{"id":1394,"date":"2018-07-16T18:27:08","date_gmt":"2018-07-16T18:27:08","guid":{"rendered":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1394"},"modified":"2018-07-16T18:31:00","modified_gmt":"2018-07-16T18:31:00","slug":"iskia-hueter-der-geheimnisse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1394","title":{"rendered":"Iskja, H\u00fcter der Geheimnisse"},"content":{"rendered":"<p>Vor vielen, vielen Jahren lebte einst ein Dieb in diesen Landen.<br \/>\nDieser Dieb war einer der besten seiner Zunft. Schon von Kindesbeinen an verstand er sich in der Kunst, Menschen Dinge zu entwenden ohne dabei eine Spur zu hinterlassen. Er konnte einem das Geld aus dem Beutel entwenden, w\u00e4hrend man sich nett mit ihm unterhielt.<br \/>\nAn der Tafel stahl er das Esssilber, die Speisen und dem Gastgeber noch das seidene Taschentuch und selbst in der Zweisamkeit war kein M\u00e4dchen und keine Frau vor ihm sicher. So baute er sich eine komfortable Existenz in den Schatten der Gesellschaft auf und sein Ruf zog als Fl\u00fcstern durch die Stra\u00dfen.<br \/>\nDer Schatten, so nannte man ihn und bald kamen die Menschen zu ihm um ihn f\u00fcr Auftr\u00e4ge zu gewinnen. Er nahm an was ihm gefiel und bestahl seinen Auftraggeber zum Schluss noch oben drein. Seine Gier nach gl\u00e4nzendem Metall, funkelnden Steinen und wertvollen Dingen war einfach zu gro\u00df.<br \/>\nEines Tages gelangte er auf einem seiner Streifz\u00fcge in den Besitz einer Karte.<br \/>\nAber nicht irgend einer Karte, sondern einer Karte zu den Gew\u00f6lben in Tailon Orikon. Eine ganz bestimmte Stelle war gekennzeichnet und aus den Runen die die Karte umgaben konnte man ablesen, dass den Finder und Bezwinger der Fallen und R\u00e4tsel ein gro\u00dfer Schatz erwartete. Das Herz des Diebes jubelte vor Freude und schnell war er auf und davon diesen riesigen Schatz zu bergen.<br \/>\nDie Gew\u00f6lbe waren tief, dunkel und gef\u00e4hrlich. Unz\u00e4hlige Fallen und manches Ungetier bewachten den Weg und wollten beschlichen und \u00fcberwunden werden. Der Dieb gelangte zum ersten Mal in seinem Leben an seine Grenzen, aber schlussendlich gelangte er in einen Raum in dem es nur zwei T\u00fcren gab. An der Wand stand, dass er nur den Inhalt hinter einer T\u00fcr w\u00fcrde mitnehmen d\u00fcrfen. Die eine enthielt etwas f\u00fcr die H\u00e4nde, die andere etwas f\u00fcr die Augen und beides war von unsch\u00e4tzbarem Wert.<br \/>\nDer Dieb lachte sich ins F\u00e4ustchen, als ob er sich von einer Wand Vorschriften machen lassen w\u00fcrde.<br \/>\nOhne zu \u00fcberlegen wandte er sich der T\u00fcr mit dem Schatz zu und \u00f6ffnete sie. Dahinter fand er auf einem Tisch drei diamantene Sch\u00e4del. Sie waren gro\u00df und massiv und schwerer als der ersch\u00f6pfte Dieb es sich eingestehen wollte. Dennoch verschwanden sie in seinem B\u00fcndel und sein Herz jubilierte vor Freude.<br \/>\nEr verlie\u00df den Raum und aus einer tiefen Neugier heraus \u00f6ffnete er auch die zweite T\u00fcr die kein Gold versprach. Auch in diesem Raum fand er einen Tisch auf dem einige Bl\u00e4tter Pergament lagen. Neugierig beugte sich der Dieb her\u00fcber. Solange er sie nicht nahm war er in Sicherheit.<br \/>\nAber was seine Augen sahen und lasen, brannte sich in seinem Kopf.<br \/>\nDenn diese Dokumente die dort vor ihm lagen enthielten verloren geglaubtes Wissen \u00fcber ein gef\u00e4hrliches Geheimnis des T\u00e4uschers selbst. Ein gewaltiges Portal direkt in seine Welt, eine Pforte die seine Armeen direkt in diese Welt f\u00fchren konnte. Das Herz des Diebes erstarrte vor Furcht und er begriff, dass die Menschen dieser Welt von diesem Portal erfahren mussten.