{"id":226,"date":"2018-03-05T19:57:54","date_gmt":"2018-03-05T19:57:54","guid":{"rendered":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=226"},"modified":"2018-06-07T18:01:06","modified_gmt":"2018-06-07T18:01:06","slug":"die-freie-stadt-fanada","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=226","title":{"rendered":"Die freie Stadt Fanada"},"content":{"rendered":"<div class=\"level1\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"akademie_ayd_owl\" class=\"sectionedit1\"><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=366\">Magierakademie Ayd Owl<\/a><\/h2>\n<\/div>\n<p>Die Im Herzen Fandas gelegene Magierakadmie ist in gan Engonien bekannt.<\/p>\n<h2 id=\"die_gilden_fanadas\" class=\"sectionedit2\">Die Gilden Fanadas<\/h2>\n<div class=\"level2\">\u00a0Die F\u00e4rbergilde<\/div>\n<div class=\"level3\">\n<p>Eine der \u00e4ltesten verbrieften Gilden Fanadas ist die F\u00e4rbergilde. Sie entstand aus dem simplen Umstand, dass die Tuchh\u00e4ndler es leid waren f\u00fcr gef\u00e4rbte Stoffe doppelt und dreifach bezahlen zu m\u00fcssen. Also beschlossen sie F\u00e4rber aus dem Ausland anzuwerben. Zum Ausgleich erhielten sie Baugrund im \u00e4u\u00dfersten Norden der Stadt, wo sich heute das weit verzweigte F\u00e4rberviertel befindet. Die eingewanderten Familien wurden schnell heimisch und es entstand eine halb gewachsene und halb geplante Struktur. Jede der Familien spezialisierte sich auf eine bestimmte F\u00e4rbung und gab die streng geh\u00fcteten Rezepturen nur innerhalb der Blutsverwandschaft weiter. Im Viertel entstanden ganze Stra\u00dfenz\u00fcge, in denen nur eine Farbe hergestellt wurde. Dies ist bis heute so. Die einzelnen Familien sind nicht mehr so eng miteinander verwoben, aber man kann davon ausgehen, dass die F\u00e4rber einer \u201eFarbgattung\u201c zumindest miteinander verschw\u00e4gert sind. Den meisten Einflu\u00df haben traditionell die Familien, die die kostbaren und seltenen Farben produzieren: Purpur, Indigo und Schwarz. Sie haben es \u00fcber die letzten hundert Jahre geschafft ihre Monopolstellung zu erhalten und haben ihre T\u00f6chter in alle gr\u00f6\u00dferen Tuchh\u00e4ndlerfamilien verheiratet. Das Viertel selbst zeigt ein entsprechendes Gef\u00e4lle: die reichen Familien haben ihre H\u00e4user von den F\u00e4rbebecken entfernt gebaut, w\u00e4hrend die Gr\u00fcn-, Braun- und Orangef\u00e4rber Werkstatt und Wohnung meist unter einem Dach haben. Um den Gestank nicht unertr\u00e4glich werden zu lassen, reguliert die Gilde das eigentliche F\u00e4rben nach Wochentagen und Stra\u00dfenz\u00fcgen: am ersten Tag der Woche f\u00e4rben alle Gr\u00fcnen, am zweiten alle Blauen usw. Eine weitere Besonderheit ist das j\u00e4hrlich im Fr\u00fchjahr wiederkehrende Ainefest. Da der in allen Farben schimmernde Kristall das Symbol Aines ist, haben die F\u00e4rber Aine zu ihrer Patronin erkoren. Jedes Jahr zu Beginn des 5. Mondes wird das Farbenfest begangen: an diesem 3 Tage dauernden Fest danken die F\u00e4rber Aine f\u00fcr das Wissen um die Rezepturen und huldigen ihr, indem sie der Stadt ihr Gesicht verleihen. Das bedeutet nichts anderes, als dass nach dem feierlichen Opfer im Aine-Tempel und dem anschlie\u00dfenden Umzug durch die Stadt, am zweiten Tag die Menschen sich am Marktplatz im F\u00e4rberviertel einfinden und auf ein Zeichen hin beginnen sich mit Farbbeuteln zu bewerfen! Es ist ein ausgelassenes, feuchtfr\u00f6hliches und buntes Fest, dessen dritter Tag gemeinhin nur dazu da ist, um sich von dem zweiten zu erholen. W\u00e4hrend dieser Tage herrscht ein Ausnahmezustand und es ist ein weit verbreiteter Scherz Fremden den Eindruck zu vermitteln, dass sie zu diesem G\u00f6tterfest ihre beste Kleidung anlegen sollten.