{"id":245,"date":"2018-03-05T20:12:36","date_gmt":"2018-03-05T20:12:36","guid":{"rendered":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=245"},"modified":"2018-06-07T18:01:08","modified_gmt":"2018-06-07T18:01:08","slug":"norodar","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=245","title":{"rendered":"Norodar"},"content":{"rendered":"<h1 id=\"allgemeines\" class=\"sectionedit1\">Allgemeines<\/h1>\n<div class=\"level1\">\n<p>Norodar ist eine Stadt im tangarischen Hinterland. Gepr\u00e4gt wird es vor allem durch sein Erscheinungsbild: wenige Fachwerkh\u00e4user, wenige Holzh\u00e4user, daf\u00fcr um so mehr solide, meist zweigeschossige Steinbauten. Trotzdem halten sich vor allem vom Fr\u00fchling bis zum Herbst viel mehr Leute dort auf; Grund daf\u00fcr ist der \u201eGro\u00dfe Bruch\u201c nur wenige Meilen n\u00f6rdlich des Dorfes. In diesem Steinbruch findet sich n\u00e4mlich nicht nur grauer, harter Granit, sondern auch feiner, von d\u00fcnnen grauen Adern durchzogener Marmor. Erste (umstrittene) Erw\u00e4hnungen in vorjeldrikischen Quellen bescheinigen Norodar ein Alter von bis zu 450 Jahren.<\/p>\n<\/div>\n<h1 id=\"stadtgeschichte\" class=\"sectionedit2\">Stadtgeschichte<\/h1>\n<div class=\"level1\">\n<p>Aufgrund der allgemeinen Beschaffenheit der tangarischen St\u00e4dte war Granit nie wirklich besonders gefragt, jedoch stieg mit dem zunehmenden Wohlstand der St\u00e4dte die Nachfrage nach Marmor. Da das eher langsame und beschwerliche Abbauen bei Norodar immer noch billiger war als teure Importe aus Sylvanaja oder dem Ausland, war es nur eine Frage der Zeit, bis der Marmorabbau sprunghaft anstieg. Ans\u00e4ssige Steinmetze bauten nach und nach den Steinbruch aus. Je gr\u00f6\u00dfer der Steinbruch wurde, desto mehr Tagel\u00f6hner von au\u00dferhalb zog er auch an.<\/p>\n<p>Nun waren Tagel\u00f6hner oft nicht die friedlichsten Leute. Nach st\u00e4ndigen Raufereien, bei denen immer wieder irgendetwas aus Holz kaputt ging (nicht selten T\u00fcren, Fu\u00dfb\u00f6den oder gar Z\u00e4une und Kneipenw\u00e4nde) setzte sich der Pragmatismus der Tangaraner durch: kurzerhand wurde der Steinabraum, der beim Marmor- und Granitabbau anfiel, f\u00fcr H\u00e4user, Stra\u00dfen und auch niedrige Steinmauern, die nach und nach die Holzz\u00e4une ersetzten, genutzt. Dies f\u00fchrte zu dem soliden Erscheinungsbild, das Norodar seinen ersten Namen einbrachte: In \u00e4lteren Dokumenten, die den ersten Streit \u00fcber die Sch\u00fcrfrechte des Gro\u00dfen Bruchs bezeugen, ist von einem \u201ekleynen Stadel\u201c die Rede, dessen Name \u201eSteynfallerhussen\u201c sei.<\/p>\n<p>Der \u201eBruchstreit\u201c, wie die Verhandlungen \u00fcber die Sch\u00fcrfrechte heute genannt werden, ging schlie\u00dflich zu Gunsten eines reichen Mannes aus Uld aus, ein windiger Gesch\u00e4ftsmann names Rondo aus den Reihen der Binomi-Familie. Dieser war kein Freund der langen Namen. Kurzerhand zahlte er mit der ersten Marmor-Lieferung nach Engonia f\u00fcr das Recht, Steynfallerhussen umtaufen zu d\u00fcrfen. In der \u201eDeclaratio de nomine Steynfallerhussenis\u201c aus dem Jahre 70 n.J. taucht der Name \u201eNorodar\u201c zum ersten Mal auf, in der w\u00f6rtlich \u00fcbersetzten Formulierung:<\/p>\n<p><code>\u201c[\u2026]soll Steynfallerhussen tragen den Namen Norodar, f\u00fcr jetzt und ewig, [\u2026]<\/p>\n<p>im Namen der Regierung statt und in Gunsten Ihrer Kaiserlichen Majest\u00e4t, unter dem Segen der Sechs, Jeldrik.