<br \/>\nDieses Wissen durfte nicht hier in diesen Gew\u00f6lben bleiben wo es vielleicht nie wieder gefunden werden w\u00fcrde.<br \/>\nUnd ohne nachzudenken griff der gierige Dieb nach dem Pergament und nahm es an sich. Da erbebte die Erde. Die Gew\u00f6lbe krachten in einem ohrenbet\u00e4ubenden Geheul und Risse zogen sich durch die Steinende Decke. Der Teil des Gew\u00f6lbes in dem der Dieb sich befand begann einzust\u00fcrzen und mit schrecken erkannte der arme Dieb, dass er und das Wissen hier unten versch\u00fcttet w\u00fcrden, wenn er es nicht rechtzeitig an die Oberfl\u00e4che schaffte.<br \/>\nAber der Hinweg hatte ihn ersch\u00f6pft und forderte seinen Tribut und die drei Sch\u00e4del lagen schwer auf seiner Tasche. Und w\u00e4hrend er lief zog er den ersten Heraus und warf ihn unter Schmerzen fort in den Staub der einst\u00fcrzenden Welt. &#8222;Zwei werden reichen.&#8220;, dachte sich der gierige Dieb.<br \/>\nAber er war immer noch viel zu langsam und das Gewicht der Zwei Sch\u00e4del zog an ihm. Und so holte er den zweiten heraus.<br \/>\n&#8222;Ein Sch\u00e4del wird mich immer noch unendlich reich machen.&#8220; Und so warf er den Zweiten fort. Er lief weiter, konnte schob fast den Ausgang sehen, das Licht der aufgehenden Sonne. Aber der Letzte Sch\u00e4del schien immer schwerer zu werden, zog ihn unaufhaltsam in den Abgrund der sich hinter ihm auftat.<br \/>\nUnd der weise Dieb besiegte sein gieriges Herz und Schnitt sein B\u00fcndel ab. All seiner Habseligkeiten beraubt, mit den Pergamenten in den H\u00e4nden hechtete er an die rettende Oberfl\u00e4che als sich mit einem lauten Get\u00f6se der Stollen hinter ihm f\u00fcr immer schloss.<br \/>\nAls der Staub sich um ihn gelegt hatte und er wieder frei atmen konnte sah er vor sich im Staub einen kleinen Blauen Vogel sitzen. So perfekt und sch\u00f6n anzusehen wie kein lebendes Tier sein konnte.<\/p>\n<p>&#8222;Du hast eine schwere Entscheidung getroffen und damit die Waagschale der Welt wieder ins Gleichgewicht gebracht. Anstatt f\u00fcr weltliche Reicht\u00fcmer hast du dich f\u00fcr das Wissen entschieden welches sehr lange verschollen ward. Ein Geheimnis welches gut geh\u00fctet werden muss.&#8220;, sagte seine Stimme in seinen Gedanken, so klar wie das Wasser eines Gebirgsbaches.<\/p>\n<p>Der Dieb erschrak und sah sich um.<br \/>\n&#8222;Wer bist du?&#8220;, rief er aus.<br \/>\n&#8222;Ich bin das Wissen selbst, die Macht des Geistes. Aber du und deine Art nennt mich Aine.&#8220;, sagte die Stimme. So wurde dem Dieb klar, dass er sich in Gegenwart einer G\u00f6ttin befand.<br \/>\nAine trug ihm auf die Informationen sicher zu einem ihrer Tempel zu bringen und durch ihre Gegenwart wurde der einfache Dieb zu etwas h\u00f6herem. Aine selbst erhob ihn zu einem Heiligen. Ihrem Heiligen der Geheimnisse und des verborgenen Wissens und er nutzt seine F\u00e4higkeiten um in ihrem Namen die Waagschale der Welt zu beeinflussen.<\/p>\n<p>Und so wurde aus Iskja dem Dieb, Iskja der H\u00fcter der Geheimnisse.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor vielen, vielen Jahren lebte einst ein Dieb in diesen Landen. Dieser Dieb war einer der besten seiner Zunft. Schon von Kindesbeinen an verstand er sich in der Kunst, Menschen Dinge zu entwenden ohne dabei eine Spur zu hinterlassen. 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