<\/p>\n<p>Auch wenn die Gilde nach au\u00dfen hin gerne den Eindruck einer gro\u00dfen, gl\u00fccklichen Familie verbreitet, so ist es ein offenes Geheimnis, dass sich innerhalb der Gilde ein Kastensystem etabliert hat. Es ist nahezu unm\u00f6glich als F\u00e4rbermeister (also als derjenige, der Zugang zu den Rezepturen hat) in eine andere Farbfamilie einzuheiraten oder gar in einen anderen Betrieb einzusteigen. Es wird gemunkelt, dass Hochzeiten vom Gildenrat genehmigt werden m\u00fcssen und dieser sich diese Genehmigungen gut bezahlen l\u00e4sst. Dies ist mit ein Grund daf\u00fcr, weshalb die M\u00e4dchen der Familien vornehmlich in der Buchhaltung unterrichtet werden und erst mit der Heirat in das eigentliche F\u00e4rbergesch\u00e4ft einsteigen. Als Au\u00dfenstehender kann man problemlos in die Familien einheiraten, aber mit der Heiratsurkunde unterschreibt man auch den Beitritt in die Gilde. Von Austritten ist nichts bekannt.<\/p>\n<\/div>\n<h1 id=\"der_viehmarkt_fanadas\" class=\"sectionedit4\">Der Viehmarkt Fanadas<\/h1>\n<div class=\"level1\">\n<p>Mit dem Ende des B\u00fcrgerkrieges und dem Fall Konars ist der tangarianische H\u00e4ndlerwille neu erwacht. Durch den Krieg zusammengeschmolzene Viehbest\u00e4nde gilt es wieder zu erh\u00f6hen, um eine bei der ersten schlechten Ernte drohende Hungersnot abzuwenden. Zu diesem Zwecke hat der Pragmatismus der Tangarianer zu einer einmal im Jahr, meist im sp\u00e4ten Fr\u00fchjahr oder im Fr\u00fchsommer stattfindenden Versammlung gef\u00fchrt: Der sogenannte \u201eGro\u00dfe Markt\u201c- eine Art Messe der Viehz\u00fcchter. Dazu wird auf den weiten Feldern vor Fanada im Grunde ein gro\u00dfes Areal abgetrennt (man hat sich immer noch nicht geeinigt, welche Bauern wann ihr Land dazu zur Verf\u00fcgung stellen m\u00fcssen), auf dem aus dem ganzen Land alles m\u00f6gliche an Vieh, meist aber die ausgesuchtesten Zuchtexemplare, ausgestellt werden, verkauft werden, oder direkt vor Ort gepaart werden. Der erste \u201eGro\u00dfe Markt\u201c fand nicht allzuviel Beachtung, da er grade einmal zwei Monate nach dem Fall Engonias statt fand, der n\u00e4chste wird, aktuellen Ger\u00fcchten zufolge, jedoch bereits sehnlichst erwartet. Schon jetzt tummeln sich mehr Rinder vor Fanada als Marktschreier t\u00e4glich ihre Ware anpreisen.<\/p>\n<p>Bei den Stadtbewohnern Fanadas st\u00f6\u00dft der Markt jedoch nicht auf das gr\u00f6\u00dfte Verst\u00e4ndnis. \u201eDie F\u00e4rber stinken uns doch schon voll! Jetzt noch Vieh? Bald haben wir hier Ledergerber und wer wei\u00df was nicht noch alles stinkendes! Wer soll die ganze Kuhschei\u00dfe denn weg machen?\u201c &#8211; das ist noch eine der harmloseren aktuellen \u00c4u\u00dferungen.