergang. Sein Vater wollte nichts davon h\u00f6ren, doch kurze Zeit darauf lag Baelor auf dem Sterbebett und Brenwyk sollte der neue Stammesf\u00fcrst Norngards werden.<\/p>\n<h4><span id=\"Abkehr_von_Nedra_.28ca._95_v.J..29\" class=\"mw-headline\">Abkehr von Nedra (ca. 95 v.J.)<\/span><\/h4>\n<p>Stammesf\u00fcrst Brenwyk, Haupt der Norngarder um ca. 95 v.J., unterwarf sich fr\u00fch aus freien St\u00fccken den caldrischen Siedlern, die innerhalb k\u00fcrzester Zeit zur vorherrschenden Macht in Engonien geworden waren, und erhielt daraufhin, wie es in jenen Zeiten \u00fcblich war, wenn ein Stammesf\u00fcrst das Knie vor den caldrischen Eroberern beugte, als &#8222;Dank&#8220; den Ritterschlag und seine L\u00e4ndereien als Lehen. So konnten die Norngarder die Freiheit und die Herrschaft \u00fcber ihre heimatlichen L\u00e4ndereien behalten und entkamen einer sp\u00e4teren gewaltsamen Unterwerfung durch die Caldrier, wie sie die anderen Gebiete Andarras sp\u00e4ter ereilen sollte. Brenwyk verstie\u00df Nedra als Hausg\u00f6ttin und \u00fcbernahm die Religion der Caldrier, deren Hauptgott zu diesen kriegerischen Zeiten Tior war, den er fortan inbr\u00fcnstig verehrte. Tior zu Ehren lie\u00df er auch einen Tempel innerhalb der Mauern der Burg Norngard erbauen. Auf seinen Willen geht der Brauch des Hauses Norngard zur\u00fcck, den erstgeborenen Sohn dem Kriegsgott Tior zu weihen und von den Priesterin Tiors erziehen zu lassen, ehe dieser sein Erbe antreten darf. Brenwyks Weib Shannon f\u00fcrchtete den Zorn Nedras, den ihr Gatte Brenwyk mit seinem Frevel auf sich gezogen haben musste, und rang ihm das Versprechen ab, das jede erstgeborene Tochter des Hauses Norngard in den Dienst an die G\u00f6ttin Nedra im Tempel der Roten Hirsche treten sollte. Brenwyk willigte ein, doch konnte dies Nedras Zorn nicht vollends lindern: Bei einem Jagdausflug verungl\u00fcckte Brenwyk t\u00f6dlich und bis in die Gegenwart sind ungew\u00f6hnlich viele Herren Norngards Jagdungl\u00fccken zum Opfer gefallen. Auch die zunehmende Versumpfung des einstmals bl\u00fchenden, von W\u00e4ldern bedeckten Landes rund um den Sitz des Hauses Norngard wird Nedras Zorn angelastet. Dennoch blieb bis in die Gegenwart jeder Ritter Norngards ein treuer Krieger Tiors, der das Versprechen seiner Ahnen an Nedra missachtete. Die Bev\u00f6lkerung dagegen, aber auch die Frauen der Ritter von Norngard, hielten stets den Glauben an Nedra aufrecht, deren Tempel des Roten Hirsches in Norngard als einziger Tempel Nedras in Engonien die Kriege der Caldrier \u00fcberstanden hat.<\/p>\n<h4><span id=\"Der_1._Br.C3.BCderkrieg_.28ca._2_v.J..29\" class=\"mw-headline\">Der 1. Br\u00fcderkrieg (ca. 2 v.J.)<\/span><\/h4>\n<p>Im gro\u00dfen Br\u00fcderkrieg verteidigten die Norngarder als Caldrier ihre Heimat gegen die Pathagor\u00e4er, die das Land zu unterwerfen gedachten. Ritter Aelfwyn, Haupt des Hauses Norngard in jenen schicksalstr\u00e4chtigen Jahren, erinnerte sich an die Erz\u00e4hlungen \u00fcber Maranwe, das legend\u00e4re Schwert seiner Ahnen, und gedachte, dieses als Talisman im Kampf gegen die feindlichen Eroberer zu f\u00fchren. So ritt er an der Seite seines Lehensherren, dem Baron von Salmar, in die Entscheidungsschlacht am Sogur, doch ohne den Segen der G\u00f6ttin, deren Schwert er f\u00fchrte. Diese hatte den Eidbruch der Norngarder nicht vergessen, und auch Aelfwyn war ein Diener Tiors durch und durch, der nie den Namen der G\u00f6ttin geehrte hatte, bis er sich an das Schwert erinnerte. So erlitt auch er den Zorn der G\u00f6ttin. Die Klinge wollte seinem Willen