{"id":381,"date":"2018-03-07T19:06:35","date_gmt":"2018-03-07T19:06:35","guid":{"rendered":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=381"},"modified":"2018-06-07T18:01:08","modified_gmt":"2018-06-07T18:01:08","slug":"sagen-und-legenden-aus-engonien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=381","title":{"rendered":"Sagen und Legenden aus Engonien"},"content":{"rendered":"<h1 id=\"sagen_und_legenden_aus_engonien\" class=\"sectionedit1\"><\/h1>\n<div class=\"level1\"><\/div>\n<h2 id=\"die_geschichte_des_adran_von_der_aue\" class=\"sectionedit2\">Die Geschichte des Adran von der Aue<\/h2>\n<div class=\"level2\">\n<p>\u201eJahrzehnte und Jahrhunderte vor unserer Zeit herrschte Krieg. Die Mannen eines hohen Herrn k\u00e4mpften unerbittlich und tapfer gegen die Krieger eines anderen. Die Streiter prallten aufeinander, wieder und wieder wogten die Reihen aufeinander zu, und sie waren zahlreich und stark und unbeugsam wie das Meer. Speer brach an Schild, Schwert schlug gegen Schwert, und das Klingen und H\u00e4mmern und Donnern der Schlacht klang bis in den Himmel empor, und der Himmel verh\u00fcllte sein Antlitz und die Wolken weinten. Schon sechs Jahre und sechs Monate und sechs Wochen und sechs Tage wogte die Schlacht, als die Wolken aufh\u00f6rten zu weinten und der Himmel wieder zum Vorschein kam. Doch Ach! und Weh! Der Himmel war nicht l\u00e4nger hell und blau und sch\u00f6n, nein! Schwarz war er, schwarz und ohne jedes Licht! Denn die G\u00f6tter hatten sich abgewandt von dem Schmerz und dem Blut und dem Tod, der sein blutiges Mahl hier Jahr um Jahr gehalten hatte!<\/p>\n<p>Und so begab es sich, dass die Schlacht kein Ende fand! Krieger um Krieger war zu Boden gesunken, gar schaurig verst\u00fcmmelt! Morsche Sch\u00e4del und schw\u00e4rendes Fleisch, und Seelen, voll von Rache und Blutgier und Leid! Die Toten erhoben sich, wieder und wieder und wieder, um eine Schlacht zu k\u00e4mpfen f\u00fcr einen Herren, dessen Namen sie l\u00e4ngst vergessen hatten. Alleine ihre Feinde kannten sie noch, und nichts als die Namen ihrer Feinde erf\u00fcllte sie noch.<\/p>\n<p>Und \u00fcber dieses Feld der unseligen Helden schritt Adran. Adran von der Aue, so nannte man ihn. Ein Mann des Glaubens, ein Prediger des Herrn des Lichts. Und er flehte die G\u00f6tter an, sich diesem Felde wieder zuzuwenden, Gnade zu zeigen und Trost zu spenden! Doch, Ach! und Weh! Sein Flehen verklang, wurde eins mit der Trauer und dem Leid, das aus dem Schlachtenl\u00e4rm entsprang. Doch Adran war stark im Glauben und unbeugsam war sein Wille! Und so schritt er durch die Schlacht, sprach mit den Toten, die ihr Kampfeswerk fortf\u00fchrten. Und er sprach mit einem jeden einzelnen, und nach sechs langen Jahren, nach sechs harten Monaten, nach sechs verzweifelten Wochen und sechs durchwachten Tagen und N\u00e4chten war sein Werk vollbracht. Und durch den dunklen Himmel brach ein einzelner, glei\u00dfend heller Strahl, und Adran brach in ein Jauchzen und Frohlocken aus, denn Alamar war zur\u00fcckgekehrt und hatte seinen g\u00fctigen, doch strengen Blick auf ihn gerichtet! Und Alamar sah, was Adran getan hatte, er sah, was die Toten taten, und in seiner immerw\u00e4hrenden Weisheit sprach er sein Urteil: der Kampf war vor\u00fcber.<\/p>\n<p>Und als Adran sah, wie die Toten zu Boden sanken, da sank auch er nieder. Ausgebrannt und ausgezehrt war er, hatte doch, unerkannt von jedem und auch ihm selbst, das Feuer Alamars in ihm gebrannt und ihn geleitet! Und als der letzte Hauch seines Atems aus seinem Munde entwich, da blickte Alamar auf seinen treuen Diener herab, und erschuf eine Statue, Adrans Bildnis gleich, auf dass unter Adrans gerechter und weiser Hand die Totenruhe niemals mehr gest\u00f6rt werden w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<h2 id=\"die_geschichte_der_alamarsteine\" class=\"sectionedit3\">Die Geschichte der Alamarsteine<\/h2>\n<div class=\"level2\">\n<p>Zu Anbeginn der Zeit tanzte Lavinia zur Freude ihres Bruders Alamar.<br \/>\nSie erfreute ihn so sehr, dass er ihr eine Freude machen wollte. Lavinia sagte, dass sie sich gerne einmal mit Alamars Strahlen schm\u00fccken wolle, sie seien so h\u00fcbsch anzusehen. Alamar konnte ihr seine Strahlen nicht geben, da diese die zarte Haut seiner Schwester verbrennen w\u00fcrden. Also lie\u00df er einige von ihnen zu Stein werden und wirkte daraus Kopfschmuck und Geschmeide. Lavinia war so gl\u00fccklich \u00fcber dieses Geschenk, dass sie erneut zu tanzen begann.