<\/p>\n<p>Regionalpolitisch gesehen st\u00f6\u00dft der Viehmarkt ebenfalls auf Widerstand: W\u00e4hrend die freie Stadt Brega noch mit dem Wiederaufbau besch\u00e4ftigt ist, bef\u00fcrchten Uld und Neldan, dass Fanada sich endg\u00fcltig und offiziell in die F\u00fchrungsrolle des F\u00fcnfst\u00e4dtebundes hebeln k\u00f6nnte, da an einem einzigen Ort nun zuviel wirtschaftliche Macht geballt sei. Ulder B\u00fcrger pochen auf Gerechtigtkeit: \u201eWir haben den Wald von Arden vor der Haust\u00fcr, und an unserer Hintert\u00fcr bald ein fanadaisches Wirtschaftsmonopol, an dem wir nicht mehr vorbeikommen! Macht den Markt bei uns!\u201c<\/p>\n<p>Der Tangara-Postille wurde ein Schreiben zugespielt, das vermutlich aus der Hand des B\u00fcrgermeisters von Neldan stammt:<\/p>\n<p><code>\u201eVeehrte Mit-Tangarianer! Liebe Freunde. <\/code><\/p>\n<p>Wie ihr alle wisst, wird Neldan aus den H\u00e4nden Middenfelz&#8216; entlassen und<br \/>\nendlich wieder Teil Tangaras sein!<\/p>\n<p>So dankbar Wir nat\u00fcrlich dem jungen Herrn von Middenfelz f\u00fcr seine<br \/>\nbesch\u00fctzende Hand sind, die er stets f\u00f6rdernd und selten fordernd \u00fcber<br \/>\nuns gehalten hat, so sehr freuen Wir uns \u00fcber die Heimkehr in den<br \/>\nfruchtbaren Scho\u00df Tangaras, denn in diesem leben unsere Herzen und<br \/>\nbl\u00fchen auf, wie das Korn auf den saftigsten Feldern und das gr\u00fcne Gras<br \/>\nauf den windzerfurchten Weiden es sch\u00f6ner nicht tun kann.<\/p>\n<p>Doch was m\u00fcssen wir nun h\u00f6ren?<\/p>\n<p>Unsere saftigen Felder sollen dienen als schn\u00f6des Fressen f\u00fcr stinkendes<br \/>\nVieh! Da fragen Wir uns, was doch in die Seelen der Fanader f\u00fcr ein<br \/>\nD\u00e4mon eingezogen sei, der solch schmutzige Gedanken statt gutes Getreide<br \/>\nin fruchtigen Boden einpflanze.\u201c<\/p>\n<p>Die gemeine Landbev\u00f6lkerung scheint jedoch kein Problem mit dem Markt zu haben, im Gegenteil: \u201eDat is ne jute Sache, dat. So kann die Berta wigger Kinner kriejen.\u201c So und \u00e4hnlich lauteten Aussagen, die in Wirth\u00e4usern vieler kleiner D\u00f6rfer zu h\u00f6ren waren.<\/p>\n<\/div>\n<h1 id=\"gernots_glasblaeserei_und_das_andenken_daran\" class=\"sectionedit5\">Gernots Glasbl\u00e4serei und das Andenken daran<\/h1>\n<div class=\"level1\">\n<p>Die durch die exzellente Arbeit der F\u00e4rbergilde angelockten jungen, sch\u00f6nen (und weniger sch\u00f6nen und weniger jungen) Damen stellten bald fest, dass Fanadas Handel zwar viel zu bieten hatte, aber wenig an bezahlbarem Luxus (und nichts an s\u00fcndhaft teurem Luxus, die Nachfrage ist einfach zu gering). Aufmerksame Kleinstkr\u00e4mer fassten jedoch bald die neue Kundschaft ins Auge. Die Kunst der Glasbl\u00e4serei stammte wohl aus Caldrien, ein paar Informationen dar\u00fcber waren aus Engonia zu bekommen. In kurzer Zeit stand jedoch der erste kleine Laden, \u201eGernots Glasblasereien\u201c. Rasch entwickelte sich dieser Laden zu einem gr\u00f6\u00dferen, sodass Gernot ein paar mehr Leute anstellte. Kurzum, die Glasbl\u00e4serei in Fanada entwickelte sich, bis hin zum Tag des Wolfes war es Gernot gelungen, zwei weitere kleine L\u00e4den in Fanada zu er\u00f6ffnen. Bei der Belagerung Fanadas durch den Lupus Umbra wurden jedoch alle drei H\u00e4user restlos durch Katapultbeschuss zerst\u00f6rt, Gernot und seine Frau Ute \u00fcberlebten die Belagerung nicht. Allein ihr kleiner, achtj\u00e4hriger Sohn Jost hatte \u00fcberlebt.