nicht folgen und wog schwer wie Blei. Nur wenige Augenblicke, nachdem die beiden verfeindeten Heere aufeinander stie\u00dfen, fiel Aelfwyn von Norngard aus dem Sattel, t\u00f6dlich getroffen von einem einfachen Hieb, den er nicht zu parieren vermochte. Am Ende jener Schlacht wurde sein Leichnam geborgen und in der Familiengruft unter Burg Norngard zu Grabe getragen, der einzigen Kammer unterhalb der Burg, die nicht vom steigenden Grundwasser geflutet war. Das Schwert Maranwe jedoch wagte kein Norngarder mehr zu f\u00fchren, zu sehr f\u00fcrchtete man den Zorn Nedras.<\/p>\n<h4><span id=\"Das_Geschlecht_derer_von_Norngard_bis_heute\" class=\"mw-headline\">Das Geschlecht derer von Norngard bis heute<\/span><\/h4>\n<p>Man sagt der Blutlinie von Norngard nach, seit ihrer Abkehr von der G\u00f6ttin Nedra neigten die M\u00e4nner zu Wankelm\u00fctigkeit und d\u00fcsteren Stimmungen. Dieses Ger\u00fccht schien sich auch mit Burgolf, dem letzten amtierenden Herren auf Burg Norngard, zu bewahrheiten. Seit dem Tod seiner Gattin Brun im Jahre 239 n.J. soll er Burg Norngard nicht mehr verlassen haben. Nur wenige Jahre sp\u00e4ter verschwand auch sein zweitgeborener Sohn Tannjew, zu jener Zeit Knappe des Ritters Walter von Sangenwalde, spurlos bei einem Botenritt nach Salmar. Selbst Tannjews unerwartetes Auftauchen im Jahre 252 n.J. konnte sein Herz nicht mehr erw\u00e4rmen. Seine Gram wuchs vielmehr noch mit dem Tod seines erstgeborenen Sohnes Alaron und der Tatsache, dass sich Tannjew vehement weigerte, den Orden des heiligen Jeldrik zu verlassen und Barad Konars Orden des Lupus Umbra beizutreten. Letztendlich fand Burgolf zur Mitte des Jahres 257 n.J. den Tod durch die Hand seines eigenen Sohnes Tannjew, wie der einzige Augenzeuge, seine kaiserliche Majest\u00e4t Barad Konar, berichtete. Barad Konar, zu jener Zeit noch Baron von Salmar und Lehnsherr der Norngarder, lie\u00df verk\u00fcnden, dass Tannjew des Standes enthoben werde und erkl\u00e4rte ihn f\u00fcr vogelfrei. Tannjew, der die Tat leugnete und standhaft behauptet, seine kaiserliche Majest\u00e4t Barad Konar sei der M\u00f6rder und habe ihn zu unrecht des Vatermordes beschuldigt, gelang die Flucht nach Lodrien, wo er im Kerker des Herzogs von Drachenfurt landete. Unter ungekl\u00e4rten Umst\u00e4nden kam er von dort frei und f\u00fchrt nun in Andarra jene Widerst\u00e4ndler an, die Barad Konar nicht als Kaiser Engoniens akzeptieren wollen. Tannjew beansprucht heute Norngard wieder f\u00fcr sich, doch zwischen ihm und seiner Forderung steht die Armee des Lupus Umbra, deren Ordensburg in der Baronie Salmar steht und die sich anschickt, die Provinz Andarra f\u00fcr ihren Kaiser mit Gewalt zu befrieden. Das Lehen Norngard steht mangels Erben unter der Verwaltung des Lupus Umbra, Burg Norngard wurde in diesen schweren Zeiten zum Sitz des Kaiserlichen Vogtes erkl\u00e4rt. Um die Identit\u00e4t dieses Wolfslords ranken sich zahlreiche Ger\u00fcchte. Fest steht, dass der Wolfslord zur Mitte des Jahres 257 n.J. Nedras Tempel der Roten Hirsch brandschatzen lie\u00df und seine gedungenen M\u00f6rder weiterhin auf Tannjew angesetzt sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Ritterlehen Norngard Norngard ist ein \u00e4rmliches Ritterlehen im Westen des K\u00f6nigreichs Middenfelz, dessen Ursprung auf die Besiedelung Engoniens durch die Ur-Caldrier zur\u00fcckgeht. Bekannt ist Norngard f\u00fcr die bewegte Familiengeschichte der \/\/Norngarder\/\/, den Export von Torf und die starke Verbundenheit zur G\u00f6ttin Nedra. 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