<br \/>\nSie tanzte \u00fcber das Land und die Luft erf\u00fcllte sich mit ihrem Lachen, so dass es Fr\u00fchling wurde.<br \/>\nAber Lavinia achtete nicht auf ihren Weg. Ihr Gewand verfing sich in den Steinen und sie stolperte. Der Kopfschmuck fiel herab und barst in unz\u00e4hlige, kleine S\u00fclitter, die von den Wellen ins Meer getragen wurden.<br \/>\nLavinia weinte bitterlich \u00fcber ihr Mi\u00dfgeschick und ihre Tr\u00e4nen wurden zu Perlen, die ins Meer herabfielen.<br \/>\nNoch heute sp\u00fclt das Meer an der Ostk\u00fcste Nordcaldriens Splitter des Alamarsteines an. Du erkennst sie daran, dass sie vom Meer nicht verschluckt werden k\u00f6nnen, sondern auf ihm schwimmen. Alamars Feuer ist noch immer lebendig in ihnen, denn sie brennen wie Kerzen wenn du sie anz\u00fcndest.<\/p>\n<\/div>\n<h2 id=\"jeldrik_marthilda\" class=\"sectionedit4\">Jeldrik &amp; Marthilda<\/h2>\n<div class=\"level2\">\n<p>Diese Geschichte begab sich aber zu der Zeit, als das junge Engonien nach dem Br\u00fcderkrieg in Tr\u00fcmmern lag und jedes Dorf und jede Stadt nur f\u00fcr sich selber ums \u00dcberleben k\u00e4mpfe. An Zivilisation war nicht zu denken, denn alle waren nur damit besch\u00e4ftigt sich der R\u00e4uberhorden und anderer einfallender Feinde zu erwehren, die sich den Untergang des Caldrischen Imperiums zu Nutze gemacht hatte. In diese schon schlimme Zeit kam ein riesiger Heerzug von Orken, die in den S\u00fcden einfielen in ein Land, dass fast jeden brauchbaren K\u00e4mpfer im Br\u00fcderkrieg verloren hatte. Dem stellte sich Jeldrik entgegen und zog von Dorf zu Dorf um jeden zu den Waffen zu rufen und es ward erlassen, dass jedes Dorf mindestens einen K\u00e4mpfer stellen musste. So kamen sie eines Tages in ein kleines Dorf in der Baronie Halen wo der Gro\u00dfbauer Torfmann der Dorfvorsteher war. Torfmann hatte zwei junge Burschen, die gerade alt genug waren um in den Krieg zu ziehen und alle anderen im Dorf waren zu jung, oder zu alt, vielleicht bis auf Marthilda, die hagere Tochter vom Tagel\u00f6hner des Dorfes. Weil im Imperium immer nur die M\u00e4nner in den Krieg zogen und alle caldrischen K\u00e4mpfer bis auf den Letzten M\u00e4nner waren, wusste der Dorfvorster schon wer zu den Waffen gerufen werden sollte und weil er seine S\u00f6hne nicht in den Krieg ziehen lassen wollte besann er sich einer List. Er holte sich den Tagel\u00f6hner an den Hof und versprach im Abends ihn fest zu nehmen, wenn er seine Tochter f\u00fcr die Armee Jeldriks melden w\u00fcrde. Der Tagel\u00f6hner wollte zuerst nicht, aber Wein und gutes zureden taten ihr \u00fcbriges. Als nun der Tag gekommen war, da Jeldrik mit seiner Armee von dem Dorf stand um zu sehen welchen K\u00e4mpfer dieses Dorf stellen w\u00fcrde, da versteckten sie die beiden S\u00f6hne im Wald und schickten Marthilda vor. Ausgehungert, d\u00fcrr und in den abgetragendsten Kleidern stand sie vor Jeldrik, als man sagte, dass sie der beste K\u00e4mpfer sei, den das Dorf aufzubringen hatte. Die anderen Ritter um Jeldrik hoben an, dass das nicht war sein k\u00f6nne man sich nicht betr\u00fcgen lasse, eine Frau doch nicht k\u00e4mpfen k\u00f6nne und \u00fcberhaupt. Aber Jeldrik stieg von seinem Ross und ging zu dem M\u00e4dchen, blickte sie an und sprach: \u201eEuer Dorf ist in gro\u00dfer Gefahr. Wenn aus dem S\u00fcden die Orken einfallen, dann wird sich keine Stadt und kein Dorf und keine Burg ihrer erwehren k\u00f6nnen. Die einzige M\u00f6glichkeit dieses Dorf zu besch\u00fctzen ist den Orken entgegenzureiten, sie am Eisenwall zu stellen und ihnen den weiteren Weg zu verwehren. Das werden wir machen und wir brauchen jede Hilfe, die wir bekommen k\u00f6nnen. Sollten uns nicht genug helfen, dann werden wir scheitern und ihr und wir werden sterben. Ich werde dich nicht zwingen M\u00e4dchen, wenn du nicht mitkommen willst. Deshalb frage ich dich Marthilda willst du uns begleiten, als der beste K\u00e4mpfer dieses Dorfes.