{"id":431,"date":"2018-03-08T19:25:36","date_gmt":"2018-03-08T19:25:36","guid":{"rendered":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=431"},"modified":"2018-06-07T18:01:06","modified_gmt":"2018-06-07T18:01:06","slug":"krieg-in-andarra","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=431","title":{"rendered":"Krieg in Andarra"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Belagerung Caer Conways<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a name=\"_Toc507790261\"><\/a><strong>Die F\u00fchrung in Caer Conway<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Tannjew von Norngard, Lordprotektor und Wojwode von Andarra<\/strong><\/li>\n<li><strong>Robert McManahugh, rechte Hand des Wojwoden und Feldmarschall der Truppen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Jelena Jakovljeva, K\u00e4mmerin des Lordprotektors<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Weitere Mitglieder des Rates:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Drei Kommandanten der Reichsgarde: Stephanus, Jereos und Darian (Andarra, Caldrien und Silvanaja?)<\/strong><\/li>\n<li><strong>Die Andarranischen Ris (Ri = Stammesf\u00fcrst):<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Delwyn, Ri der Torana<\/strong><\/li>\n<li><strong>Fryderyk, Ri der Kogar<\/strong><\/li>\n<li><strong>Korryan, Ri der Skaldir<\/strong><\/li>\n<li><strong>Zolthan, Ri der Majaren<\/strong><\/li>\n<li><strong>Gawain, Ri der Bergonen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Tempor\u00e4r: Sir Gregory of Dragon\u2019s Deep aus Lodrien<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h1><a name=\"_Toc507790263\"><\/a><strong>Ereignisse im Laufe der B\u00fcrgerkrieges in Andarra<\/strong><\/h1>\n<p><strong>Die folgenden Texte sind aus dem Forum zusammen kopiert und in eine chronologische Reihenfolge gebracht worden. Teilweise habe ich irrelevante Passagen gestrichen oder erl\u00e4uterende Erg\u00e4nzungen vorgenommen. Es besteht keine Garantie auf Vollst\u00e4ndigkeit, da die Postings teilweise mit in-time Datum versehen, aber \u00fcber die verschiedensten Threads verteilt waren. <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tangara Postille \u2013 Extrablatt vom 5. Tag des 6. Mondes 256 n.J.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>Tannjew von Wiesenquell ein Vaterm\u00f6rder!<\/em><\/p>\n<p><em>Tannjew von Wiesenquell wird des Mordes aus niederen Beweggr\u00fcnden an seinem Vater Bergolf von Norngard beschuldigt. Zeuge der abscheulichen Mordtat ist kein geringerer als der erst k\u00fcrzlich wieder erschienene Baron Barad Konar von Salmar (die Postille berichtete).<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eWir sa\u00dfen gemeinsan in gedr\u00fcckter Stimmung an der herrschaftlichen Tafel meines Vasallen Bergolf und gedachten zu speisen, als dieser dreckige Bastard mit wutverzerrtem Gesicht aufsprang und seinem eigenen Vater die Fleischgabel durch den Sch\u00e4del rammte! Ehe ich aufstehen und meine Waffe ziehen konnte war er schon aus der Halle geeilt und nutzte die allgemeine Verwirrung zur Flucht. Bergolf war nicht mehr zu helfen. Mit seinen letzten Worten forderte er Rache in Tiors Namen. Ich dr\u00fcckte ihm noch eine Goldm\u00fcnze f\u00fcr den F\u00e4hrmann in die Hand, bevor er starb. Nun ist er an Tiors Ketten und wird helfen den Wolf zu entfesseln.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Wie Barad Konar noch weiter berichtete ging dieser Bluttat ein heftiger Streit zwischen Vater und Sohn voraus, der Tannjew sehr erz\u00fcrnt h\u00e4tte. Demnach habe Bergolf seinem einzigen noch verbliebenen Sohn (die Postille berichtete \u00fcber den Tod von Alaron von Norngard) deutlich gemacht, da\u00df er seine Besitzt\u00fcmer und L\u00e4ndereien niemals einem Diener eines anderen Gottes als Tior vererben w\u00fcrde. Es sei eine Schande, da\u00df Tannjew dem Gott Alamar den Vorzug gebe, denn damit w\u00fcrde er die Tradition der Familie, die seit der Besiedelung Caldriens Tior treu ergeben sei, mit F\u00fc\u00dfen treten. Tannjew soll dagegen gehalten haben, da\u00df nicht die Menschen den G\u00f6ttern dienen sollten, sondern es an den einzelnen Menschen sei, sich zu G\u00f6ttern zu erheben, und forderte im gleichen Atemzuge seinen Vater auf, ihm auf der Stelle Titel, Lehen und Besitz zu \u00fcbertragen, der sich aber standhaft weigerte und damit drohte, seinen Sohn mit Ablauf eines Mondes zu enterben, sofern er seinen G\u00f6tterfrevel nicht mit einer tiorsgef\u00e4lligen Tat s\u00fchne und sich zu Tior bekehren lie\u00dfe.<\/em><\/p>\n<p><em>Barad Konar l\u00e4\u00dft verlautbaren, da\u00df er Tannjew von Wiesenquell all seiner Rechte und seines Ritterstandes beraubt und nun mehrere Einheiten des Lupus Umbra dessen F\u00e4hrte aufgenommen h\u00e4tten, die wiederum zum Einsatz aller Mittel f\u00fcr ihren Auftrag berechtigt worden seien. F\u00fcr Tannjews Ergreifung und Auslieferung ist eine Belohnung in H\u00f6he von 3 Goldst\u00fccken ausgesetzt.<\/em><\/p>\n<p><em>Der aktuelle Aufenthaltsort des Gesuchten ist unbekannt. Es ist jedoch wahrscheinlich, da\u00df er sich nach Caer Conway in Andarra durchschl\u00e4gt, dort soll er unter anderem auch in der Reichsgarde und im st\u00e4dtischen Rat zahlreiche Handlanger und Unterst\u00fctzer besitzen.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf eine Stellungnahme des Ordens des heiligen Jeldrik zu Ahrnburg, in dem der Beschuldigte Mitglied im Rang eines Ritters war, warteten wir bis zum Druck dieses Extrablattes vergeblich. Andere Stimmen des caldrischen Adels \u00e4u\u00dferten sich entsetzt \u00fcber dieses Verbrechen, niemand h\u00e4tte dem sonst so ruhigen und besonnenen Mann, der bis vor kurzem das Amt des engonischen Botschafters f\u00fcr das F\u00fcrstentum Lodrien bekleidete, eine solche Abscheulichkeit zugetraut.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie werden den weiteren Verlauf der Geschehnisse verfolgen und in der kommenden regul\u00e4ren Ausgabe der Tangara Postille \u00fcber den neuesten Stand in der Aufkl\u00e4rung dieses Verbrechens berichten.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tannjew fl\u00fcchtete zuerst nach Caer Conway, wo er sich mit der Reichsgarde austauschte. Hier fand er Schreiben seines alten Freundes Richard Brin von Fingara vor. \u00dcber Silvanaja reiste er nach Taga und Tangara, wo er sich mit Richard Brin traf. Anschlie\u00dfend ging er ins Exil nach Lodrien, wo er am Hofe des F\u00fcrsten von Dragon\u2019s Deep, Sir Gregory, unterkam.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tangara Postille &#8211; Sommerausgabe 256 n.J.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>M\u00f6rder weiterhin auf der Flucht!<\/em><\/p>\n<p><em>Der ehemalige Adlige und nun f\u00fcr vogelfrei erkl\u00e4rte Tannjew aus Norngard konnte immer noch nicht gefasst werden. Zahlreiche Einheiten des Lupus Umbra sind auf der Suche nach dem gejagten Vaterm\u00f6rder. Neue Zeugen f\u00fcr die Tat (die Postille berichtete in einem Extrablatt) konnten nicht ermittelt werden. &#8222;Vermutlich wird ihm durch zwielichtige Elemente innerhalb des caldrischen Adelsstandes Schutz vor der Strafverfolgung gew\u00e4hrt. Diesen Menschen sollte klar sein, da\u00df wir auch im Sinne Alamars handeln, wenn wir diesen Tannjew zur Strecke bringen!&#8220;, so ein Offizier des Lupus Umbra.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Tangara Postille &#8211; Winterausgabe 256 n.J.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>Kaiserliches Edikt<\/em><\/p>\n<p><em>Seine Kaiserliche Majest\u00e4t Barad Konar, Auserw\u00e4hlter Sohn Tiors und Imperator Caldriens, erl\u00e4sst das folgende Edikt an den Adel und an das Volk:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em> Das neue Staatswappen ist Schwarz- Blau geviertelt, die Herzfarbe ist Blau. Darauf der Wolfskopf zu Ehren Tiors.<\/em><\/li>\n<li><em> Der Lupus Umbra nimmt ab sofort die Stellung der Kaiserlichen Reichsgarde zum Schutze der inneren Sicherheit und der Grenzen ein. Allen Angeh\u00f6rigen der bisherigen Reichsgarde steht es offen, dem Orden des Lupus Umbra beizutreten oder die Waffen niederzulegen und in Ehren in ein b\u00fcrgerliches Leben zur\u00fcckzukehren.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>III. Dem alten Wappen Kaiser Jeldriks ist die Ehre und W\u00fcrde zuteil werden zu lassen, die ihm geb\u00fchrt. Nichtsdestotrotz ist mit sofortiger G\u00fcltigkeit das Tragen der alten Reichsfarben in Verbindung mit dem Pegasus in der \u00d6ffentlichkeit unter Strafe gestellt.<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em> Alle Adligen der Provinzen Caldrien und Andarra sowie alle W\u00fcrdentr\u00e4ger der Provinzen Tangara und Silvanaja haben bis zum Ablauf des ersten Quartales des Jahres 1 nach Barad Konar seiner Kaiserlichen Majest\u00e4t ausnahmslos die Treue zu schw\u00f6ren.<\/em><\/li>\n<li><em> Das Jahr 257 n.J. wird mit dem Jahr 1 n.BK. gleichgesetzt. Die neue Datierung ist f\u00fcr das gesamte Kaiserreich verbindlich.<\/em><\/li>\n<li><em> Der Glauben an den Gott Sziv\u00e1r ist verboten. Wer sich \u00f6ffentlich zum Glauben an den Gott Sziv\u00e1r bekennt wird mit der Reichsacht belegt.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>B\u00fcrgermeister von Caer Conway besorgt<\/em><\/p>\n<p><em>Nicht nur die tangaranischen H\u00e4ndler sind ob der neuen politischen Lage besorgt, auch die gerade erbl\u00fchenden H\u00e4ndlerdynastien Andarras erkennen den wirtschaftssch\u00e4digenden Einfluss des Lodrienkonfliktes, haben sie doch am st\u00e4rksten von den neuen Handelspartnern im Osten profitiert. Ein weiterer Handel mit Lodrien w\u00e4re nicht nur ein Versto\u00df gegen engonisches Recht sondern birgt auch das Risiko eines Einbruchs der Nachfrage engonischer Waren auf lodrischen M\u00e4rkten, gesetz dem Fall, der lodrische Kronrat verh\u00e4ngt nicht auch ein Embargo auf unsere Waren. So k\u00f6nnte es sein, dass die neue Handelsstra\u00dfe wieder in die Bedeutungslosigkeit versinkt, mit verheerenden Folgen f\u00fcr die andarranischen H\u00e4ndler, die voll auf die M\u00e4rkte im Osten ausgerichtet waren.