[\u2026]\u201c<\/code><\/p>\n<p>Dieses Edikt f\u00fchrte zu einer recht am\u00fcsanten Situation: lange Zeit galt es als Unding f\u00fcr Steynfallerhussener B\u00fcrger, ihr Dorf \u201eNorodar\u201c zu nennen. \u00dcber die Jahre setzte sich allerdings der neue Name durch, da (wohl bedingt durch den hohen Analphabeten-Anteil der Bev\u00f6lkerung) ohnehin kaum jemand wusste, wie man Steynfallerhussen \u00fcberhaupt schrieb. Heute gibt es nur noch wenige Zeugnisse des alten Namens, ein paar Beispiele seien hier genannt:<\/p>\n<ol>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">verschiedene Grabsteine mit der Hersteller-Inschrift \u201egeschaffen von [\u2026], zu Steynfallerhussen, im Jahre [\u2026]\u201c<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">eine Stele auf dem gro\u00dfen Versammlungsplatz in der Stadtmitte mit dem wahrscheinlichen Gr\u00fcndungsdatum von Norodar, mit einer fast unlesbaren Inschrift. Teile der Inschrift erw\u00e4hnen den Namen \u201eSteynfallerhussen\u201c mit einem unter Historikern umstrittenen Gr\u00fcndungsjahr sowie den Familiennamen \u201eNodar\u201c.<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">die M\u00e4rchen \u201eDer Ork und der Hauer\u201c sowie \u201eDie Hexe mit dem schiefen Zahn\u201c spielen an einem Geh\u00f6ft mit dem Namen \u201eSteynfallerhof\u201c (heute \u201eSteinfallgeh\u00f6ft\u201c), das es noch heute gibt und das nahe dem Gro\u00dfen Bruch liegt.<\/div>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Heutzutage wird ein Ortsfremder, der durch Norodar kommt, \u00fcberrascht seinen Blick auf hellgraue, im engonischen Hinterland an sich seltene Steinbauten mit Schieferd\u00e4chern richten. Eine solide, saubere Stadt, die bisher von Kriegen verschont blieb. Der Besucher wird auf eine traditionsreiche Bev\u00f6lkerung voller findiger Bauernschl\u00e4ue und einem gewissen Geltungsbewusstsein treffen.<\/p>\n<\/div>\n<h1 id=\"landschaft_und_umgebung\" class=\"sectionedit3\">Landschaft und Umgebung<\/h1>\n<div class=\"level1\">\n<p>Im tangarischen Hinterland gelegen, zeichnet die Landschaft um Norodar vor allem der bereits erw\u00e4hnte Steinbruch aus, der, entgegen zu sonstigen Streinbr\u00fcchen, eben nicht in die Seitenwand eines Berges oder eines gr\u00f6\u00dferen H\u00fcgels geschlagen ist, sondern gradewegs im flachen Feldboden gelegen ist. Im S\u00fcden und Westen ist Norodar offen und von Feldern und leicht h\u00fcgeligen, saftigen gr\u00fcnen Wiesen umgeben (im Westen der Gro\u00dfe Bruch), im Norden jedoch findet man einen langezogenen Streifen hochgewachsener B\u00e4ume. Dieser Nutzwald wird \u201eAlte Aue\u201c genannt, neben seinen Ressourcen, was Wild und Holz angeht, dient er vor allem den norodarischen Kindern als Spielplatz.<\/p>\n<p>Im S\u00fcden flie\u00dft von Westen nach Osten ein kleiner Fluss, der \u201eHalm\u201c, gem\u00e4chlich in vielen langgezogenen Windungen entlang. Nicht sonderlich breit, nicht sonderlich tief, wird er doch von kleineren Lastk\u00e4hnen zur Binnenschifffahrt genutzt.