\u201c Marthilda dachte an all die Menschen im Dorf. Die paar Male, da man ihr, der zerlumpten Tochter des Tagel\u00f6hners, etwas Gutes getan hatte konnte man an einer Hand abz\u00e4hlen. Ihre Mutter war tot, ihr Vater ein S\u00e4ufer, der sie gerade verkauft und dem sicheren Tode \u00fcberantwortet hatte und so sagte sie mit fester Stimme. \u201eNein mein Herr ich m\u00f6chte nicht in den Krieg ziehen, ich m\u00f6chte nicht k\u00e4mpfen und ich m\u00f6chte nicht sterben. Aber, mein Herr, ich werde mitkommen und helfen so gut ich kann, denn ich kann helfen und daher muss ich helfen die Menschen zu besch\u00fctzen.\u201c Jeldrik nickte und erwiederte: \u201eWar gesprochen und mutig, vorallem mutig. Knie nieder.\u201c und vor allen Anwesenden, vor dem ganzen Dorf und dem ganzen Heer schlug er das Lumpenm\u00e4dchen zum Ritter, den ersten weiblichen Ritter, den das Land jemals gesehen hatte und dann wandte er sich zum Dorfvorsteher und sprach: \u201eIhr ehrt uns guter Mann. In diesen Zeiten habe ich noch kein so kleines Dorf gesehen, dass einen wahren Ritter stellen konnte. Aber ich f\u00fcrchte sie tr\u00e4gt noch nicht all ihre Ausr\u00fcstung am Leibe. Ein jeder Ritter hat doch ein Pferd, das beste des Dorfes, eben habe ich doch noch diesen schwarzen Rappen gesehen. Kleider taugen auch nicht, sie braucht gute wollene Hosen, die warm sind, so wie eure. Gute Schuhe, einen dicken Wams und Mantel, Brot und Schinken und R\u00fcben und Zwiebeln, als Verpflegung und einen guten G\u00fcrtel.\u201c Dann wandte sich Jeldrik an seine Knappen, von denen er mehr als ein halbes Dutzend hatte, da jeder Adlige um die Ehre buhlte seinen Sohn in die Knappschaft bei Jeldrik zu geben. \u201eEin Ritter braucht einen Knappen. Du Arnd von Hanekamp, du wirst der Knappe von Marthilda von Rappenau sein und ihr alle kleidet sie ein. Gesteppter Wams, die Brust von diesem Junker sein Schwert ebenfalls. Hop hop Zack Zack.\u201c<\/p>\n<p>Als sie Marthilda gekleidet hatten und sie auf dem besten Pferd des Dorfes sa\u00df mit den besten Kleidungsst\u00fccken des Dorfes und fast all seinen Vorr\u00e4ten sah sie immer noch wie eine kleine Feldmaus aus, die in Sachen steckte, die ihr viel zu gro\u00df waren. Jeldrik dankte erneut dem Dorfvorsteher, der nun ohne Hosen vor der versammelten Ritterschaft stand und zog mit dem Heer weiter.<\/p>\n<p>Was aber in dem Dorf geschehen war, das sprach sich schneller herum, als das Heer reiten konnte und jeder Bursche hob an mitzukommen und auch die beiden S\u00f6hne des Dorfvorstehers Torfmann liefen den Rittern hinterher. Auch h\u00e4tte vorher nie jemand gedacht, was nun passierte, denn nicht nur die jungen Burschen schlossen sich dem Heer an, sondern auch viele M\u00e4dchen und junge Frauen. In den Burgen des Adels nahmen die T\u00f6chter die R\u00fcstungen und Waffen ihrer V\u00e4ter und Br\u00fcder, die tot im Br\u00fcderkrieg geblieben wahren und zogen auch aus und nannten sich Ritter und trugen stolz die Farben ihrer H\u00e4user und Geschlechter in die Schlacht.<\/p>\n<\/div>\n<h2 id=\"ueber_die_goettergebene_gabe_der_heilkunst_und_wie_sie_zu_den_sterblichen_kam\" class=\"sectionedit5\">\u00dcber die g\u00f6ttergebene Gabe der Heilkunst und wie sie zu den Sterblichen kam<\/h2>\n<div class=\"level2\">\n<p><em>Niedergeschrieben durch Avernius von Barebury im Jahre 259 nach Jeldrik<\/em><\/p>\n<p>Es ist den Gl\u00e4ubigen und Gelehrten seit jeher wohlbekannt, dass die alten andarranischen Geschwisterg\u00f6ttinnen Naduria und Aine, die sehr unterschiedliche Aspekte vertreten, seit \u00c4onen miteinander im Streite liegen, wie man es auch von menschlichen Schwestern kennt, die um die Gunst ihrer Anbeter buhlen, und so manches mal wirkte sich ihr Streit auch auf die Ebene der Sterblichen aus.<\/p>\n<p>Ihr m\u00fcsst wissen: Auch in alter Vorzeit waren ihre sterblichen Getreuen nicht sofort zum Tode verdammt, sobald sie von Krankheit geplagt oder am K\u00f6rper versehrt waren. Sowohl Naduria und Aine gaben ihren Dienern Mittel, um weiteres Leid und Tod fernzuhalten. Jedoch, beide G\u00f6ttinnen h\u00fcteten eifers\u00fcchtig ihre Gaben: Naduria schenkte die heilwirkenden Pflanzen sowie sonstige lebensspendende Mittel und stand f\u00fcr den nat\u00fcrlichen Kreislauf aus Leben und Tod, Krankheit und Genesung. Aine schenkte die arkanen Kr\u00e4fte und das Wissen sowie die M\u00f6glichkeit, in das Innere der Dinge zu sehen und diese zu entschl\u00fcsseln.