{"id":311,"date":"2018-03-06T17:24:47","date_gmt":"2018-03-06T17:24:47","guid":{"rendered":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=311"},"modified":"2018-06-07T18:01:06","modified_gmt":"2018-06-07T18:01:06","slug":"die-schlangen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=311","title":{"rendered":"Die Schlangen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Alle Schlangen besitzen einen l\u00e4nglichen und d\u00fcnnen K\u00f6rper und haben bis auf wenige Ausnahmen ihre Gliedma\u00dfen vollst\u00e4ndig verloren. Von Art zu Art k\u00f6nnen sich die K\u00f6rperformen stark unterscheiden. Einige Schlangen k\u00f6nnen eher untersetzt aussehen (dicker K\u00f6rper, kurzer Schwanz), w\u00e4hrende andere sehr gleichm\u00e4\u00dfig nach hinten d\u00fcnner werden. Auch im Querschnitt gesehen, k\u00f6nnen sie von rund oder oval bis dreieckig variieren. Fast immer ist der Bauch abgeflacht. Die Gr\u00f6\u00dfe ausgewachsener Schlangen schwankt artabh\u00e4ngig sehr stark zwischen 10 Zentimetern und fast 10 Metern.<br \/>\nIm Unterschied zu Schleichen , die mehrere Reihen von Bauchschilden aufweisen, haben Schlangen nur eine Reihe davon. Des Weiteren weist ihr Lippenschild am unteren Rand eine kleine Kerbe auf, die es ihnen erm\u00f6glicht zu z\u00fcngeln, ohne das Maul daf\u00fcr \u00f6ffnen zu m\u00fcssen. Schleichen haben diese Kerbe nicht. Auch besitzen Schlangen keine Augenlider, ihre Augen werden komplett von einer durchsichtigen Schuppe bedeckt. Bei Schleichen ist dies anders, was man am Blinzeln der Tiere erkennen kann. Ferner sind Schleichen f\u00e4hig bei Gefahr ihren Schwanz abwerfen. Auch diese F\u00e4higkeit unterscheidet sie von den Schlangen.<br \/>\nDie Weibchen sind in der Regel etwas gr\u00f6\u00dfer und umfangreicher als die M\u00e4nnchen, allerdings kann es auch umgekehrt sein. Der Schwanzansatz hinter der Kloake stellt ein gutes Unterscheidungsmerkmal dar. W\u00e4hrend er sich bei den M\u00e4nnchen sehr gleichm\u00e4\u00dfig verj\u00fcngt, ist bei den Weibchen ein Absatz zu erkennen.<br \/>\nSchlangen verf\u00fcgen \u00fcber eine schier unendliche Zahl von Farb- und Zeichnungsvarianten. Sie umfassen alle Farben des Spektrums und k\u00f6nnen einfarbig, mit wenig gef\u00e4rbten Schuppen \u00fcber Streifen-, Leiter- und Karomuster bis hin zu komplexen Farbkombinationen reichen. Einige ungiftige Arten haben ein \u00e4hnliches Muster wie andere, giftige, entwickelt, um ihre Feinde zu verwirren und sich zu sch\u00fctzen (Mimikry).<br \/>\nDie bei Schlangen vorhandenen Knochen lassen sich grob in drei Gruppen einteilen: Sch\u00e4delknochen, Wirbel und Rippen. Die bereits erw\u00e4hnten Beckeng\u00fcrtelknochen sind rudiment\u00e4r und erf\u00fcllen keine weitere Funktion. Ebenfalls nicht vorhanden sind Schulterg\u00fcrtel und Brustbein. Die Z\u00e4hne der Schlangen sind nicht zum Kauen bestimmt, sondern dienen nur dem Festhalten der Beute oder, im Falle von Giftz\u00e4hnen, der Injektion von Toxinen. Sie sitzen nur lose auf dem Kiefer auf und sind nicht fest mit ihm verwachsen. Alle Z\u00e4hne sind nach hinten gerichtet; versucht ein Beutetier, sich aus dem Biss der Schlange zu befreien, bohren sich die Z\u00e4hne nur noch tiefer in seinen K\u00f6rper. Bricht ein Zahn ab, so wird er ersetzt. Meist sind schon Reservez\u00e4hne hinter den bestehenden angelegt, so dass der Ersatz in relativ kurzer Zeit zur Verf\u00fcgung steht.