<\/em><\/p>\n<p><em>Den B\u00fcrgermeister von Caer Conway, der zeitgleich auch eine Art K\u00f6nig des Stammes der Bergonen ist, plagt aber auch eine weitere Sorge: Sein Sohn Gwythinn wurde als Ersatz f\u00fcr den gesuchten Tannjew als Botschafter des Engonischen Kaiserreiches im F\u00fcrstentum Lodrien eingesetzt. Welchen Anfeindungen muss ein engonischer Botschafter ausgesetzt sein, wenn in Lodrien sogar von G\u00f6ttern erw\u00e4hlte Kaiser auf sch\u00e4ndlichste geschm\u00e4ht werden?<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Oberkommandant der Provinz Andarra verschwunden!<\/em><\/p>\n<p><em>Offensichtlich befand sich der Oberkommandierende Renwyk zu Beginn des zw\u00f6lften Mondes in Geleitung von vier Reichsgardisten auf dem Weg nach Tangara. An der s\u00fcdcaldrischen Grenze verliert sich seine Spur an einer Br\u00fccke den Fluss Memoria \u00fcberquerend im F\u00fcrstentum Middenfelz. \u00dcber seinen Verbleib und sein Fernbleiben der vergangenen Senatssitzung gibt es w\u00fcsteste Spekulationen. Auch \u00fcber den Verbleib der vier Reichsgardisten, die ihn begleitet haben, gibt es keine Auskunft. Ob dem tapferen Oberkommandierenden der andarranischen Reichsgarde und seinen Kameraden ein Naturungl\u00fcck, ein \u00dcberfall oder ein anderer Grund zum Verh\u00e4ngniss wurde bleibt bis auf weiteres ungekl\u00e4rt. Umgehend wurden Reichsgardisten mit der Untersuchung des Vorfalls beauftragt und Soldaten des F\u00fcrsten von Middenfelz suchen die Flu\u00dfufer nach Hinweisen ab.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"18\">\n<li><strong> Tag des 5. Mondes 257 n.J.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Tannjew f\u00fchrt den Widerstand in Caer Conway und erf\u00e4hrt, dass die Valkensteiner Einheiten \u201eden Kampfstoff\u201c (die Pocken) in den Japals\u00fcmpfen freigesetzt haben. Dies geschah auf Vorschlag der Valkensteiner und mit Tannjews Wissen und z\u00f6gerlichem Einverst\u00e4ndnis.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Tangara Postille \u2013 Sommerausgabe 257 n.J.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kaiserliches Edikt \u201eob der Ungeh\u00f6rigkeit des Widerstandes\u201c verk\u00fcndet<\/strong><\/p>\n<p>Nach langen Tagen des Wartens hat sich das Kaiserhaus nun in einer \u00f6ffentlichen Bekanntmachung zu den untragbaren Zust\u00e4nden im Reiche ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>In dieser Verlautbarung, gegeben durch seine Majest\u00e4t Kaiser Barad Konar, Imperator zu Caldrien, vertreten und gefertigt durch sein h\u00f6chsteigenes Scriptorium, l\u00e4sst der Kaiser verk\u00fcnden, dass der Widerstand gegen ihn und seinen rechtm\u00e4\u00dfigen Anspruch auf den Kaiserthron als nichts anderes denn als Hochverrat gegen\u00fcber dem Reiche zu werten ist! Jeder B\u00fcrger, der den Widerstand unterst\u00fctzt, macht sich des Vergehens des Hochverrats schuldig, ein Vergehen, das umgehend mit dem Tode durch den Strang geahndet wird! Allen voran nennt der Kaiser die Namen Loenna von Donnerheim, Richard Brin von Fingara, Tannjew von Wiesenquell und Ralf von Kr\u00e4henbroich, die als K\u00f6pfe des Widerstands umgehend zu inhaftieren und nach Engonia zu deportieren sind! Vielmehr l\u00e4sst er verk\u00fcnden, dass diesen jegliche Titel, L\u00e4ndereien und Kommandanturen mit sofortiger Wirkung entzogen sind! Sowie, dass jeder, der einer oder beiden Personen Zuflucht gew\u00e4hrt, ebenfalls als Hochverr\u00e4ter abzuurteilen ist!<\/p>\n<p>Diese Reaktion des Kaiserhauses war lange \u00fcberf\u00e4llig und so verwundert es nicht, wenn zu diesem Zeitpunkt bereits die kaiserlichen Meldereiter in alle Himmelsrichtungen ausschw\u00e4rmen, um der Reichsgarde, wie auch dem Volke selbst, die Neuigkeiten zu verk\u00fcnden.<\/p>\n<p>Wie unsere Informanten berichten sollen au\u00dferdem weitere Truppenaushebungen in Salmar, Finsterfelz, Brega und Hanekamp durchgef\u00fchrt werden. Dies deutet auf eine gro\u00dfe Offensive der Kaiserlichen hin, die wohl noch vor dem Einbruch des Winters die Situation im Lande wieder unter Kontrolle bringen wollen!<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Krieg in Andarra<\/strong><\/p>\n<p>Zuverl\u00e4ssige Quellen berichten, dass Truppen des Lupus Umbra seit einigen Wochen schon den Vorsto\u00df nach Andarra versuchen. Sie sto\u00dfen dabei in den S\u00fcmpfen \u00f6stlich von Salmar auf erheblichen Widerstand. Andarranischen Stammeskrieger gelang es bis zur Drucklegung dieser Ausgabe, die salmarschen Ritter an einer Durchquerung der S\u00fcmpfe zu hindern. Deren Ziel ist es vermutlich, den Widerstand der andarranischen V\u00f6lker, die Barad Konar nicht als Kaiser anerkennen wollen und offen rebellieren, zu brechen und somit die Provinz wieder zur Ordnung zu rufen. Angef\u00fchrt werden die Andarraner vom Jeldriken Tannjew, der von Barad Konar des Vatermordes bezichtigt wird und deswegen vom Kaiser f\u00fcr vogelfrei erkl\u00e4rt worden ist. Unterst\u00fctzung erh\u00e4lt Tannjew von ausl\u00e4ndischen S\u00f6ldnern. Die Rede ist von hunderten schwer bewaffneten Partisanen und Freisch\u00e4rlern aus aller Herren L\u00e4nder, mit deren Hilfe Tannjew mutma\u00dflich Norngard, das Lehen seiner Ahnungen, erobern m\u00f6chte. Mittlerweile hat der Orden des Lupus Umbra auf Befehl des Kaiser eine massive Offensive in die Japals\u00fcmpfe begonnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Seuche in Falkenr\u00fccken ausgebrochen<\/strong><\/p>\n<p>Im Handelsposten Falkenr\u00fccken ist kurz vor Ende des f\u00fcnften Mondlaufs eine Seuche ausgebrochen. Diesem Ausbruch sind Teile der Dorfbev\u00f6lkerung zum Opfer gefallen. Andere \u00fcberlebten, weil sie die Flucht vor der Krankheit ergriffen haben, bei der es sich den Beschreibungen der Fl\u00fcchtlinge nach um die Pocken handeln k\u00f6nnte. Das dort stationierte Banner von Rittern des Lupus Umbra, das Falkenr\u00fccken als Nachschubposten f\u00fcr den Feldzug ihres Kaisers gegen die aufst\u00e4ndischen Andarraner besetzt hatte, hat fast die H\u00e4lfte seiner M\u00e4nner an die Krankheit verloren, vermutlich deshalb, weil sie den strikten Befehl haben, den Ort um jeden Preis zu halten.<\/p>\n<p>Falkenr\u00fccken, das s\u00fcdlich des Ottersees im H\u00fcgelmeer liegt, d\u00fcrfte jenen H\u00e4ndlern bekannt sein, die Waren mit Lodrien handelten und daf\u00fcr die Route \u00fcber Andarra gew\u00e4hlt hatten. Aufgrund des Handelsembargos gegen lodrische Waren hat Falkenr\u00fccken stark an Bedeutung verloren, bis es erst k\u00fcrzlich von der Reichsgarde besetzt worden war.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"27\">\n<li><strong> Tag des 7. Mondes 257 n.J.<\/strong>Nachdem die direkten Kriegshandlungen zwischen Rittern des Lupus Umbra und Rebellen aus Andarra innerhalb der Japals\u00fcmpfe gr\u00f6\u00dftenteils zum Erliegen gekommen sind, scheinen die Truppen des Kaisers weitere Unterst\u00fctzung zu erhalten.Wie wir aus gut unterrichteter Quelle erfuhren, wurden mehrere Einheiten schwarz-blau gewandeter Soldaten in Middenheim gesichtet, die von dort aus mit Flussbarken bis zum S\u00fcdostufer des Memoria Sees eingeschifft wurden. Dort angelandet, marschierten die Truppen z\u00fcgig weiter Richtung Norden. Die wahrscheinlichste Schlussfolgerung w\u00e4re, dass sie sich mit der von Westen vorsto\u00dfenden Armee vereinigen Wollen, um den Widerstand auf einen Schlag zu zerfetzen! Komme es wie es wolle, doch sollte Andarra nicht bald der Winter ereilen, steht es schlecht um den Verr\u00e4ter Tannjew und seine Mannen!<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Tag des 8. Mondes 257 n.J. <\/strong>Wie bereits berichtet, befindet sich der Lupus Umbra erneut in Marsch. Ger\u00fcchte besagen, dass die Truppen des Kaisers in jedem Dorf, an dem sie vor\u00fcberkommen standrechtliche Exekutionen an Partisanen und Widerstandsk\u00e4mpfern vornehmen! Niemand scheint sich der gerechten Faust der kaiserlichen Macht widersetzen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nMittlerweile sollten die Entsatzkr\u00e4fte des Lupus Umbra das Dorf Falkenr\u00fccken erreicht haben, wo sich vor nicht allzu langer Zeit eine schreckliche Katastrophe in Form einer Pockenepidemie ereignet hat, der ein Gro\u00dfteil der Bewohner, samt der \u00f6rtlichen Garnison kaiserlichen Truppen zum Opfer fielen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"13\">\n<li><strong> Tag des 8. Mondes 257 n.J.<\/strong>Nachdem die Entsatztruppen seiner Majest\u00e4t des Kaisers, die befestigte Garnison in der N\u00e4he des Dorfes Falkenr\u00fccken nach einigen kleineren Scharm\u00fctzeln besetzt haben, ereignete sich dort eine erneute Katastrophe!<br \/>\nKurz nach Einbruch der Dunkelheit bemerkten in der Gegend ans\u00e4ssige Bauern mehrere gro\u00dfe gr\u00fcne Flammens\u00e4ulen, die sich in der Ferne empor schraubten. Au\u00dferdem best\u00e4tigten Zeugen, dass ein Grollen wie bei einem Gewitter in der Luft lag, obwohl der Himmel wolkenlos gewesen war. Als Tags darauf mehrere Bauern den Ort der Flammen aufsuchten, standen sie vor den Tr\u00fcmmern von dem, was einstmals Falkenr\u00fccken gewesen war, wovon nun jedoch nur noch glimmende \u00dcberreste und merkw\u00fcrdig geschmolzener Stein zeugten. Besonders die befestigte Garnison war ein einziges Tr\u00fcmmerfeld! Was auch immer sich hier ereignet hatte, kann nicht nat\u00fcrlichen Ursprungs sein! Gl\u00fccklicherweise mussten unsere verehrten kaiserlichen Truppen nur geringe Verluste hinnehmen, da lediglich ein Bruchteil der Entsatzkr\u00e4fte in Falkenr\u00fccken verblieben war, w\u00e4hrend der Rest weiter in Richtung Westen marschiert ist.