<\/p>\n<p>Diese Gaben schenkten sie den Sterblichen vor Urzeiten. \u00dcber die Lande verteilt besa\u00dfen sie daher in Bruchst\u00fccken die Kenntnis der Heilung, doch waren sie nicht in der Lage diese aus eigener Kraft zu einer gro\u00dfen Einheit zusammen zu f\u00fcgen. Und so kam es, dass Mensch und Tier wegen kleineren Verletzungen und Krankheiten dahinschieden, die wir heute mit Leichtigkeit zu heilen in der Lage sind.<\/p>\n<p>Irgendwann, lange bevor die Vorfahren der Caldrier \u00fcber das weite Meer in unserer aller Heimat gelangt waren, wurde Lavinia es leid sehen zu m\u00fcssen, wie Liebende, deren Patronin sie ist, voneinander getrennt wurden, nur weil der eine Partner ob einer l\u00e4cherlichen Verletzung oder Krankheit dahingerafft wurde und sie entschloss sich daher, etwas zu unternehmen und zwischen Naduria und Aine zu vermitteln.<\/p>\n<p>So ging sie zu ihren Schwesterg\u00f6ttinnen und bat diese, sie m\u00f6gen doch ihren immerw\u00e4hrenden Streit f\u00fcr wenige Augenblicke vergessen und ihre Gaben all ihren Anh\u00e4ngern gemeinsam zukommen lassen, doch waren weder Naduria noch Aine bereit, mit ihrer verhassten Schwester zusammen zu arbeiten und so dem gegenl\u00e4ufigen Prinzip ihrer eigenen Macht zu helfen.<\/p>\n<p>Lavinia, die Vermittlerin, gab nicht auf. Sollten Apelle an das Mitgef\u00fchl und Vermittlungsversuche gescheitert sein, so war noch nicht jeder Weg beschritten. Also suchte Lavinia nach einer L\u00f6sung und erfand ganz im Sinne ihres dritten Aspektes eine neue Form der Kunst: Die Heilkunst. Ihre Schwestern sollten ihre Gaben zu gleichen Teilen dieser neuen Kunst zusteuern: Naduria die Quelle dieser Kunstform, n\u00e4mlich die K\u00f6rper und die Gaben der Natur. Aine die Aspekte der Wissenschaft, das geplante Vorgehen und das Verst\u00e4ndnis ob dieser Vorg\u00e4nge sowie die alchemische Verst\u00e4rkung.<\/p>\n<p>Naduria und Aine sahen, dass dies f\u00fcr sie beide gut war. Weder war die jeweils verhasste Schwester die Stifterin dieser Gaben, noch profitierte nur eine von ihnen beiden. Vielmehr sollte die Heilkunst all ihren Sterblichen Getreuen zu Nutzen gereichen.<\/p>\n<p>So kam es, dass Dank Lavinias Wirken die Heilkunst zu den Menschen kam.<\/p>\n<\/div>\n<h2 id=\"von_naduria_und_aine\" class=\"sectionedit6\">von Naduria und Aine<\/h2>\n<div class=\"level2\">\n<p>Wie sich Naduria und Aine entfremdeten<\/p>\n<p>Es war in der Zeit, vor \u00c4onen, als die G\u00f6tter noch jung waren. In jenen Tagen verbrachten die beiden Schwestern, Aine und Naduria, viel Zeit miteinander, denn sie liebten sich und die eine ersehnte die Gesellschaft der anderen. Da sie nun beide ihr Kr\u00e4fte zu erforschen begannen, machten sie sich gegenseitig oft und gern Geschenke. Immer besser und geschickter wurden sie in ihrem Tun, und wo Naduria zun\u00e4chst winzige Algen und schlie\u00dflich wundersch\u00f6ne Blumen schuf, so erbaute Aine zun\u00e4chst klare Kristalle, die sie zu immer komplexeren Formen formte.<\/p>\n<p>Und so kam es, das eines Tages, das Aine f\u00fcr Naduria einen kleinen Vogel schuf, geformt aus Kristall und Silber. Und Naduria freute ich sehr und schloss das Geschenk in ihr Herz. Aine jedoch, erfreut dar\u00fcber, das sie ihre Schwester gl\u00fccklich gemacht hatte, machte sich sogleich ans Werk und schuf einen noch sch\u00f6neren Vogel. Und sie nahm den Vogel, den sie zuerst geschenkt hatte, und zerlegte ihn wieder in seine Teile, um Naduria den neuen Vogel zu \u00fcberreichen. Naduria aber war verwirrt. \u201eSchwester\u201c, sprach sie, \u201ewarum zerst\u00f6rst du das, was du mir geschenkt hast? Es hat mir sehr gefallen.\u201c Aine sah sie verwundert an. \u201eDer neue Vogel ist viel sch\u00f6ner und besser als der alte, Schwester. Er kommt der Perfektion noch n\u00e4her, und nur das Perfekte kann f\u00fcr meine Schwester gut genug sein! Freust du dich denn nicht \u00fcber den neuen Vogel.\u201c &#8211; \u201eDoch, Schwester, ich freue mich\u2026\u201c, sprach Naduria, und wollte noch etwas erwidern, doch sie sah das L\u00e4cheln auf dem Gesicht ihrer Schwester und schwieg.