<br \/>\nDas Gehirn befindet sich in der Sch\u00e4delkapsel. Die meisten ihrer inneren Organe sind der K\u00f6rperform entsprechend lang gestreckt. Der linke Lungenfl\u00fcgel ist verk\u00fcmmert, w\u00e4hrend sich der rechte \u00fcber bis zu zwei Drittel der K\u00f6rperl\u00e4nge, bei einigen Seeschlangen sogar bis zum After, erstrecken kann. Dies ist auch von au\u00dfen gut erkennbar, wenn sich der K\u00f6rper mit jedem Atemzug leicht ausdehnt. In hinteren Teil geht die Luftr\u00f6hre in einen Luftsack \u00fcber, aus dem die Schlange in Sondersituationen ihren Sauerstoffbedarf decken kann (beispielsweise w\u00e4hrend des Verschlingens eines gro\u00dfen Beutetieres wodurch manchmal die Luftr\u00f6hre zusammengedr\u00fcckt wird oder, bei Seeschlangen, w\u00e4hrend l\u00e4ngerer Tauchg\u00e4nge). Auch die Leber besteht nur noch aus dem rechten Lappen, erstreckt sich aber \u00fcber den Gro\u00dfteil des K\u00f6rpers. Je nach pr\u00e4feriertem Lebensraum befindet sich das einkammerige Herz an unterschiedlicher Position. Bei baumbewohnenden Schlangen sitzt es in der N\u00e4he des Kopfes, damit auch in senkrechter Position (beispielsweise beim Klettern auf einen Baum) das Gehirn stets ausreichend durchblutet wird. Der hintere Teil des K\u00f6rpers wird w\u00e4hrend dieser Zeit durch die Wirkung der Erdanziehungskraft versorgt, hier ist eine Pumpleistung f\u00fcr die Versorgung mit Blut durch das Herz nicht erforderlich. Eine solche Schlange kann die aufrechte Position l\u00e4nger halten als andere Schlangen, muss sich aber immer wieder in die Waagerechte begeben, da sonst ein Blutstau im hinteren Teil des K\u00f6rpers auftreten kann. Bodenbewohnende Schlangen, die sich nur in Ausnahmef\u00e4llen (Drohverhalten und \u00c4hnliches) aufrichten, haben das Herz etwa nach dem ersten Drittel der K\u00f6rperl\u00e4nge. So ist die Blutversorgung des gesamten K\u00f6rpers gew\u00e4hrleistet und die Schlange ist f\u00fcr eine gewisse Zeit f\u00e4hig, ihr vorderes K\u00f6rperdrittel aufzurichten. Seeschlangen haben ihr Herz etwa in der Mitte des K\u00f6rpers. So sind sie in der Lage, jegliche Position in ihrem Lebensraum einzunehmen. Befindet sich die Schlange in aufrechter oder schr\u00e4ger Position, so wird die Entstehung eines Blutstaus durch den Druck des Wassers von au\u00dfen, der die Pumpleistung des Herzens unterst\u00fctzt, verz\u00f6gert.<br \/>\nDie Speiser\u00f6hre ist stark gekr\u00e4uselt, was eine hohe Dehnbarkeit bewirkt und die Aufnahme gro\u00dfer Beutetiere in den K\u00f6rper erm\u00f6glicht. Anzumerken ist hier, dass die gespaltene Zunge beim Verschlucken keine Rolle spielt. Der Magen ist ebenfalls langgezogen und mit muskul\u00f6sen W\u00e4nden ausgestattet. Er produziert die Verdauungsenzyme und extrem starke Verdauungss\u00e4uren, die alles au\u00dfer Insektenpanzer und Haare, Federn und Krallen angreifen; diese werden mit den F\u00e4kalien ausgeschieden.<br \/>\nAuch die Hoden und Eierst\u00f6cke besitzen eine l\u00e4ngliche Form. Das Begattungsorgan der m\u00e4nnlichen Schlangen ist ein paariger Hemipenis. Dieser ist artabh\u00e4ngig mit Stacheln oder Dornen ausgestattet, die beim Begattungsakt dazu dienen, sich in der Kloake der weiblichen Schlange zu verhaken. Aufgrund des von Art zu Art sehr unterschiedlichen Aussehens des Hemipenis ist dieser ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.<\/p>\n<p>Die Meisten Schlangen lassen sich in den S\u00fcmpfen finden. In den W\u00e4ldern ist auch die ein oder andere Art heimisch, doch wo das Eis das ganze Jahr herrscht, lassen sich keine Schlangen nieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Alle Schlangen besitzen einen l\u00e4nglichen und d\u00fcnnen K\u00f6rper und haben bis auf wenige Ausnahmen ihre Gliedma\u00dfen vollst\u00e4ndig verloren. Von Art zu Art k\u00f6nnen sich die K\u00f6rperformen stark unterscheiden. Einige Schlangen k\u00f6nnen eher untersetzt aussehen (dicker K\u00f6rper, kurzer Schwanz), w\u00e4hrende andere sehr gleichm\u00e4\u00dfig nach hinten d\u00fcnner werden. 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