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"22\">\n<li><strong> Tag des 8. Mondes 257 n.J.<\/strong>Mika Silberpfeil trifft in Caer Conway ein. Sie ist nach der Zerst\u00f6rung des Tempels der Roten Hirsche aus Norngard geflohen und durch die Land geirrt, bis sie sich Robert McManahugh anschloss, der auf dem R\u00fcckweg nach Caer Conway war Dort wollte sie den Nedra-Tempel in Caer Conway besetzen und sich auf Rache sinnend dem Widerstand anschlie\u00dfen. Aus den Ruinen des Tempels der Roten Hirsche gelang es ihr den Z\u00f6gling der gro\u00dfen Esche zu retten, eine Reliquie Nedras, sowie ein Fl\u00e4schchen mit 10 Tropfen von Nedras Blut.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong> Tag des 10. Mondes 257 n.J.<\/strong>Robert McManahugh unterrichtet die lodrischen Verb\u00fcndeten von einem von valkensteiner Strategen ersonnenen Plan mit der Bezeichnung \u201eOperation Steinschlag\u201c, um die Fl\u00fcchtlingskrise in Caer Conway zu bew\u00e4ltigen. In den Ausl\u00e4ufern des Turalgebirges befindet sich eine uralte verlassene und l\u00e4ngst vergessene Festung namens Karakash die gro\u00df genug sei, die Alten, Frauen und Kinder zu beherbergen und die mit wenigen Soldaten gehalten werden k\u00f6nnte, sollte es zu einer Belagerung kommen. Es sollte aber lange Zeit nur bei einem Plan bleiben, da die Strecke zu weit und gef\u00e4hrlich schien und auf niemanden verzichtet werden konnte, um die Fl\u00fcchtlinge und Schwachen dorthin zu geleiten \u2013 also aus den gleichen Gr\u00fcnden, weshalb eine \u00dcberf\u00fchrung der Fl\u00fcchtlinge und Schwachen durch die gro\u00dfe Ein\u00f6de nach Lodrien nicht gangbar war.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong> Tag des 10. Mondes 257 n.J.<\/strong>Reichsgardisten in ihren strahlenden blau-gelben Waffenr\u00f6cken wanderten durch die Stra\u00dfen Caer Conway und verk\u00fcndeten mit kr\u00e4ftiger Stimme, dass ab sofort das Kriegsrecht f\u00fcr Caer Conway gelte.<br \/>\nDie Aufgaben des Stadtrates w\u00fcrden bis auf weiteres vom Stab der Reichsgarde unter F\u00fchrung des Tannjew von Norngard \u00fcbernommen werden. Das Tragen von Waffen sei allen, die keine Genehmigung durch die Reichsgarde erhalten h\u00e4tten, bei Strafe verboten. Ab der zehnten Stunde nach Mittag gelte eine Ausgangssperre bis zum Morgengrauen.<br \/>\nIn der Taverne zum Silbernen B\u00e4ren wurde auch der Wirt darauf angewiesen, dies seinen G\u00e4sten mitzuteilen, wohlweislich, dass Aush\u00e4nge keinen Sinn machen w\u00fcrden, da nur die allerwenigsten Andarraner des Lesens m\u00e4chtig waren.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"8\">\n<li><strong> Tag des 10. Mondes 257 n.J.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Tannjews Truppenz\u00e4hlung ergibt folgendes Bild:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong> zwei Dutzend Valkensteiner Sturmgrenadiere im Feld f\u00fcr Kommandoaktionen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Zwei F\u00e4hnlein, d.h. 28 lodrische Dragoons im Feld f\u00fcr Kommandoaktionen<\/strong><\/li>\n<li><strong> 350 treue Reichsgardisten (nach Machtergreifung Barad Konars zogen sich viele der \u00fcberlebenden Reichsgardisten nach Caer Conway zur\u00fcck, um hier den Widerstand zu unterst\u00fctzen) in Caer Conway als schwere Infantrie zur Verteidigung der Stadt und Aufrechterhaltung der Ordnung innerhalb der Stadt (Lage ist angespannt wegen der Fl\u00fcchtlingsmassen)<\/strong><\/li>\n<li><strong> [<em>nicht definierte Anzahl<\/em>] andarranischer Stammeskrieger, teils Alte und Heranwachsende: <\/strong>&#8222;Ich brauche weiterhin die Dragoons zur Ausbildung der Andarraner. Die Skaldir sind furchtlose K\u00e4mpfer, jedoch ohne Disziplin. Die Majaren mit ihren flinken Ponies eignen sich als herausragende Kundschafter, jedoch, sie wissen nicht die St\u00e4rke eines Feindes einzusch\u00e4tzen. Alle anderen, die Bergonen, Torana und Kogar, sie k\u00f6nnen mit Speer und Bogen umgehen, doch\u00a0 nur als Jagdwaffen, nicht um Menschen damit zu t\u00f6ten.&#8220;<\/li>\n<li><strong>Unterwegs aus Lodrien: zwei lodrische Banner (144 Mann) <\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"12\">\n<li><strong> Tag des 10. Mondes 257 n.J.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Jelena und Mika kehren von einer Mission zur\u00fcck, die sie zum Ort Tiefensee gef\u00fchrt hat. Dort fanden sie im Grab des Ritters Walter von Sangenwalde nicht dessen sterbliche \u00dcberreste, sondern Maranwe, das Familienschwert der Norngarder, sowie die Best\u00e4tigung, dass Mika die Tochter von Walter von Sangenwalde sowie Tannjews Mutter ist.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"14\">\n<li><strong> Tag des 10. Mondes 257 n.J.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Aus Richtung S\u00fcden n\u00e4hert sich eine gr\u00f6\u00dfere Karawane der Stadt.<br \/>\nMan kann aber rasch erkennen &#8211; das sind keine Feinde!<\/p>\n<p>Schon bald erkennt man die Farben und die Banner Lodriens.<br \/>\nVorneweg eine gro\u00dfe Gruppe Reiter unter dem Banner mit den gekreuzten Schwertern mit den Sternen des F\u00fcrstentumes.<br \/>\nDahinter gro\u00dfe Gruppen Infanterie, sie flankieren einen langen Wagenzug aus Wagen voller Nahrung, Zelten, Decken&#8230;.<br \/>\nR\u00fcstungen glitzern in der Sonne, Waffen klirren an der Seite, gut gedrillte H\u00e4nde tragen Piken und Schwert.<br \/>\nDie rot-goldenen R\u00f6cke der Soldaten strahlen in der Herbstsonne, die Banner flattern im Wind.<br \/>\nAm Ende des Zuges und an den Flanken weitere Reiterei, zusammen mit der Infanterie sicher fast 300 Kopf Soldaten und Reiterei.<br \/>\nAls die Lodrier die Stadt erreichen teilt sich der Zug. Die Wagen und einige der Soldaten ziehen in Richtung der Magazine der Stadt, der Gro\u00dfteil der Truppen zieht in die Quartiere, die Gruppe Reiter aber h\u00e4lt auf die Kommandantur zu.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"14\">\n<li><strong> Tag des 10. Mondes 257 n.J.<\/strong>Tannjew sa\u00df im Zimmer Renwyks, des alten Oberkommandanten der andarranischen Reichsgarde und gr\u00fcbelte. Der gestrige Abend hatte gezeigt, dass viele seine Entscheidung f\u00fcr die Tat eines Wahnsinnigen hielten, der das eine \u00dcbel gegen das andere getauscht hatte. Er wusste es jedoch besser. Wie konnte sich ein Sterblicher gegen das Schicksal auflehnen? Die Karten der Zigeunerin hatten es ihm vor drei Mondl\u00e4ufen gesagt: Such dir Verb\u00fcndete, sicher dir die Gunst deiner G\u00f6ttin, stell dich deinem Bruder entgegen! Das hatte er getan. Er betrachtete noch einmal den Brief, den er dem Gro\u00dfherzog von Valkenstein geschrieben hatte.<em>Hochverehrter Gro\u00dfherzog von Valkenstein,<\/em><em><br \/>\nEuer Majest\u00e4t,<\/em>ich sende Euch dieses Schreiben in dunklen Zeiten. Wie Euer Majest\u00e4t bereits wei\u00df, hat der Usurpator Barad Konar den Thron unseres geliebten Kaiserreichs Engonien, Eurer s\u00fcdlichen Nachbarn, auf infame Weise an sich gerissen! Doch nicht nur diese Tat scheint ihn in seiner Machtgier befriedigt zu haben, hat er doch auch verlangt, dass Ihr, Euer Majest\u00e4t, Euch ihm unterwerfen sollet! Eine Beleidigung Eurer Stellung und Eures stolzen Reiches, wie sie in der Geschichte Engoniens noch nicht vorgekommen sein mag! \u2013<\/p>\n<p>Daher, und mit dem einzigen Zweck, das Kaiserreich wieder in dem Glanze erstrahlen zu lassen, den es einst besa\u00df, m\u00f6chte ich Seine Majest\u00e4t ersuchen, in Treue und Verbundenheit zu einer gemeinsamen Sache, meine folgende Bitte zu bedenken:<\/p>\n<p>Ich, Tannjew von Norngard zu Wiesenquell, verf\u00fcge hiermit die Losl\u00f6sung der Provinz Andarra aus dem Reichsverbund des Engonischen Kaiserreichs, bis die legitime Autorit\u00e4t des einzig wahren Kaisers Jeldrik und des Engonischen Senats wiederhergestellt sind!<br \/>\nFerner, soll die Provinz Andarra solange als n\u00f6tig souver\u00e4n verbleiben, wie der Krieg in den Grenzen Engoniens andauert, auf dass das ohnehin schon zu viel Blut und Leben gegebene Volk wieder den Frieden findet, den es so schmerzlich zu missen hat!<br \/>\nAus diesem und keinem anderen Grunde, \u00fcbernehme ich, Tannjew von Norngard zu Wiesenquell die schwere B\u00fcrde, Tr\u00e4ger dieser G\u00f6ttergegebenen Verantwortung zu sein, mein Volk vor allem Unbill zu sch\u00fctzen und Recht und Gesetz in den Grenzen Andarras wiederherzustellen!<\/p>\n<p>Doch wie Euer Majest\u00e4t gewiss selbst erkennen, wird die Restitution von Recht und Gesetz im Lande Andarras, wie auch in den Grenzen des Kaiserreich Engoniens, eine schwierige Aufgabe werden, denn ein Feind steht uns entgegen, dessen pl\u00fcndernde und brandschatzende Armeen nicht ohne weiteres zur\u00fcckweichen werden.<\/p>\n<p>Daher ersuche ich, Tannjew von Norngard zu Wiesenquell, Kraft der mir durch die G\u00f6tter und meinen Eid gegen\u00fcber dem einzig wahren Kaiser Jeldrik gegebenen Autorit\u00e4t Euer Majest\u00e4t um umgehende Intervention in den Krieg um Andarra!<\/p>\n<p>Ferner bitte ich um die Gunst, die Provinz Andarra fortan, bis zum Ende des Krieges, unter die Protektion des ehrw\u00fcrdigen Gro\u00dfherzogtums Valkenstein zu stellen, auf da\u00df wir gemeinsam gegen den Feind stehen m\u00f6gen, der unser aller Leben und das unserer Frauen und Kindern bedroht.