<\/p>\n<p>Und so geschah es noch weiter Male. In den Bestreben, Ihrer Schwester ein immer besseres Geschenk zu machen schuf Aine Vogel um Vogel, nur um den alten zu zerst\u00f6ren. Naduria aber wurde es schwerer und schwerer ums Herz. Sie verstand nicht,warum Ihre Schwester so sinnlos Erschaffenes zerst\u00f6rte. Aine aber sah, das ihre Schwester nicht zufrieden war, und vermeinte, ihre V\u00f6gel seien noch nicht perfekt genug. Und so begannen sich die Herzen der Schwestern zueinander zu verh\u00e4rten, und eines Tages, als Aine wieder einmal ihr vorheriges Geschenk nehmen wollte, um es einzuschmelzen, erwachte ein m\u00e4chtiger Zorn im Herzen Nadurias, und sie viel Ihrer Schwester in den Arm. \u201eNein, Schwester! Nicht noch einmal wirst du mein Herz brechen indem du dein Geschenk zur\u00fccknimmst!\u201c, sagte sie.<\/p>\n<p>Aine aber schrie auf, \u00fcberrascht von der Kraft und der groben Ber\u00fchrung ihrer Schwester, und sie schreckte vor ihr zur\u00fcck. Da sprach Naduria: \u201eSiehe, ich werde daf\u00fcr sorgen, dass du mir mit deinen Geschenken kein Leid mehr antun kannst!\u201c Und sie ber\u00fchrte den Vogel, und siehe! Da wart er mit Leben gef\u00fcllt, und sein kristallenes Gefieder ward von Federn, und er erhob sich und flog davon, blau glitzernd in der Morgensonne. Aine aber sah ihre Schwester verwirrt an und versuchte, ihre Regung zu begreifen \u2013 doch es gelang ihr nicht. Und obgleich der hei\u00dfe Zorn ihrer Schwester ihr fremd war, so sp\u00fcrte sie doch eine K\u00e4lte in sich aufsteigen. \u201eNun gut!\u201c, sprach sie, sich erhebend, \u201eDa du meine Geschenke nicht willst und mich undankbar beschimpfst, so will ich dir von nun an nichts mehr schenken!\u201c Und sie drehte sich um und schritt, hoch erhobenen Hauptes, davon. Naduria aber ging gleichfalls, hei\u00df vor Zorn auf Ihre Schwester, und von dem Tag an ward sie unter den G\u00f6ttern lange nicht gesehen.<\/p>\n<p>Der Vogel jedoch, den beide gemeinsam erschufen, wird seid jener Zeit Zwietrachtvogel genannt. Und obgleich er wundersch\u00f6n gl\u00e4nzt in der Sonne, blau wie das reinste Eis, so gemahnt er doch jeden der ihn sieht an die Gefahr, sich mit dem Freunde zu zerstreiten.<\/p>\n<\/div>\n<h2 id=\"wie_der_wolf_gefesselt_ward\" class=\"sectionedit7\">Wie der Wolf gefesselt ward<\/h2>\n<div class=\"level2\">\n<p>In der Zeit, da die Welt gerade erschaffen ward, sahen die G\u00f6tter auf sie herab und erfreuten sich an ihren Anblick, und Sie betraten sie und betrachteten Ihr Werk aus der N\u00e4he. Und Naduria liebte die Welt so sehr, das Sie sich darauf niederlies. Alamar jedoch betrachtete sie lieber von oben, gleichfalls Aine, die Ihrer Schwester nicht mehr nahe sein wollte. Lavinia wanderte st\u00e4ndig umher, mal eine Blume riechend, mal alle Wesen aus der Ferne betrachtend, denn Sie wollte alles mit Ihrem Herzen begreifen. Tior aber blieb auch auf der Welt, immer nahe bei Naduria, denn Ihr wildes und doch dauerhaftes Wesen zog Ihn an, und eine feurige Liebe entflammte zwischen Ihnen.<\/p>\n<p>Doch die Freude \u00fcber die Welt w\u00e4hrte nicht lange, denn in den H\u00f6hlen, die Alamars Licht nicht beleuchtete, in den tiefsten Tiefen der W\u00e4lder Nadurias und auf dem Grunde der unendlichen Wasser war Szivar, der Unaussprechliche. Und er begann, sein Netz zu ziehen \u00fcber die Welt, und die Sch\u00f6pfung der G\u00f6tter zu ver\u00e4ndern und zu verdrehen nach seinem dunklen Geiste.<\/p>\n<p>Und Naduria bemerkte es als erste, denn oft schritt Sie durch Ihre W\u00e4lder und betrachte ihr Wachstum. Und Sie wurde gewar, das Ihre Wesen sich ver\u00e4nderten und b\u00f6sartig wurden in ihrem Herzen. Und so sprach Sie zu Tior: Siehe, etwas geschieht in meinen W\u00e4ldern, das nicht aus mir kommt, und es ist nicht rein. Lass uns gehen und es ausmerzen. Und so geschah es, und Tior und Naduria gingen gelegentlich auf Jagd nach den Gesch\u00f6pfen Szivars.<\/p>\n<p>Doch das Gez\u00fccht wucherte an vielen Stellen, und Tior erkannte, das ein Jagdzug nicht ausreichen w\u00fcrde. So traten Tior und Naduria vor die anderen G\u00f6tter und sprachen: Seht, Unreines breitet sich aus in der Welt, lasst uns gemeinsam dagegen antreten, damit die Welt rein bleibe!<\/p>\n<p>Alamar aber sprach: Umsichtig m\u00fcssen wir vorgehen, damit wir nicht ungerecht etwas Reines ausmerzen das nicht vom Schatten befallen ist. Lavinia weinte und sprach: Ist nicht in jedem ver\u00e4nderten Wesen immer noch ein Teil unserer G\u00f6ttlichkeit? Und Aine sprach, hochm\u00fctig: Nicht \u00fcberst\u00fcrzt d\u00fcrfen wir handeln, denn wir wissen nichts \u00fcber den Feind und sein Wirken. Lasst uns abwarten, bis er ins Lichte tritt, damit wir nicht in seine Falle geraten. Und Alamar pflichtete Ihr bei und versprach, Sein Licht bis in die dunkelsten Tiefen zu schicken, bevor Er seine m\u00e4chtige Hand erheben wollte.