<\/p>\n<p>Von Gernots kunstvollem Werk blieb nicht viel \u00fcbrig, nur eine grazile, zarte Skulptur: Drei Glaskugeln verschiedener Gr\u00f6\u00dfe und Farbe, jede einzelne mit ein wenig feinem, wei\u00dfen Sand und kleinen, bunten Glassplittern gef\u00fcllt, die im Sonnenlicht gl\u00e4nzten wie Edelsteine, die unterm W\u00fcstensand hervorlugten. Jost selbst wurde von seiner Familie, die im Krieg hart gelitten hatte, den Priestern Lavinias \u00fcbergeben, um im Tempel beh\u00fctet aufwachsen zu k\u00f6nnen, w\u00e4hrend die Skulptur in einer kleinen Krypta, finanziert aus Spenden der Lavinia-Gl\u00e4ubigen, vor zwei symbolischen Gr\u00e4bern von Gernot und Ute aufgestellt wurde.<\/p>\n<p>Die Stadtverwaltung Fanadas \u00fcberlegt in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden, n\u00e4mlich immer dann, wenn sonst keine politischen Streitthemen abzuarbeiten sind, ob nicht gar ein \u201eFeiertag f\u00fcr die sch\u00f6nen K\u00fcnste\u201c eingef\u00fchrt werden solle. Der b\u00e4uerliche Pragmatismus der Landwirte und Viehz\u00fcchter hat das bisher jedoch erfolgreich verhindert.<\/p>\n<\/div>\n<h1 id=\"die_gehoefte_fanadas\" class=\"sectionedit6\">Die Geh\u00f6fte Fanadas:<\/h1>\n<div class=\"level1\">\n<p>Im Umland Fanadas findet man neben kleinen Laubw\u00e4ldern, wenigen B\u00e4chen und einem kleinen Weiher vor allem Felder und Geh\u00f6fte. Im Abstand von wenigen Morgen Land sieht man immer wieder drei, vier flache, lange Bauten, manchmal auch mit einem Obergeschoss versehen. Man erkennt sie schon von weitem an ihrer Bauart: mal Holzbalken, mal Fachwerk. Dies sind die Geh\u00f6fte Fanadas. Oft wird dort Getreide angebaut, mal Mais, mal Hopfen, mal Kartoffeln. Auch einige Viehbauern gibt es, die ihre Tiere gem\u00e4chlich die Weiden abgrasen lassen. Die Bauern, die die Felder bestellen, sind nur \u00e4u\u00dferst selten Eigent\u00fcmer des Landes, das sie bestellen. Die meisten haben ihr Ackerland von der Stadt gepachtet und f\u00fchren daf\u00fcr den Zehnten an die Stadt ab, die wiederum die Ertr\u00e4ge gleichm\u00e4\u00dfig zwischen sich selbst, der Priesterschaft und der nach dem Zweiten Br\u00fcderkrieg neu gebildeten Stadtgarde aufteilt.<\/p>\n<p>Im Gegenzug k\u00f6nnen diese Bauern mit dem Schutz der Stadt und der Garde rechnen, auch sind f\u00fcr sie Dienste der Priesterschaft (f\u00fcr Hochzeiten, Beerdigungen, Geburten etc.) kostenlos. Der Stadtb\u00fcrger Fanadas, der zwar Steuern zahlt, muss dennoch f\u00fcr diese Dienste zahlen, kann jedoch die Hilfe der Garde kostenlos in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p>Eines dieser Geh\u00f6fte haben die Eltern des Knappen Vanion Bachlauf, namentlich Sonja und Barak Bachlauf, gepachtet. Sie wohnen dort friedlich in relativem Wohlstand, auch die drei Schwestern Vanions leben dort.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Magierakademie Ayd Owl Die Im Herzen Fandas gelegene Magierakadmie ist in gan Engonien bekannt. Die Gilden Fanadas \u00a0Die F\u00e4rbergilde Eine der \u00e4ltesten verbrieften Gilden Fanadas ist die F\u00e4rbergilde. Sie entstand aus dem simplen Umstand, dass die Tuchh\u00e4ndler es leid waren f\u00fcr gef\u00e4rbte Stoffe doppelt und dreifach bezahlen zu m\u00fcssen. 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