<\/p>\n<p>In Erwartung Eurer Majest\u00e4ts baldigen Antwort verbleibe ich in stetiger Hoffnung,<\/p>\n<p>Herr Tannjew von Norngard zu Wiesenquell<\/p>\n<p>Valkensteins Antwort lie\u00df nicht lange auf sich warten, und nun hielt er sie in den H\u00e4nden. Tannjew r\u00fcckte den Kerzenst\u00e4nder n\u00e4her, um den Brief des Gro\u00dfherzogs besser lesen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>Gesch\u00e4tzter Sir Tannjew,<\/em><\/p>\n<p>Herr von Norngard zu Wiesenquell und Ritter seiner Majest\u00e4t Kaiser Jeldriks,<\/p>\n<p>mit Bedauern haben Wir euer Sendschreiben studieren m\u00fcssen. Lange haben Wir Uns mit Unseren Beratern zur\u00fcckgezogen, um in dieser entscheidenden Phase des sch\u00e4ndlichen Krieges, der das Land Unserer Vorfahren heimsucht, zu entscheiden.<br \/>\nWisset, da\u00df Unsere Entscheidung schweren Herzens getroffen wurde, denn genau wie ihr, haben auch Wir uns um ein Volk zu sorgen, wenngleich es dem Unsrigen an Kampfeswillen kaum fehlen mag, so sagt denn eine alte Weisheit hier droben im Norden, da\u00df ein jedes Kind eine Waffe f\u00fchren k\u00f6nnen muss, noch ehe es Lesen und Schreiben lernen mag.<br \/>\nDoch genug davon! So h\u00f6ret nun, Sir Tannjew, Unsere Gro\u00dfherzogliche Entscheidung:<\/p>\n<p>Im Namen Tormentors und der G\u00f6tter des Nordens! Kraft der Uns, Gro\u00dfherzog Theodor II. von Valkenstein, durch Unsere Ahnen gegebenen Vollmachten und in \u00dcbereinstimmung mit den heiligen Gesetzen des Codex Iuris, sei hiermit verk\u00fcndet, da\u00df die Provinz Andarra, samt und sonders, von diesem Tage an, dem 01. Tag des 10. Mondes 257. n.J., unter den hoheitlichen Schutz des Gro\u00dfherzogtums Valkenstein gestellt wird!<br \/>\nJeder Angriff auf das Gebiet, welches vormals als Provinz Andarra bekannt war und das von diesem Tage an die Bezeichnung Protektorat Andarra tragen solle, wird als ein Angriff auf die Souver\u00e4nit\u00e4t des Gro\u00dfherzogtums h\u00f6chstselbst gewertet und mit allen seiner Majest\u00e4t zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln aufs Sch\u00e4rfste vergolten werden!<br \/>\nDie Truppen des Ordens des Lupus Umbra, ebenso die rekrutierten Gardeeinheiten, welche weiterhin w\u00fcnschen Barad Konar die Treue zu halten, sind hiermit angehalten die Grenzen des Protektorats Andarra binnen einer Woche zu verlassen! Einen Zuwiderhandlung gegen diesen ausdr\u00fccklichen Befehl Unserer Majest\u00e4t, wird als kriegerischer Akt angesehen und entsprechend gew\u00fcrdigt werden!<br \/>\nZudem setzen Wir, Theodor II. von Valkenstein, Kraft Unserer Majest\u00e4ts Vollmachten, den ehrenwerten Ritter Jeldriks, Sir Tannjew von Norngard zu Wiesenquell, mit sofortiger Wirkung als Unseren Vertreter in den Grenzen des Protektorats Andarra ein! Fortan soll dieser, gem\u00e4\u00df den Gesetzen Unserer verehrten Vorfahren, den Titel des Wojwoden tragen, des Lordprotektors von Andarra, mit allen Rechte und Pflichten, die dieses ehrenvolle Amt mit sich bringt!<br \/>\nWisset, da\u00df Tannjew von Norngard zu Wiesenquell, somit ab sofort und bis dieser Krieg vor\u00fcber sein mag oder Wir ihn aus Unseren Diensten entlassen, Unser wachendes Auge, Unsere gerechte Faust und ebenso Unsere Stimme im Lande Andarras sein m\u00f6ge!<\/p>\n<p>Viele m\u00f6gen sich fragen, was Uns dazu bewogen haben mag, diesen schweren und steinigen Pfad zu begehen?! Doch steht f\u00fcr Uns im Vordergrund, da\u00df Wir es als Unsere Pflicht ansehen, Unseren Br\u00fcdern und Schwestern, jenseits der s\u00fcdlichen Grenze Valkensteins zu Hilfe zu eilen, ob der alten B\u00fcndnisse und Eide, die Uns dazu verpflichten!<br \/>\nAuch k\u00f6nnen Wir es nicht zulassen, da\u00df die Barbarei eines unrechtm\u00e4\u00dfigen Kaisers und seiner mordgierigen R\u00e4uberbande, die er eine Armee zu nennen wagt, ungestraft bleibt!<br \/>\nViel zu lange schon wird das leidende Volk in den M\u00fchlen des Krieges zerrieben!<br \/>\nViel zu lange schon vergeht das Land im Feuer des Kampfes!<br \/>\nViel zu lange schon haben Wir geschwiegen und zugeschaut!<br \/>\nEs herrscht Krieg! Und Valkenstein hat seine Seite gew\u00e4hlt!<\/p>\n<p>In Erwartung eurer Antwort verbleiben Wir in Freundschaft,<\/p>\n<p>Theodor II.<br \/>\nGro\u00dfherzog von Valkenstein,<br \/>\nStadthalter von Wei\u00dfenthurm<br \/>\nund hoher Protektor der Reichsgarde<\/p>\n<p>Der erste Schritt war getan. Nicht nur das. In diesem Augenblick waren auch Soldaten aus Lodrien auf dem Weg, um seinen Kampf gegen Alaron und den Lupus Umbra zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nTannjew legte den Brief weg und griff nach dem Amulett um seinem Hals. Nun war klar, weshalb Mika das gleiche Amulett besa\u00df. Ihr unerwartetes Erscheinen, die verbl\u00fcffende Enth\u00fcllung, das waren Zeichen des Schicksals, Zeichen der G\u00f6tter, Zeichen, die sich verdichteten, denn weitere Novizinnen Nedras folgten ihr. Die Karten hatten davon gesprochen, dass er sich g\u00f6ttlicher Hilfe versichern sollte. Es stand nun au\u00dfer Frage, dass damit Nedra gemeint war.<br \/>\nEr stand auf und ging zum schmalen Fenster, dass eher eine Schie\u00dfscharte glich. Hinter den Mauern der Stadt brannten abertausende Lagerfeuer, von den Fl\u00fcchtlingen entz\u00fcndet, um die K\u00e4lte zu vertreiben und ein karges Mahl zu erw\u00e4rmen. Die Alten, Schwachen, Frauen und Kinder w\u00fcrden zu den Turalbergen gebracht. Die kampff\u00e4higen M\u00e4nner w\u00fcrden bleiben m\u00fcssen. Und starben. Das hatten die Karten der Zigeunerin am gestrigen Abend gezeigt. Das war der Preis der Freiheit.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"24\">\n<li><strong> Tag des 10. Mondes 257 n.J.<\/strong>W\u00e4hrend eines ausgelassenen Abends im Dorfkrug entkommt Tannjew nur dank dem schnellen und beherzten eingreifen der anwesenden Heiler einem Mordanschlag mit einem vergiftete Dolch. Es stellte sich sp\u00e4ter heraus, dass das Gift eine Variante der Pocken war, die von den Valkensteinern und mit Billigung Tannjews in den Japals\u00fcmpfen ausgebracht wurde, um die Lupus Umbra aufzuhalten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Seit diesem Mordanschlag leidet Tannjew unregelm\u00e4\u00dfig unter heftigen und gef\u00e4hrlichen Fiebersch\u00fcben, die nur mit einer von Jelena hergestellten \u00fcbelschmeckenden Medizin in Schach gehalten werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong> Tag des 11. Mondes 257 n.J.<\/strong><br \/>\nVictor von Greifstedt, Inquisitor seiner Eminenz des erhabenen Iudex Superior zu Valkenstein, trifft auf direktem Befehl seiner Eminenz und in \u00dcbereinkunft mit den Weisungen seiner Majest\u00e4t Theodor II. von Valkenstein in Caer Conway ein, um die Gesetze des Gro\u00dfherzogtums innerhalb der Grenzen des Protektorats durchzusetzen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"15\">\n<li><strong> Tag des 11. Mondes 257 n.J.<\/strong><br \/>\nTannjew bittet seine Freunde um ihre Meinung und verliest den Brief, den Mika und Jelena im vermeintlichen Grab des Rittervaters Walter von Sangenwalde gefunden und bei ihrer Ankunft vor wenigen Tagen mitgebracht hatten.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>&#8222;Fremder, der du diese Zeilen liest: <\/em><\/p>\n<p>Bist du ein guter Mensch, so verbringe diesen Brief zu einem Priester des glei\u00dfenden Alamar, denn Unrecht wird mir wiederfahren sein! Bist du jedoch ein Scherge Savart Wolfsheims, so soll dich mein Fluch treffen!<\/p>\n<p>Ich, Walter von Sangenwalde, Ritter des Barons Ethelgart von Sangenwalde, klage Savart Wolfsheim der Paktiererei mit finsteren M\u00e4chten an!<br \/>\nDieser Bastard, verdammt soll er sein, hat sich mit Schlangenzungen das Vertrauen des Barons von Salmar erschlichen. Seine unheiligen Diener waren es, die mir meinen Knappen nahmen! Nur m\u00fchsam entkam ich ihren Nachstellungen, doch Gram packt mich, denn ich konnte ihn nicht retten. Schlimmer noch: Ich kann meine Anschuldigungen nicht beweisen. Daher werden es Beweise sein, die ich suchen muss, um diesen Ketzer anzuklagen. Derweil, sollte mir etwas zusto\u00dfen schreibe ich vorsorglich dieses Manifest \u00fcber die Dinge, derer ich Savart anklage.<br \/>\nDenn Savart Wolfsheim, kein Diener Tiors, f\u00fcr den er sich ausgibt, betreibt im Geheimen finstere Forschungen. Seine schmeichelnden Worte waren es, die den jungen Baron Barad Konar dazu trieben einen Kriegerorden zu Ehren Tiors zu gr\u00fcnden. Seine spinnengleichen Finger waren es, die jene seltsamen S\u00e4ulen innig ber\u00fchrten, um deren Geheimnisse zu ergr\u00fcnden. Seine H\u00e4scher sind es, die au\u00dferhalb der Blicke seines Herrn unschuldige Kinder in seine Katakomben tief unter Burg Salmar schaffen, aus denen sie nicht mehr wiederkehren. Doch wisset, er ist nicht allein. Der Diener des Widersachers sind viele. Von mindestens einem in Condra wei\u00df ich, der Savart regelm\u00e4\u00dfig Nachrichten schickt. Ein weiterer ist, so steht es zu vermuten, doch fehlt der Beweis, der Kommandant Richard der tangaranischen Reichsgarde. Viele weitere soll es in Uld geben, aber auch in den gro\u00dfen St\u00e4dten Caldriens. Jedoch, die Spinne in der Mitte des Netzes, zu der alle F\u00e4den f\u00fchren, scheint Savart Wolfsheim zu sein.<br \/>\nSo werde ich erneut nach Salmar reisen m\u00fcssen, im Geheimen und alles zur\u00fccklassend, was mir lieb und teuer ist oder mich verraten k\u00f6nnte. Vielleicht wird es mir gelingen dieses sch\u00e4ndliche Treiben aufzuhalten und meinen Knappen zu retten. M\u00f6ge dieser Versuch mich von meinen S\u00fcnden reinwaschen. So bitte ich Dich, Jeldrik, sch\u00fctze mich!<\/p>\n<p>Walter von Sangenwalde&#8220;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dieses Schreiben n\u00e4hrt trotz seines Alters die Zweifel an Richard Brin von Fingara, dessen z\u00f6gerliches Verhalten den Verdacht n\u00e4hrt, dass er pers\u00f6nliche Ziele vor denen des Widerstandes stellt. Niemand vermag einzusch\u00e4tzen, ob Richard Brin besondere Pl\u00e4ne hat, um dem Lupus Umbra entgegen zu treten, oder ob er z\u00f6gert, weil seine Mutter in Gefangenschaft Barad Konars ist, oder ob er tats\u00e4chlich als Diener Sziv\u00e1rs bewusst z\u00f6gerlich handelt, um den Krieg zu verschlimmern.