<\/p>\n<p>Da knurrte Tior und erbebte vor Zorn, denn Er hatte die Abscheulichkeiten gesehen, die Szivar aus den Gesch\u00f6pfen Seiner Geliebten geschaffen hatte. Und Er sprach: Wohl denn, wenn die hohen G\u00f6tter in Feigheit abwarten, so will ich alleine den Kampf aufnehmen, und kein Schatten wird meinen F\u00e4ngen entfliehen! Und wer nicht im Schatten wandelt wird sich vorsehen sich ihm zu nahen, auf das ihn nicht meine Klauen zerreissen! Und Naduria freute sich ob der Hilfe Ihres Gemahls.<\/p>\n<p>Und so stieg Tior hinab vom Rat der G\u00f6tter und begann Sein Werk. Wie ein Blitz aus Fell und Blut jagte Er \u00fcber die Erde, und viele Gesch\u00f6pfe Szivars fielen vor Seinen Z\u00e4hnen und Klauen. Doch Wehe! Aines Rat war weise gewesen, denn Szivar hatte mit einem Angriff Tiors gerechnet. Und in seiner List und Verschlagenheit hatte er jedem seiner Wesen einen kleinen Teil von sich selbst beigegeben. Und w\u00e4hrend Tior Wesen um Wesen verschlang drang Szivar mehr und mehr auch in Ihn ein.<\/p>\n<p>Tior jedoch war zu m\u00e4chtig, als das Szivar Ihn \u00fcberw\u00e4ltigen konnte. Doch stachelte er den Wolf weiter an, sch\u00fcrte Seine Glut und Sein Feuer und tr\u00fcbte Seinen Blick. Und immer wilder wurde der gro\u00dfe Wolf, immer gnadenloser in Seiner unendlichen Hatz gegen den Feind, der sich immer wieder neu erhob. Geifer tropfte von Seinem Kinn, und immer mehr Unbeflecktes fiel dem Grimmen zum Opfer. Und von den Himmeln oben blickte Alamar hinab und Sein Antlitz verdunkelte sich. Und Er sprach zu Naduria: Gehe hin zu deinem Geliebten und bringe ihn her, denn sein Wirken bringt Fluch \u00fcber die Welt! Wir wollen gemeinsam gegen das Dunkel vorgehen, auf das wir Ma\u00df halten.<\/p>\n<p>Und Naduria tat wie von Alamar gew\u00fcnscht, denn Sie sorgte sich um Tior, der Ihr nahe am Herzen war. Und Sie trat vor Ihn mit einem edlen Hirschen, den Sie Ihm zum Geschenk machen wollte. Doch Tior erkannte Sie nicht. Glut und Schatten brannten in Seinen Augen und Er warf sich auf Sie, sein Maul rot von Blut. Nur mit M\u00fche konnte Sie entweichen, und war auch Ihr K\u00f6rper geschunden so war es doch Ihr Herz, das am tiefsten getroffen ward.<\/p>\n<p>Als die anderen G\u00f6tter davon erfuhren, waren Sie entsetzt und erz\u00fcrnt. Und es wurde beschlossen, das der Wolf nicht l\u00e4nger auf der Erde wandeln sollte. Und Aine brachte den h\u00e4rtesten Stahl und Kristall, und Alamar schmolz ihn in seinem Lichte und schmiedete die Glieder einer Kette. Und Naduria gab ihnen Leben, auf das Sie stehts wieder nachwuchsen. Lavinia aber lockerte Sie, auf das Sie den Bruder nicht schmerzen sollten. Und so stiegen die G\u00f6tter vom Himmel herab, und gelockt durch Naduria wurde Tior gefangen. Und Aine schuf aus wei\u00dfem Stein einen Kerker und setzte ihn an den Himmel, und dort hinein wurde Tior gebracht.<\/p>\n<p>Ehe er jedoch verschlossen wurde, war Naduria allein mit Ihrem Gemahl, und Sie nahm Abschied und weinte bitterlich, und viele Fl\u00fcsse der Welt schwollen an, und viel Unreines wurde von dem Wasser fortgesp\u00fclt. Und da kam f\u00fcr kurze Zeit Klarheit in den Blick des Wolfes zur\u00fcck, und w\u00e4hrend Naduria Ihn zum Abschied umarmte weinte Er eine Tr\u00e4ne.<\/p>\n<p>Naduria aber nahm die Tr\u00e4ne, und man sagt in jenen Tagen schuf Sie aus Ihrer Beiden Tr\u00e4nen die W\u00f6lfe, als Abbild ihres Geliebten. Und immer wenn der Mond voll am Himmel steht Heulen die W\u00f6lfe den Schmerz der Geliebten in die Welt, und mahnen Sie vor dem Ende der Zeit wieder zu vereinen.<\/p>\n<p>Diese Geschichte wird von den Jeldriken selten, und von den Lupi Umbrae gar nicht erz\u00e4hlt.