<\/p>\n<\/div>\n<h1 id=\"glaube_und_religion\" class=\"sectionedit4\">Glaube und Religion<\/h1>\n<div class=\"level1\">\n<p>Der typische Norodarer zeichnet sich durch ein solides, aber keineswegs \u00fcbertriebenes oder gar fanatisches Verh\u00e4ltnis zur Religion aus. Als l\u00e4ndlicher Mensch glaubt der \u00fcbliche Dorfbewohner and die sechs G\u00f6tter Engoniens, wirklich pr\u00e4feriert wird keiner. Lediglich Aine und Tior sind nicht wirklich verbreitet, so werden sie zwar bei Hochzeiten, Geburten und Beerdigungen angebetet, jedoch eher in Formulierungen wie \u201evereint im Namen der Sechs\u201c oder \u201enun ist er (der Verschiedene) bei den G\u00f6ttern\u201c, nur \u00e4u\u00dferst selten in einzelnen Anrufungen. Stark verbreitet sind Ausrufe wie \u201eDer kleine Ulf tobt ja wie Tior pers\u00f6nlich!\u201c oder \u201eDie kleine Elana l\u00e4chelt, als h\u00e4tte Aine gezaubert!\u201c, die aber so gut wie nie w\u00f6rtlich zu verstehen sind. Einen Tempel oder eine kleine Kirche gibt es nicht in Norodar, jedoch gibt es eine Familie, die seit mehreren Generationen in Norodar ans\u00e4ssig ist und aus deren Reihen immer wieder Priester des Alamar und der Lavinia hervorgegangen sind. Die wenigen Priester, die in Norodar wohnen, bekommen keine Spenden oder \u00e4hnliches, vielmehr gehen sie einem Handwerk nach und ern\u00e4hren sich selbst. Nur zu Gelegenheit wie Geburt, Hochzeit oder Beerdigung werden die Gew\u00e4nder angezogen und der Weihrauch hervorgeholt &#8211; der weltliche Lohn f\u00fcr die Priesterschaft besteht in dem hohen Ansehen, dass ein Priester jedweder (auch fremder oder ausl\u00e4ndischer) Religionen in Norodar genie\u00dft.<\/p>\n<p>Ein leicht ironisches Sprichwort lautet: \u201eEin Mann der G\u00f6tter ist ein Mann von Welt.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<h1 id=\"berufswesen_der_bevoelkerung\" class=\"sectionedit5\">Berufswesen der Bev\u00f6lkerung<\/h1>\n<div class=\"level1\">\n<p>Die meisten ortsans\u00e4ssigen Berufe und Handwerke k\u00f6nnen \u00fcber die Landschaft oder die einfachen Bed\u00fcrfnisse hergeleitet werden. So gibt es in Norodar\u2026<\/p>\n<p>1. wenig angesehene Berufe wie:<\/p>\n<ul>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Schausteller\/Barden<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Huren<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Totengr\u00e4ber<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Nachtw\u00e4chter<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>2. normale Berufe wie:<\/p>\n<ul>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Bergarbeiter und Steinmetze<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Holzf\u00e4ller und Tischler<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Getreidebauern, M\u00fcller und B\u00e4cker<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Viehbauern und Metzger<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">B\u00f6ttcher<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Drechsler<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Gerber und K\u00fcrschner<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Hufschmied<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Maurer, Dachdecker und Zimmerleute<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Sattler und Riemer<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Schlosser<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Schneider<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Schuster<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">T\u00f6pfer<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Wachm\u00e4nner<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>3. hoch respektierte Berufe