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"18\">\n<li><strong> Tag des 10. Mondes 257 n.J.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stadt ist total \u00fcberf\u00fcllt. Hunderte von Menschen quetschen sich durch die Gassen, die eindeutig nicht f\u00fcr so viele gebaut wurden.<br \/>\nVielleicht 1000 Menschen hatte hier gelebt, als die Stadt vor einigen Jahren nach der Entdeckung der Handelsroute nach Lodrien zur Drehscheibe des Handels nach Osten geworden war. Jetzt waren es 5, wenn nicht 10 mal so viele. Sie alle flohen vor den Truppen des Lupus Umbra, soweit sie konnten und Caer Conway war eben die letzte Stadt vor der Ein\u00f6de. Von hier ging es nicht weiter.<br \/>\nBis jetzt war der Herbst noch ganz sonnig gewesen und die Menschen litten nicht allzu sehr, aber die kalten N\u00e4chte gaben schon mal einen Eindruck, was ihnen in K\u00fcrze bevorstehen w\u00fcrde.<br \/>\nTags\u00fcber versuchten sie so gut es ging Holz zu schlagen und sich kleine H\u00fctten vor den Toren der Stadt zu bauen, denn innerhalb der Mauern war schon lange kein Platz mehr. Die Reichsgardisten verteilten Essen an die Bed\u00fcrftigsten, aber viel war es nicht. Trotzdem traute sich niemand betteln zu gehen, denn das Kriegsrecht war ausgerufen worden und die Reichsgarde griff hart durch.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Tag des 11. Mondes 257 n.J.<\/strong><br \/>\nHilfslieferungen aus Lodrien treffen ein. Dies umfasst insbesondere Lebensmittel, um die steigende Anzahl an Fl\u00fcchtlingen zu versorgen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong> Tag des 11. Mondes 257 n.J.<\/strong><br \/>\nDie Askarier, die Tannjew und seiner Sache die Treue geschworen haben, werden mit dem Segen Tannjews nach Tangara entlassen. Dort sollen sie einerseits den Widerstand von Tangara aus unterst\u00fctzen und andererseits den dortigen Anf\u00fchrer des Widerstandes, Richard Brin von Fingara, \u00fcberwachen. Seit einiger Zeit h\u00e4ngen Ger\u00fcchte im Raum, dass Richard Brin ein Sziv\u00e1r Paktierer sein k\u00f6nnten \u2013 unter anderem aufgrund eines Briefes, der im Grab von Walter von Sangenwalde gefunden worden war, in dem dieser seinen einstigen Knappen eindringlich vor einem Richard im Dienste Sziv\u00e1rs warnte. F\u00fcr die Askarier bietet die Verlegung den Vorteil, dass sie dort den Ausbau des Tempels im Totenpass \u00fcberwachen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"14\">\n<li><strong> Tag des 11. Mondes 257 n.J.<\/strong><br \/>\n\u00dcber die lodrische Versorgungslinie treffen jetzt sogar Hilfslieferungen aus dem fernen anderen L\u00e4ndern ein, in denen Tannjew Freunde hat: Gute Wolle vom Clan der McSlaughter, herausragende B\u00f6gen aus Aranien, Pfeile aus Argeste. Um die lodrischen Helfer zu besch\u00e4ftigen wird zwischen Tannjew und Sir Gregory vereinbart, dass diese bei der Befestigung der Stadt helfen sollen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"25\">\n<li><strong> Tag des 11. Mondes 257 n.J.<\/strong><br \/>\nTannjew erh\u00e4lt eine Botschaft aus Donnerheim. K\u00f6nigin Loenna von Caldrien fordert Tannjew auf im B\u00fc\u00dfergewand zum k\u00f6niglichen Palaste zu reisen und sich dort vor dem versammelten Hofe f\u00fcr sein eigenm\u00e4chtiges Handeln (Aufbau des Widerstandes in Andarra, Einbeziehung der Valkensteiner, Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung Andarras und Erhebung zum Lordprotektor Andarras) zu entschuldigen. Im Gegenzug verspricht sie ihm die Absolution und das Lehen Norngard.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"27\">\n<li><strong> Tag des 11. Mondes 257 n.J.<\/strong><br \/>\nTannjew bittet Jelena darum, die Schatzmeisterin\/ K\u00e4mmerin des Protektorats Andarra zu werden. Inoffiziell wird sie zudem dazu erm\u00e4chtigt eine Art Geheimdienst aufzubauen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Sie r\u00e4t Tannjew zudem dazu, die Vertr\u00e4ge mit dem Gro\u00dfherzog von Valkenstein, die valkensteiner Unterst\u00fctzungstruppen betreffend, im Detail auszuformulieren, da sie bef\u00fcrchtet, dass die Valkensteiner sonst auch nach Kriegsende in Andarra verbleiben werden. Zudem empfiehlt sie ihm dringend die Einladung der K\u00f6nigin anzunehmen, nach Donnerheim zu reisen und seinen Lehnseid ihr gegen\u00fcber zu erneuern.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"29\">\n<li><strong> Tag des 11. Mondes 257 n.J.<\/strong><br \/>\nSeit Ende des 11ten Mondes sieht man auf und an den Mauern lodrische Pioniere die mit Hilfe lodrischer Soldaten dabei sind, die Befestigungen von Caer Conway zu inspizieren und herzurichten.<br \/>\nSie folgen den Anweisungen von Gawain und arbeiten, da\u00df mu\u00df dieser feststellen, flei\u00dfig und gr\u00fcndlich.<br \/>\nNach der &#8222;Anweisung&#8220; durch Tannjew die Mauern und Wehranlagen herzurichten haben sich die Lodrier rasch ans Werk gemacht, freudig, endlich etwas tun zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"13\">\n<li><strong> Tag des 12. Mondes 257 n.J.<\/strong>Am heutigen Tage, dem 13. des 12. Mondes 257 n.J., geschehen gro\u00dfe Dinge in den Landen Andarras. Nachdem die Berichte \u00fcber Lupus Verb\u00e4nde best\u00e4tigt wurden, die dabei sind wider Erwarten die Beransader im Norden zu \u00fcberqueren, hat seine Ehrw\u00fcrdigkeit, Tannjew von Wiesenquell, Wojwode Andarras, die Mobilmachung angeordnet. Heute, kurz vor Sonnenaufgang \u00f6ffneten sich die Tore der Stadt und entlie\u00dfen unter Jubel und Segensw\u00fcnschen der verbliebenen Bev\u00f6lkerung, ein gro\u00dfes Heer des Widerstands und seiner Verb\u00fcndeten, das schon bald den Lupus stellen und zu einem letzten Gefecht zwingen wird. An der Spitze des Heeres, unter den Bannern Valkensteins, Engoniens, Lodriens, Andarras, Norngards und vieler weiterer, reitet Tannjew mit seinem Stab und seinen Freunden voran, gen Norden, um seinem Land, seiner Heimat, endlich den Frieden zur\u00fcckzugeben!<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"14\">\n<li><strong> Tag des 12. Mondes 257 n.J.<\/strong>Nach harten K\u00e4mpfen mit den vor Ort operierenden Kundschaftern des Widerstands, hat ein Gro\u00dfteil der Lupus Umbra Armee gegen Abend des 14. Tages des 12. Mondes 1 n.K. die Beransader \u00fcberquert und beginnt noch in diesen Stunden damit die errichteten Br\u00fcckenk\u00f6pfe zu befestigen. Die sporadischen Angriffe der verbliebenen Attent\u00e4ter des Widerstands, bestehend aus schlecht ausger\u00fcsteten Wilden, werden, so ein Vertreter der Generalit\u00e4t, binnen der kommenden Nacht versiegt sein! Nunmehr steht kein Hindernis mehr zwischen der gerechten Faust des Kaisers und der Verr\u00e4terstadt Caer Conway!<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"15\">\n<li><strong> Tag des 12. Mondes 257 n.J.<\/strong>Ein halbes Dutzend Botenreiter unter der Parlament\u00e4rsflagge in Blau-Schwarz erreichten die neuen Mauern der Stadt Caer Conway. Als deutlich gemacht wurde, dass man nicht auf sie schie\u00dfen w\u00fcrde, n\u00e4herte sich einer der ihren der Mauer bis auf Rufreichweite und verlas wiederholt ein Dekret, jeweils einmal vor dem West- und dem Osttor:&#8220;Im Namen seiner Majest\u00e4t des Kaisers von Engonien und Imperator Caldriens sei hiermit kundgetan! Caer Conway, die Stadt, eine welche durch finstere Machenschaften ihrer vermeintlichen Herren, unverschuldet dem Verbrecher und Hochverr\u00e4ter Tannjew von Wiesenquell anheim gefallen ist, m\u00f6ge sich erheben und das Joch ihrer fremden Unterdr\u00fccker abwerfen! Binnen weniger Tage schon, wird das ehrenwerte Heer seiner Majest\u00e4t die Stadt erreichen und im Namen der G\u00f6tter und allem was Recht und Ordnung hei\u00dft, befreien! Der Bev\u00f6lkerung jedoch, sofern sie gewillt ist, sich seiner Majest\u00e4t zu beugen, die Verr\u00e4ter auszuliefern und die Tore zu \u00f6ffnen, soll verschont werden! Vielmehr noch! Sie soll belohnt werden, f\u00fcr ihren Mut, ihre Ehrenhaftigkeit und ihre Treue zu der einzigen souver\u00e4nen, gottgegebenen Macht, die das Recht besitzt \u00fcber sie zu herrschen! Sollte sich das Volk dennoch in all seiner Verblendung dazu entscheiden, weiterhin das verbrecherische Treiben der angeblichen Widerst\u00e4ndler zu unterst\u00fctzen, so wisset, dass von der Stadt, ihrer Bev\u00f6lkerung und dem nahen Umlande nichts \u00fcbrigbleiben wird, au\u00dfer verbrannter Erde!&#8220;Gegeben und verk\u00fcndet im Namen seiner Majest\u00e4t Barad Konars an diesem Tage, dem 1. des 12. Mondes 1. n.K.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"22\">\n<li><strong> Tag des 12. Mondes 257 n.J.<\/strong>Ein entscheidender Tag f\u00fcr die Zukunft Andarras ist angebrochen, denn seit Sonnenaufgang tobt die Schlacht zwischen der kaiserlichen Armee und dem Haufen Widerst\u00e4ndler aus Caer Conway.<br \/>\nEs ist davon auszugehen, dass die Schlacht nur von kurzer Dauer sein wird, mit einem glorreichen Sieg f\u00fcr die Truppen des Kaisers!<br \/>\nObwohl fremdl\u00e4ndische Einheiten der Rebellen pr\u00e4zische Schl\u00e4ge gegen die Versorgungslinie des Lupus Umbra ausgef\u00fchrt haben lie\u00df sich die Armee des Kaisers nicht davon stoppen. Ohne Unterlass wurden dessen Truppen \u00fcber die Beransader \u00fcbergesetzt, und das, wenn man den Ger\u00fcchten Glauben schenken darf, schon seit mehreren Tagen. Wie das m\u00f6glich ist bleibt wohl ein Geheimnis, ist die Beransader um diese Jahreszeit doch ein rei\u00dfender Fluss von mehreren Hundert Schritt Breite. Es ist jedoch bekannt, dass der Wolfslord sich die Unterst\u00fctzung der \u00c4ltesten vom Volksstamm der Ipek gesichert hat. Ob allein durch den bedrohlichen Anblick der gigantischen Streitmacht des Lupus Umbra oder mit Hilfe anderer Mittel wird wohl ein Geheimnis bleiben.