<\/p>\n<\/div>\n<h2 id=\"anna_und_die_puppe\" class=\"sectionedit8\">Anna und die Puppe<\/h2>\n<div class=\"level2\">\n<p>Es war einmal vor langer Zeit weit weit entfernt im Land Andarra am Hofe des K\u00f6nigs Erix. Erix hatte eine kleine Tochter von nicht mal 5 Sommern. Sie war immer traurig und wollte nie so recht spielen und hatte nie Appetit. Der K\u00f6nig machte sich Sorgen \u00fcber Sorgen. Da die K\u00f6nigin im Kindsbett gestorben war und er sich eine neue Frau genommen hatte peinigte ihn das schlechte Gewissen. Er spielte oft mit Anna seiner Tochter und langsam ging es ihr wieder besser. Aber dann brach Krieg an den Grenzen seines Reiches aus und er versammelte seine treuen Krieger um in den Kampf zu ziehen. Anna brach in Tr\u00e4nen aus als sich ihr Vater zum Aufbruch bereit machte, riss sich aus seiner Umarmung los und rannte in den Turm und versteckte sich. K\u00f6nig Erix der wusste das er nicht bleiben konnte ging zum Harlequin der verr\u00fcckt vor sich herbrabbelnd den Kriegern folgte und sprach zu ihm,: \u201eSag an Gaukler meiner Tochter geht\u2019s gar schlecht sie vermisst mich und ich kann nicht bei ihr bleiben, kannst du sie nicht aufheitern?\u201c. \u201eIhr seid der einzige Mensch der eurer Tochter Trost spenden kann Herr, \u201c antwortete der Narr \u201ehier gebt ihr diese Puppe und schneitet eine Str\u00e4hne eures Haares ab und flechtet sie der Puppe ins Haar, schneidet euch ein St\u00fcck vom Wams ab und kleidet die Puppe darin. So k\u00f6nnt ihr immer bei eurer Tochter sein und ihr Trost spenden.\u201c Mit diesen Worten zog der Narr eine einfache Puppe aus Leinen aus seinem Beutel und \u00fcberreichte sie dem K\u00f6nig als sei sie der Schatz der Welten selbst. Der K\u00f6nig eilte sofort ins Schloss zu seiner Tochter und sprach, \u201esei nicht traurig mein Kind, denn seh her diese Puppe. Sie tr\u00e4gt meine Haare und meinem Wams. Nimm sie und immer wenn ich an dich denke wirst du es wissen und sie wird dir Trost spenden wenn ich nicht da bin.\u201c So zog der K\u00f6nig in den Krieg und lie\u00df sein M\u00e4dchen in der Obhut ihrer Schwiegermutter zur\u00fcck im Schloss. Schon bald begann Anna bitterlich zu weinen doch dann schloss sie ihre Puppe in den Arm f\u00fchlte den feinen Stoff und strich ihr durch die Haare und alsdann waren alle ihre Sorgen vergessen. Von nun an streifte Anna immer allein mit ihrer Puppe durch die Burg und immer wenn sie sich einsam f\u00fchlte streichelte sie ihr \u00fcbers Kleid und strich ihr durch die Haare und dann f\u00fchlte sie wie ihr Vater an sie dachte und sie f\u00fchlte sich geborgen. Eines Abends als sie wieder durch die Burg streifte h\u00f6rte sie merkw\u00fcrdige Stimmen und Ger\u00e4usche aus dem Zimmer ihrer Schwiegermutter, neugierig blickte sie durch das Schl\u00fcsselloch und sah die Frau in wei\u00dfem Gewandt vor einer gro\u00dfen Schale mit Wasser stehen seltsame Worte sprechen und wie sie sprach wabern blaue Lichter um ihre H\u00e4nde und erhellten den Raum in unwirklichem Licht. Neugierig machte sie die T\u00fcr eine handbreit auf und schl\u00fcpfte leise hindurch und sah ihre Stiefmutter vorn \u00fcbergebeugt in die Wasserschale starren als wabernde Nebel aus dieser Aufstiegen. Wieder sprach die Hexe und der Nebel verschwand und offenbarte ein Bild von einem Kampfget\u00fcmmel, von dem Krieg der gerade im dem Augenblick an den Grenzen des Reiches tobte. Wie ein Spiegelbild im Wasser erblickte Anna ihren Vater mit den letzten seiner tapferen Recken auf dem Schlachtenh\u00fcgel stehen umringt von Feinden und dem Tode nahe, da tat ihr Herz einer Sprung und ward tief vor Sorge und wieder strich sie der Puppe \u00fcber den Wams und strich ihr durch die Haare. Und als ob ihr Vater es h\u00f6ren konnte sah sie sein Spiegelbild im Wasser in den Himmel schauen und rufen. Da fing die Stiefmutter zu kriechen an mit einer unmenschlichen Stimme die nicht von dieser Welt war schrie sie in die Wasserschale und im Spielbild sah Anna entsetzt wie ein riesige Gr\u00fcne Wolke \u00fcber dem Kopf ihres Vaters schwebte und lange schleimige Tentakel aus ihr hervorschossen und ihren sich windenden Vater in sie hineinzogen. Schreiend brach Anna auf dem Boden zusammen und da merkte die Schwiegermutter das sie nicht alleine im Zimmer war. Wutentbrannt fuhr sie herum und mit blankem Hass in den Augen sprang sie auf Anna zu, Blitze zuckten aus ihren H\u00e4nden und stie\u00dfen auf das kleine M\u00e4dchen zu. Voller Angst klammerte Anna sich noch enger um ihre Puppe streichelte ihr \u00fcbers Wams und strich ihr durch die Haare und da fingen die Augen der Puppe an zu leuchten und ein Schild aus purer Magie schloss sich um Anna und sch\u00fctzte sie vor den Blitzen ihrer Stiefmutter. Die Hexe schrie auf und wirbelte die Arme in verschlungenen Gesten vor ihrem K\u00f6rper und schrie Worte in einer Sprache die Anna noch nie zuvor geh\u00f6rt hatte und die arme Anna klammerte sich noch \u00e4ngstlicher an ihre Puppe. Und pl\u00f6tzlich fing die Puppe an zu reden, mit der sanften Stimme ihres Vaters redete sie auf sie ein, \u201ef\u00fcrchte dich nicht mein Kind ich bin hier und werde dich besch\u00fctzen.