wie:<\/p>\n<ul>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Priester<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Schreiber (Norodar besteht zu 85% aus Analphabeten)<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Beamte<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<h1 id=\"regierung_verwaltung\" class=\"sectionedit6\">Regierung \/ Verwaltung<\/h1>\n<div class=\"level1\">\n<p>Jeder Mensch aus Norodar, der einem ehrbaren Beruf nachgeht und bereits l\u00e4nger als f\u00fcnf Jahre in der Stadt wohnt, kann zum B\u00fcrgermeister gew\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p>Wahlen finden auf die recht lange Zeit von zehn Jahren statt, weshalb jede Wahl gleichzeitig der Ausl\u00f6ser und Vorwand f\u00fcr eine lange Woche von Festen und Feierlichkeiten ist.<\/p>\n<p>Der B\u00fcrgermeister steht einem Stadtrat vor, der wiederum aus dem Geldadel Norodars besteht. Der Stadtrat hat 7 Sitze.<\/p>\n<\/div>\n<h1 id=\"judikative_exekutive\" class=\"sectionedit7\">Judikative \/ Exekutive<\/h1>\n<div class=\"level1\">\n<p>Es gibt eine Stadtwache, die Polizei-Aufgaben \u00fcbernimmt. Richter werden durch den B\u00fcrgermeister ernannt, auf Lebenszeit, k\u00f6nnen aber durch den Stadtrat abberufen werden. Es gilt das normale tangaranische Recht.<\/p>\n<\/div>\n<h1 id=\"diebesgilde\" class=\"sectionedit8\">Diebesgilde<\/h1>\n<div class=\"level1\">\n<p>In Norodar gibt es einen recht festen Bund von Verbrechern, f\u00fcr den die Bezeichnung \u201eDiebesgilde\u201c gew\u00e4hlt wird. Die Gilde hat in verschiedenen, stillgelegten Teilen des Gro\u00dfen Bruchs Treffpunkte und Lager. Der Schwerpunkt der Gilde liegt bei Beutelschneiderei: oft kommen H\u00e4ndler mit Gold in den Taschen zum Gro\u00dfen Bruch, um Marmor zu begutachten und zu kaufen.<\/p>\n<p>Anf\u00fchrer der Gilde ist \u201eDer Gelbe Gunther\u201c. \u00dcber ihn wei\u00df man nicht viel, au\u00dfer, dass er schon \u00fcber hundert Jahre alt sein soll. Ob das wohl stimmt?<\/p>\n<\/div>\n<h1 id=\"die_bruchgrotten\" class=\"sectionedit9\">Die Bruchgrotten<\/h1>\n<div class=\"level1\">\n<p>Erst diesen Winter (266 n.J.) ist bei Sch\u00fcrfarbeiten im Gro\u00dfen Bruch eine Wand zusammengest\u00fcrtzt. Das so enstandene Loch gab den Durchgang in einer H\u00f6hle frei, welche sich bei ersten Untersuchungen recht bald als eine wahre Grotte entpuppte: W\u00e4nde aus Stein, Marmor und Granit, durchzogen von bunten Kristallen, Halbedelsteinadern und hellen, leuchtenden Erzen. Die Stadt selbst hat Anspruch auf diese H\u00f6hle erhoben und mithilfe der Stadtwache ihren Besitzanspruch durchgesetzt. Die Bruchgrotten gelten bisher als kleines Naturwunder, aber auch als ein Ort, aus dem man viel Kapital schlagen kann.<\/p>\n<\/div>\n<h1 id=\"personen_aus_norodar\" class=\"sectionedit10\">Personen aus Norodar<\/h1>\n<div class=\"level1\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Runa Steinhauer<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Finlay, der Streuner<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"level1\">\n<div class=\"li\">Vanion Bachlauf<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allgemeines Norodar ist eine Stadt im tangarischen Hinterland. Gepr\u00e4gt wird es vor allem durch sein Erscheinungsbild: wenige Fachwerkh\u00e4user, wenige Holzh\u00e4user, daf\u00fcr um so mehr solide, meist zweigeschossige Steinbauten. 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