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"23\">\n<li><strong> Tag des 12. Mondes 257 n.J.<\/strong>Es ist eingetreten, was der Wolfslord des Ostens (Alaron von Norngard) prophezeit hatte: Das Ende des j\u00e4mmerlichen Widerstandes der Andarraner ist auf dem Schlachtfelde besiegelt worden! Genau in diesem Augenblicke treibt die Armee des Kaisers die zusammengew\u00fcrfelten Rebelleneinheiten Tannjews und seiner Verb\u00fcndeten vor sich her. Der Wendepunkt trat knapp eine Stunde vor Sonnenuntergang des vergangenen Tages ein. Der zusammengew\u00fcrftelte Haufen aus andarranischen Barbaren und fremdl\u00e4ndischen Besatzungstruppen, gef\u00fchrt von M\u00f6rdern und Verbrechern, hatte seit dem Morgengrauen hartn\u00e4ckig Widerstand geleistet, erkauft mit einem Blutzoll, der seinesgleichen sucht.<br \/>\nSchlussendlich entschied der Wolfslord, dass die Zeit f\u00fcr das Ende des Widerstandes gekommen war und er schickte die Ordensritter des Lupus Umbra ins Feld. Chaos brach in den Reihen der Rebellen aus, als diese versuchten in einem geordnetem R\u00fcckzug die Flucht zu ergreifen, was nur wenigen gelang.<br \/>\nDie verbliebenen Rebelleneinheiten mitsamt ihrer F\u00fchrung werden in diesem Augenblicke von der nachsetzenden kaiserlichen Armee gen Norden getrieben. So m\u00f6ge dieser Sieg ein abschreckendes Beispiel daf\u00fcr sein, welches Ende einen jeden Rebellen erwartet!<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"24\">\n<li><strong> Tag des 12. Mondes 257 n.J.<\/strong>Unglaubliche Kunde h\u00f6rt man aus dem Norden Andarras: Die fliehenden Rebellen haben sich bei der Bucht von Timara dem Feind zu einem letzten Gefecht gestellt und einen grandiosen Sieg davongetragen!Die gesamte vergangene Nacht und den halben heutigen Tag war die verbliebene Rebellenarmee vor den nachsetzenden kaiserlichen Truppen gen Norden geflohen &#8211; in diese Richtung getrieben, nahm man an. Doch wie es scheint steckte ein Plan dahinter, denn hier an der K\u00fcste der Bucht von Timara vereinten sich die verbliebenen Kr\u00e4fte von Tannjews Streitmacht mit fremdl\u00e4ndischen Truppen, die noch gerade zur rechten Zeit hier anlandeten, und bereiteten dem Lupus Umbra einen geb\u00fchrenden Empfang. Nun waren es die Truppen des Kaisers, die bis zur ihrem Br\u00fcckenkopf zur\u00fcck getrieben wurden, wo ihre Verteidigungslinien unter dem Druck der vereinten Banner des Widerstandes zusammenbrachen. Nur wenigen Teilen der kaiserlichen Armee gelang die Flucht in die Sicherheit jenseits der Beransader, wohin die Rebellen sie nicht mehr verfolgen konnte, da das Eis des zugefrorenen Flusses hinter den fliehenden Lupus Umbra pl\u00f6tzlich taute und aufbrach.Ein Tag der Freude und des Sieges, der den Widerstand in Andarra bis zum kommenden Fr\u00fchjahr rettet. Doch lasst uns lesen, was Robert McManahugh, die rechte Hand des Wojwoden und Rebellenf\u00fchrers Tannjew von Norngard, in seinem Tagebuch \u00fcber diese Schlacht schreibt:<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Letzter Eintrag im Kapitel Andarra:<\/p>\n<p>&#8222;Wie werden uns die zuk\u00fcnftigen Generationen dieses Landes wohl sehen? Was werden sie von uns denken? Von all denen, die in diesem Krieg gek\u00e4mpft, geblutet und gestritten haben? &#8211;<\/p>\n<p>Die Chronisten sagen, der Sieger w\u00fcrde die Geschichte schreiben, so dass wir wohl darauf hoffen k\u00f6nnen nicht allzu schlecht bei den Geschehnissen wegzukommen.<br \/>\nWir alle, die wir in diesen Krieg verwickelt sind, haben gro\u00dfe Schuld auf uns geladen. Wir haben gute Freunde und Kameraden verloren. Wir haben Dinge getan, die wir nicht h\u00e4tten tun sollen, doch am Ende haben die G\u00f6tter uns offensichtlich von der Schuld freigesprochen, die auf uns liegt, denn an diesem einen schicksalhaften Tag im Jahre 257 n.J. schenkten sie uns den Sieg! &#8211;<\/p>\n<p>Alles begann damit, dass der Lupus wider erwartend eine gro\u00dfe Streitmacht \u00fcber die Beransader gesetzt hatte, die unsere unvorbereiteten Vorposten binnen weniger Stunden hinwegfegten. Aus strategischer Sicht ein wirklich genialer Zug, das muss selbst ich ihnen zugestehen. Wir h\u00e4tten mit vielem gerechnet, doch dass sie uns \u00fcber den Fluss hinweg angreifen w\u00fcrden, h\u00e4tten wir nicht gedacht. Hierzu ben\u00f6tigten sie Hilfe! Hilfe von denen, die in diesem Gebiet leben und die es schon bald bereuen werden, sich f\u00fcr die falsche Seite entschieden zu haben!<\/p>\n<p>Unsere Kundschafter berichteten uns, dass der Lupus allein zwei Tage besch\u00e4ftigt war, lediglich seine Infanterie \u00fcber den vereisten Fluss zu schaffen! Wir m\u00fcssen daher annehmen, dass die feindliche Armee, der wir uns stellen m\u00fcssen, um einiges gr\u00f6\u00dfer ist, als wir annahmen. Sofort erteilte ich in \u00dcbereinkunft mit Tannjew unserer Vorhut den Befehl die Nachschublinien des Feindes zu attackieren. Unser Ziel war es, ihn dazu zu bewegen, sich festzusetzen, bis er sicher sein konnte, gen\u00fcgend Mann und Material auf der Ostseite der Beransader stehen zu haben, um einen Marsch nach Caer Conway wagen zu k\u00f6nnen. Dies gelang uns jedoch erst nach Tagen. Schlie\u00dflich legten wir den Tross der feindlichen Armee soweit lahm, dass sie gezwungen war, ein befestigtes Lager zu errichten und sich einzugraben. Dies bot uns die Zeit, ein Heer aufzustellen, das wir ihnen entgegen werfen konnten.<\/p>\n<p>So kam es dann am 22. Tag des 12. Mondes 257 n.J. zur Schlacht nahe der Beranheide. Der Lupus hatte mittlerweile den Vorteil eines befestigten Br\u00fcckenkopfes, doch die Stammeskrieger Andarras schm\u00e4lerten diesen Vorteil dank ihrer Ortskenntnisse betr\u00e4chtlich. Trotzdem ersch\u00fctterte unsere Soldaten der Anblick der feindlichen Stellungen in hohem Ma\u00dfe! Selbst Tannjew und mir lief ein Schauer \u00fcber den R\u00fccken, als wir sahen, welche Macht der Lupus hier aufgeboten hatte! Reihe um Reihe schwer ger\u00fcsteter Infanterie, die Flanken gesch\u00fctzt durch eine beachtliche Zahl Kavalleristen. Das eigentliche Problem jedoch, war der Br\u00fcckenkopf selbst, dessen h\u00f6lzerne Wehrg\u00e4nge von Bogensch\u00fctzen und Ballisten wimmelten, und in dessen Mitte sich die Silhouetten gro\u00dfer Belagerungsmaschinen vor dem D\u00e4mmerungsschweren Himmel abzeichneten.<br \/>\nWie sollten wir gegen eine solche Macht bestehen? Tannjew, die anderen Kommandeure und ich \u00fcberlegten fieberhaft, welche M\u00f6glichkeiten uns offen standen. Doch schlie\u00dflich mussten wir zu dem Schluss kommen, dass diese Schlacht nur mit Hilfe der G\u00f6tter gewonnen werden w\u00fcrde. Eine Tatsache, die nicht unbedingt dadurch besser wurde, dass der Schutzpatron des Feindes der Engonische Kriegsgott war!<\/p>\n<p>Der Kriegsrat wogte hin und her. Tannjew dr\u00e4ngte darauf nach Caer Conway zur\u00fcckzumarschieren, unsere Truppen dort aufzustocken, zu sammeln und uns auf eine Belagerung vorzubereiten. Harte Worte fielen, nicht zuletzt von mir, und schlie\u00dflich konnte ich Tannjew davon \u00fcberzeugen, dass ein Kampf, hier und jetzt, unsere einzige Option darstellte, diesen Krieg vor Einbruch des Winters zu beenden. Daraufhin unterband Tannjew alle weiteren Debatten und schwor uns mit grimmigem, doch von Erkenntnis gepr\u00e4gtem Blick, darauf ein, auf diesem Feld entweder zu siegen oder zu sterben. Ein Schwur, den wir alle nur zu gerne leisteten! Auch die M\u00e4nner unter unserem Kommando schlossen sich dem Schwur an und w\u00e4hrend Tannjew und ich die Reihen unserer Soldaten abschritten, sahen wir nichts als Entschlossenheit in ihren Gesichtern. Mit Stolz kann ich behaupten, niemals tapfere und bessere M\u00e4nner in die Schlacht gef\u00fchrt zu haben. Trotz der Aussicht des sicheren Todes gab es kein Verzagen, kein Wehklagen oder Feigheit! Nur der sichtliche Drang dem Feind entgegenzust\u00fcrmen und ihn kalten, blanken Stahl schmecken zu lassen! Kein dreckiges Salmar Blech, sondern guten, ehrlichen Andarranischen Stahl!<\/p>\n<p>Da waren die Lodrier in ihren gelb-roten Uniformen und polierten Panzern! Neben ihnen Reihe um Reihe Andarranischer Stammeskrieger in den traditionellen R\u00fcstungen ihrer Heimat. Und meine eigenen Landsleute. Drei volle Regimenter Valkensteiner Reichsgarde, die im Zentrum der Armee daf\u00fcr Sorge tragen w\u00fcrde, dass kein Lupus Umbra unsere Formationen aufbricht. Besonders stolz machte mich der entschlossene Ausdruck in den Gesichtern des Jugendcorps, dessen M\u00e4nner und Frauen heute endlich die Gelegenheit bekommen w\u00fcrden, sich im Feuer der Schlacht ihre Sporen zu verdienen um vollwertige Reichsgardisten zu werden.<\/p>\n<p>Die Nacht unserer Ankunft nahe der Beransader lie\u00df uns ein letztes Mal die tr\u00fcgerische Ruhe des Friedens versp\u00fcren, w\u00e4hrend es lediglich nahe der Befestigungen zu kleineren Scharm\u00fctzeln zwischen Kundschaftergruppen und Lupus W\u00e4chtern gab. Kurz vor Sonnenaufgang marschierten wir schlie\u00dflich los. Nun w\u00fcrde sich das Schicksal Andarras entscheiden! Ebenso wie das Unsrige!<\/p>\n<p>Der Lupus reagierte schnell und schickte uns, kaum dass unsere Truppen in Sicht waren, eine Armee entgegen, die der unsrigen mindestens vier zu eins \u00fcberlegen war. Offensichtlich erhoffte sich der Wolfslord einen schnellen Prestigetr\u00e4chtigen Sieg.