\u201c Und kaum hatte die Puppe dies gesagt schossen zwei gr\u00fcne Strahlen aus ihren Augen und warfen die anst\u00fcrmende Hexe zur\u00fcck auf den Boden, wo sie bewusstlos liegen blieb. Froh gerettet worden zu sein lief das Kind aus dem Zimmer und zum Hauptmann der Wache um ihm zu erz\u00e4hlen was passiert war und das ihre Schwiegermutter eine Hexe war und das sie ihren Vater get\u00f6tet hatte, aber der wollte ihr nicht glauben und schreiend und weinend lief sie in den Wald hinaus und versteckte sich dort. Sie sa\u00df weinend unter einem Stein und hielt ihre Puppe fest im Arm, als Schritte auf der Stra\u00dfe zu h\u00f6ren waren. Sie hatte Angst klammerte sich an ihre Puppe und streichelte ihr \u00fcbers Wams und strich ihr durch die Haare und dann pl\u00f6tzlich blickte der Fremde um den Stein und genau ins Gesicht der kleinen Anna. Es war der Gaukler der alte Narr des K\u00f6nigs der da des Weges kam. \u201eHallo mein kleines Kind was bist du so traurig, hat dich meine Puppe nicht aufgemuntert?\u201c fragte der Narr und da fing Anna an zu weinen und berichtete ihm die ganze Geschichte von Anfang an. Und der alte Herlequin glaubte dem jungen M\u00e4dchen und sprach, \u201ewenn nun wirklich der Geist deines Vaters in der Puppe ist dann sollten wir ins Schloss zur\u00fcck gehen, er wird uns vor der Hexe besch\u00fctzen und wir k\u00f6nnen dem Hauptmann erz\u00e4hlen was passiert ist.\u201c Gesagt getan und bei D\u00e4mmerung brach das ungleiche Paar auf zur Burg und schon in der Eingangshalle wurden sie von dem Hauspersonal best\u00fcrzt empfangen das sich so Sorgen um die kleine Tochter des K\u00f6nigs gemacht hatte. Gerade begann Anna die Geschichte zu erz\u00e4hlen als die b\u00f6se Stiefmutter die Treppe herunterkam, kaum hatte sie die Puppe gesehen fing sie an zu zetern und zu schreien und ein magisches Licht umspielte ihre H\u00e4nde wie Blitze in einem Sturm. Alle Bediensteten liefen wie von Panik erfasst davon nicht einer konnte den Blick dieser Frau ertragen nur der Narr und Anna waren dagegen gefeit und blieben wie angewurzelt stehen. Die Hexe breitete ihre H\u00e4nde aus und Blitze stie\u00dfen aus ihnen hervor, doch just in dem Moment schleuderte der Narr eine seiner Wurfkeulen und traf die Schwiegermutter und die Blitze gingen ins Lehre. Der Moment nutze die Puppe sprang aus den Armen der kleinen Anna und flog wie geworfen auf die am Boden liegende Hexe zu und als die Puppe auf ihr landete fing die Hexe an zu kreischen und sich in Todespein zu winden und blieb Tod am Boden liegen. Anna rannte zu ihr und nahm ihre Puppe wieder an sich und streichelte ihr \u00fcber den Wams und strich ihr durch die Haare. Als die b\u00f6se Frau Tod war kamen die Bediensteten wieder heraus und nun glaubten sie Anna und k\u00fcmmerten sich nun r\u00fchrend um sie und den altern Narren. Tage sp\u00e4ter kam ein Bote mit Nachricht vom Krieg, Annas Vater war gefallen im Krieg, doch hatten seine K\u00e4mpfer noch den Sieg zu Gunsten der Menschen wenden k\u00f6nnen so das das K\u00f6nigreich sicher war. Nun da Anna K\u00f6nigin war machte sie den alten Harlequin zu ihrem engsten Vertrauten und regierte weise \u00fcber das Land und immer wenn sie sich einsam f\u00fchlte streichelte sie ihrer Puppe \u00fcber den Wams und strich ihr durch die Haar und f\u00fchlte das ihr Vater ganz nah bei ihr war.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte des Adran von der Aue \u201eJahrzehnte und Jahrhunderte vor unserer Zeit herrschte Krieg. Die Mannen eines hohen Herrn k\u00e4mpften unerbittlich und tapfer gegen die Krieger eines anderen. Die Streiter prallten aufeinander, wieder und wieder wogten die Reihen aufeinander zu, und sie waren zahlreich und stark und unbeugsam wie das Meer. 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