<\/p>\n<p>Kurz nach Sonnenaufgang prallten unsere Formationen dann aufeinander. Tannjew und ich standen im Zentrum und kommandierten den Hauptsto\u00df. Sasha und Miguel hielten die rechte Flanke zusammen und Sir Ralf f\u00fchrte die Reiterei, die in einer Zangenbewegung den Feind umgehen und von hinten aufreiben sollte. Sir Simon marschierte mit seinen Truppen auf der linken Flanke auf und w\u00fcrde daf\u00fcr sorgen, dass dort kein feindlicher Soldat unsere Reihen durchbricht. Zu unserem Gl\u00fcck reagierte der Lupus genau so, wie er immer reagiert, wenn er bedroht wird, ein gro\u00dfer Pulk schwer ger\u00fcsteter Infanteristen und Reiter im Zentrum und die in den Dienst gepressten Landsknechte auf den Flanken. Hinter ihren Reihen hatten sie die schwere Artillerie stationiert, Steinschleudern, Trib\u00f6cke und Ballisten, die aus der Sicherheit ihrer befestigten Stellungen heraus den eigenen Vormarsch decken sollten.<br \/>\nDer Kampf wogte hin und her, doch schlie\u00dflich setzten sich unsere disziplinierten Formationen durch. Die Offiziere des Lupus erkannten, dass sie uns mit einer blo\u00dfen Sturm-Strategie nicht ohne weiteres zerschmettern konnten. Also zogen sie die Gardisten wieder zur\u00fcck in die Sicherheit der eigenen Befestigungen, w\u00e4hrend sie die eigentlichen Krieger des Lupus Umbra in der Schlacht belie\u00dfen, damit diese den Regimentern die Zeit erkauften, einen geordneten R\u00fcckzug durchzuf\u00fchren. Wobei ich mir sehr sicher bin, dass der Gro\u00dfteil der Krieger sich vielmehr weigerte sich zur\u00fcckzuziehen. So \u00fcberstanden wir diese erste Konfrontation. Aber unsere Reihen hatten bereits schwere Verluste hinnehmen m\u00fcssen und im Gegensatz zum Lupus kam uns ein jeder tote Soldat teuer zu stehen.<\/p>\n<p>In den folgenden Stunden der Schlacht blieb uns nicht viel mehr zu tun, als die K\u00f6pfe einzuziehen und zu den G\u00f6ttern zu beten, w\u00e4hrend die steinernen Geschosse der Trib\u00f6cke unsere Reihen beharkten. Es erscheint mir noch immer wie ein Wunder, dass wir keine gr\u00f6\u00dferen Verluste erlitten und unsere Reihen hielten. Ein Umstand. der nicht zuletzt der guten Mika zu verdanken ist, die schnellen Schrittes durch unsere Stellungen ging und scheinbar \u00fcberall zugleich den Andarranischen Stammeskriegern mit Worten der Nedra Trost und Hoffnung spendete.<\/p>\n<p>Dann schwiegen pl\u00f6tzlich die Gesch\u00fctze und durch den seichten Nebel konnten wir erneut die Reihen der blau-schwarz gewandeten Krieger ersp\u00e4hen, die schnellen Schrittes auf uns zust\u00fcrmten. Die wirkliche Schlacht hatte begonnen! &#8211;<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht wie lange wir k\u00e4mpften oder wie viele Male wir an diesem Tag beinahe gestorben w\u00e4ren. Nur die Standhaftigkeit unserer Leute und die Verzweiflung ob eines Sieges des Lupus lie\u00df uns ausharren. Nach Stunden des Blutvergie\u00dfens erkannte ich jedoch, dass ein Fortsetzen der Kampfhandlungen hier und jetzt einem Massaker gleichkommen w\u00fcrde. Also empfahl ich Tannjew mit einiger Dringlichkeit, dass wir unsere verbliebenen Soldaten schnellstm\u00f6glich sammeln und in einem geordneten R\u00fcckzug nach Norden ausweichen m\u00fcssten. Zuerst wollte er von einem R\u00fcckzug nichts h\u00f6ren, doch mit einigem Nachdruck meinerseits, f\u00fcr den ich mich wohl noch vor einem Kriegsgericht zu verantworten haben werde, erlie\u00df er schlie\u00dflich den Befehl zum R\u00fcckzug. Erneut schlug er vor die Truppen nach Caer Conway zur\u00fcckzuziehen, um sich dort f\u00fcr den Rest des Winters zu verschanzen, aber nach einem weiteren heftigen Disput zwischen uns, gelang es mir, ihn davon zu \u00fcberzeugen, dass es sinnvoller war nach Norden zur\u00fcckzuweichen, die Beranheide als Deckung zu nutzen und die Truppen des Lupus soweit auszud\u00fcnnen, dass wir die M\u00f6glichkeit erhielten, an den Schwachstellen der Front durchzubrechen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich also unsere erfahrenen Regimenter schnell auf den geordneten R\u00fcckzug einstellten, riss unsere Formation zumeist an den Stellen, an denen die nur rudiment\u00e4r ausgebildeten Andarraner stationiert waren, vor allem die Stammeskrieger der Kogar, Bregonen und Torana erlitten furchtbare Verluste, als ihre Formationen in sich zusammenbrachen. Ebenso erlitten die Krieger der Skaldir schwere Verluste, doch nicht etwa durch Verwirrung, sondern aufgrund der Tatsache, dass sie sich viel zu lange weigerten ihre gegen eine deutliche \u00dcbermacht erk\u00e4mpfte Stellung wieder preis zugeben. Ihr Mut in dieser Situation weiterzuk\u00e4mpfen ist beachtlich, allerdings h\u00e4tte er uns auch beinah der v\u00f6lligen Vernichtung anheim fallen lassen. Nur dank der Hilfe Mikas, der es mit eindringlichen Worten gelang, den Anf\u00fchrer der Skaldir umzustimmen, konnte dieses Schicksal abgewendet werden. Es kostete uns viel zu viel Zeit und eine gro\u00dfe Menge Leben, bis dass die Armee erneut ausgerichtet war.<\/p>\n<p>Der Feind erkannte schnell unsere neue Strategie, so dass aus unserem geordneten R\u00fcckzug schon bald eine unkoordinierte Flucht wurde. Schlussendlich waren es nicht mehr wir, die zur\u00fcckwichen, sondern der Feind, der unsere Truppen immer weiter nach Norden in Richtung der Bucht von Timara zur\u00fcckdr\u00e4ngte. Wohl wissend, dass seine zahlenm\u00e4\u00dfige \u00dcberlegenheit uns sp\u00e4testens dort, mit der See im R\u00fccken, zerschmettern werde.<\/p>\n<p>Der Tag verging in blutigen Scharm\u00fctzeln. Als die Nacht hereinbrach konnten wir gerade einmal noch ein Drittel unserer einstigen Streitmacht um unser Banner scharen. Der Lupus hingegen schien \u00fcber eine nahezu endlose Zahl von Soldaten zu verf\u00fcgen. Hunderte hatten wir heute schon get\u00f6tet und f\u00fcr jeden unserer Gefallenen hatten ein halbes Dutzend Lupus Krieger ihr Leben gelassen. Auch w\u00e4hrend der Nacht wurden wir weiter in Richtung K\u00fcste getrieben. Gegen Mitternacht gelang es uns mit einigen Sturmgrenadieren, Dragoons und zwei Andarranischen Kundschaftern die Vorhut der Lupus Armee anzugreifen und aufzureiben, woraufhin der Haupttross des Feinds damit Zeit vergeudete im nahen Umland nach weiteren Truppen zu suchen, die ihm wom\u00f6glich auflauern w\u00fcrden. Mittlerweile hatte unsere Armee einen kleinen, aber wichtigen Vorsprung herausgeholt, der unseren geschundenen Soldaten erlaubte, eine kurze Rast einzulegen.<\/p>\n<p>Der Anblick der Soldaten die dort im Dunkeln verharrten war erschreckend. Alles war voller Blut und Dreck. Kaum einer hatte noch Wasser oder Verb\u00e4nde. Und trotzdem schienen alle gewillt zu sein, diesen Kampf bis aufs Letzte weiterzuk\u00e4mpfen. Es gab niemanden in den \u00dcberresten unserer Armee, der am heutigen Tage nicht Freunde, Bekannte, vielleicht sogar Familie verloren hatte, doch allen war vor allem eines gemeinsam, der Durst nach Rache!<\/p>\n<p>Mit den ersten Sonnenstrahlen zogen wir weiter, stets auf der Suche nach einem geeigneten Terrain, das uns eine Verteidigung und vielleicht sogar einen Gegenangriff erlauben w\u00fcrde. Vergeblich!<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich erreichten wir die Ausl\u00e4ufer der Bucht von Timara. Hier lie\u00dfen wir das Heer halten und bereiteten uns auf das unausweichliche Ende dieser Schlacht vor. Viele G\u00f6tter wurden in diesen Stunden angerufen, letzte Gr\u00fc\u00dfe und hoffnungsvolle W\u00fcnsche geteilt, H\u00e4nde gesch\u00fcttelt, salutiert und auf Schultern geklopft.<\/p>\n<p>Gegen Mittag meldeten uns die verbliebenen Kundschafter, dass der Feind nur noch wenige Kilometer entfernt sei. Ein Raunen ging durch unsere Soldaten als die Armee des Lupus in Sichtweite kam. Erst jetzt erkannten wir, dass sie noch immer eine riesige Streitmacht war, die kaum merklich von ihrer Schlagkraft eingeb\u00fc\u00dft hat. All das Blutvergie\u00dfen, der Kampf und das Schlachten erschien uns nun, als h\u00e4tte eine M\u00fccke versucht einen Sylvanaischen L\u00f6wen niederzuringen.<\/p>\n<p>Erneut kam es zur Schlacht. Erneut rechnete der Wolfslord, der dieses Mal seine Armee selbst befehligte, auf einen schnellen Sieg. Woge um Woge blau-schwarzer Soldaten prallte auf unsere Schilde, die nach und nach unter dem Sturm nachgeben mussten.<\/p>\n<p>Doch dann, es muss bereits sp\u00e4ter Nachmittag gewesen sein, w\u00e4hrend die Reste unserer wankenden Armee zu einem letzten verzweifelten Gefecht sammelten, als pl\u00f6tzlich neue Hoffnung am Horizont erschien.<\/p>\n<p>Jenseits der K\u00fcste, doch nah genug, als dass wir ihrer gewahr wurden, tauchten Schiffe auf. Erst wenige, dann immer mehr, eine Armada, angef\u00fchrt von zwei schweren Valkensteiner Kreuzern, deren schwarze Segel sich im Wind bl\u00e4hten. Zwischen ihnen erschienen schlanke Trieren mit den Flammen Ignis\u2019, deren schmale Schiffsk\u00f6rper mit hoher Geschwindigkeit auf den Strand zuhielten. Weitere Schiffe unterschiedlichster Bauart n\u00e4herten sich der Bucht, darunter selbst einige Fregatten mit dem goldenen Wappen Askalons, die sich um ein weiteres Schlachtschiff scharten.<\/p>\n<p>Dann brach die H\u00f6lle los. Ein m\u00e4chtiges Horn ert\u00f6nte an Bord des f\u00fchrenden Kreuzers und im n\u00e4chsten Moment flogen auch schon Hunderte Geschosse \u00fcber unsere K\u00f6pfe hinweg und landeten inmitten des in vollem Marsch befindlichen Lupus. Feuer walzte durch dessen Reihen und ganze Armeebl\u00f6cke wurden unter riesigen Stahl- und Steinbl\u00f6cken zerquetscht. Doch auch in unseren Reihen schlugen Geschosse ein, als eines der nahenden Kriegsschiffe durch eine Unaufmerksamkeit seiner Besatzung auf Grund lief und in Schr\u00e4glage geriet.<\/p>\n<p>Tannjew und ich sahen die Gunst der Stunde. Sofort riefen wir einen Melder heran, der den Schiffen signalisierte, wo wir uns befanden und wo sie anlanden sollten.<br \/>\nW\u00e4hrenddessen erholte sich der Lupus von seiner anf\u00e4nglichen \u00dcberraschung und lie\u00df sich geordnet zu seiner Nachhut zur\u00fcckfallen. Als auch schon die ersten R\u00fcmpfe der Trieren auf dem Sand des Strandes anlandeten und ihre Fracht entlie\u00dfen.<br \/>\nReihe um Reihe Soldaten marschierte aus den h\u00f6lzernen Schiffsk\u00f6rpern und nahm Schlachtformation ein.<\/p>\n<p>Tannjew und ich kamen gerade rechtzeitig am Strand der Bucht an, als ein halbes Dutzend dunkelrot lackierter Landungsboote das Festland erreichten und ihre Sturmrampen niederfuhren. Sofort erkannte ich, wer da auf mich zu gestapft kam, als w\u00fcrde er gem\u00e4chlichen Schrittes durch den Park einer alten Jungfer spazieren. Sir Cormack hatte sein Versprechen gehalten. Mit einem kurzen Salut begr\u00fc\u00dften wir ihn und wiesen ihn dann umgehend in die aktuelle Situation ein. Weitere Askalonier erschienen w\u00e4hrenddessen am Strand und begannen sofort damit ihre Boote zu vert\u00e4uen um einen provisorischen Br\u00fcckenkopf zu erschaffen an dem kurz darauf einer der beh\u00e4bigen Valkensteiner Kreuzer anlegte, um ebenfalls seine Fracht zu entlassen.<\/p>\n<p>Endlich hatte sich das Blatt zu unseren Gunsten gewendet. Nun war es der Lupus, der sich eiligst unter schwerem Feuer nach S\u00fcden in Richtung seines Br\u00fcckenkopfes zur\u00fcckziehen musste. Nachdem wir die frisch eingetroffenen Truppen in Formation gebracht hatten, verloren wir keine Zeit und r\u00fcckten dem Lupus eiligen Marsches hinterher.<\/p>\n<p>Schon hatten wir den ersten feindlichen Br\u00fcckenkopf erreicht, als auch die Artillerie des Lupus damit begann uns nun ihrerseits unter Feuer zu nehmen. Die Gesch\u00fctze der Schiffe konnten uns nun nicht mehr helfen und unsere Reihen zahlten einen hohen Blutzoll. Doch die G\u00f6tter waren auf unserer Seite und mit der Unterst\u00fctzung der neu formierten Kavallerie, der Entsatztruppen und der Veteranen, die sich geweigert hatten, sich in ein Lazarett jenseits der Front zur\u00fcckzuziehen, gelang es uns schlie\u00dflich die Verteidigungsanlagen des Feindes zu brechen und bis in seine Artilleriestellungen vorzudringen. Dort k\u00e4mpfte der Lupus weiterhin verbissen um jeden Meter Boden, aber nachdem die meisten ihrer Landsknechte tot oder geflohen waren, konnten sie der nun gegen sie gerichteten \u00dcbermacht nicht standhalten.<\/p>\n<p>Wenn ihr jemals gesehen habt, wie ein st\u00e4hlerner Hammer ein St\u00fcck Metall auf dem Amboss zerschmettert, dann wisst ihr, wie es dem Lupus erging, der seine eigenen Befestigungen, samt der Beransader im R\u00fccken hatte und von der Armee Andarras, der Armee des Widerstands \u2013 Tannjews Armee, zerquetscht wurde.<\/p>\n<p>Gegen Abend war es dann soweit. Die Reste der einstmaligen Lupus Armee flohen \u00fcber die vereiste Beransader. Der Wolfslord, der bis zuletzt gegen uns gek\u00e4mpft hatte, lag erschlagen inmitten eines riesigen Haufens toter Soldaten. Und wir\u2026 &#8211;<\/p>\n<p>Wir sammelten die verbliebenen Soldaten um unsere Standarte und begannen langsam zu verstehen, dass wir gesiegt hatten! Doch der Sieg hatte einen fahlen Beigeschmack!<\/p>\n<p>Kein Jubel war zu h\u00f6ren, kein freudiges Lachen! \u00dcberall um uns herum lagen Leichen, tote und sterbende Soldaten! Das ganze Gel\u00e4nde, ein einziger, dreckiger, von Unrat und den \u00dcberresten der einstmals stolzen Armeen bedeckter Flecken Erde! Kr\u00e4hen und anderes Getier kam zum Vorschein und begann ihren Teil des Sieges einzufordern!<\/p>\n<p>Langsam streiften wir durch die \u00dcberreste der Befestigungen. Nach und nach fanden wir uns alle wieder zusammen. Cormack, Galoria, Mika, Miguel, Sasha, Gorix, Tannjew, Simon, Ralf, Gregory und viele andere Kameraden und Freunde, Br\u00fcder und Schwestern im Kampfe, zusammengeschwei\u00dft im Feuer der Schlacht. Niemand sprach, niemand grinste, ein jeder nickte dem Anderen lediglich zu. Man nahm zur Kenntnis, dass man noch lebte!<\/p>\n<p>\u2026und w\u00e4hrend wir unsere Blicke noch \u00fcber Tod und Verw\u00fcstung schweifen lie\u00dfen, fiel pl\u00f6tzlich der erste Schnee und binnen kurzer Zeit bedeckte ein wei\u00dfer, friedlich wirkender Schleier das Elend, das sich hier zugetragen hatte!&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einschub: was zu dieser Zeit nicht festgehalten wurde ist, dass Tannjew mit Robert McManahugh als Leibw\u00e4chter auf einem der Schiffe der unerwarteten Verb\u00fcndeten nach Donnerheim reiste, um im B\u00fc\u00dfergewand vor die K\u00f6nigin zu treten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"14\">\n<li><strong> Tag des 1. Mondes 258 n.J.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>W\u00e4hrend Tannjew und die anderen milit\u00e4rischen F\u00fchrer in Folge des Kriegszuges zur Beransheide abwesend sind kommt es zu einem Konflikt, an dessen Ende die lodrischen Unterst\u00fctzer das Widerstandsb\u00fcndnis verlassen werden. Einige gefangen gesetzte Lupus Umbra werden am Stadttor von lodrischen Dragoons in Empfang genommen und in die Kaserne der Lodrier gebracht, wo sie verpflegt werden. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Reichsgardisten, die die Gefangenen auf Befehl der K\u00e4mmerin Jelena in die Gef\u00e4ngnisse Caer Conways \u00fcberf\u00fchren m\u00f6chten sto\u00dfen auf Widerstand, da der lodrische Offizier die Autorit\u00e4t der Reichsgardisten und der K\u00e4mmerin nicht. In Folge dessen schaukelt sich die Situation auf, da die Lodrier nach Ansicht der Reichsgardisten niemals die Befugnis hatten Gefangene an den Stadttoren entgegen zu nehmen. Als Valkensteiner Offiziere von dem Vorfall h\u00f6ren ziehen diese ihre Truppen rund um die lodrischen Geb\u00e4ude zusammen und eskalieren den Konflikt damit weiter.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"15\">\n<li><strong> Tag des 1. Mondes 258 n.J.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jelena erf\u00e4hrt von einem ihrer Spione, dass sich die Ipek der Invasionsarmee Barad Konars aus freien St\u00fccken angeschlossen haben. F\u00fcr welche Gegenleistung ist nicht ganz klar, es handelt sich offenbar um einen ihnen heiligen Gegenstand. Und nur dank der Hilfe der Ipek war es dem Lupus Umbra gelungen, so rasch \u00fcber die rei\u00dfende Beransader \u00fcberzusetzen.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"17\">\n<li><strong> Tag des 1. Mondes 258 n.J.<\/strong>Zur Mittagsstunde kam ein Majare zum Tor geritten. Der Sp\u00e4her berichtete, dass ein weiterer Pulk R\u00fcckkehrer aus der Schlacht auf dem Weg war und in wenigen Stunden in Caer Conway eintreffen w\u00fcrde. Und tats\u00e4chlich, knapp zwei Stunden sp\u00e4ter tauchten sie am Horizon auf: All jene ersch\u00f6pften Krieger aus Valkenstein, Lodrien und Engonien, die nicht zur Beobachtung der Front an der Beransader zur\u00fcckgelassen worden waren.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die zwei Stunden vergingen schnell, w\u00e4hrend ganz Caer Conway sich bereit machte, den Helden der Beransader geb\u00fchrend zu empfangen. Hauptmann Stephanus f\u00fchrte pers\u00f6nlich eine gro\u00dfe Gardeeinheit vor die Tore der Stadt und lie\u00df diese ein Spalier bilden, gefolgt von einer Kompanie Valkensteiner Reichsgarde und weiteren Abordnungen der Repr\u00e4sentanten aller in Caer Conway befindlichen Verb\u00fcndeten. Doch auch das einfache Volk wollte sich seine Chance nicht nehmen lassen, die Heimkehrer zu begr\u00fc\u00dfen und so waren alle Stra\u00dfen, die vom Haupttor bis hinauf zur Feste f\u00fchrten mit Fackeltragenden Menschen verstopft. Selbst die Verwundeten verlie\u00dfen zu Gro\u00dfen Teilen die Lazarette, um die R\u00fcckkehrer zu begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Es sah aus, als w\u00e4re ein riesiger gl\u00fchender Drache in Caer Conway erwacht, der die Nacht zum Tage machte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich war es soweit, der Tro\u00df kam in Sichtweite und die Menge begann zu jubeln. Angef\u00fchrt von Tannjew, hoch erhoben auf seinem Streitross, und eingerahmt von den Standarten des Widerstands n\u00e4herte sich die Armee z\u00fcgigen Schrittes der Stadt. Die Soldaten marschierten in lockerer Formation und trotz ihres kriegsgezeichneten Aussehens waren sie frohen Mutes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einige Hundert Meter vor der Stadt lie\u00df Robert, der neben Tannjew ritt den Tro\u00df halten. Dann stiegen Tannjew, dessen Leibgarde und er selbst vom Pferd und marschierten auf die wartende Menge zu. Als sie diese erreichten, ergriff Tannjew das Wort, w\u00e4hrend ganz Caer Conway scheinbar den Atem anhielt:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Nicht als Eroberer kehre ich heim! Nicht als Held und nicht als Feldherr! Vielmehr kehre ich heim, als einer von Euch! Einer, der mit euch geblutet hat! Der mit euch gek\u00e4mpft hat! Keinem von uns geb\u00fchrt dieser Sieg mehr als den tapferen M\u00e4nnern und Frauen, die auf dem Schlachtfeld ihr Leben gegeben haben f\u00fcr unsere gemeinsame Sache! Und im Namen Jeldriks sage ich euch: Wir haben die Schlacht gewonnen! Und den Krieg werden wir ebenso gewinnen!&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die ganze Stadt begann zu jubeln. Nur die Gardeeinheiten vor den Toren hielten ihre Formation bei, wenngleich sich auch in ihre Gesichter ein stolzes L\u00e4cheln schmuggelte. Dann marschierten Tannjew und sein Getreuen weiter, vorbei an den Gardisten, die Spalier standen, vorbei an den Menschen, die die Stra\u00dfen s\u00e4umten und vorbei an den Verwundeten und Kr\u00fcppeln, die ihnen trotz ihres Zustands in den Jubel mit einstimmten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"21\">\n<li><strong> Tag des 1. Mondes 258 n.J.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Weigerung der Lodrier und die Dickk\u00f6pfigkeit der Engonier eskaliert weiter. Die Kommandantur der Reichsgarde in Caer Conway l\u00e4sst dem Kommandanten der Lodrier die Nachricht \u00fcberbringen, dass alle Lodrier mit sofortiger Wirkung von s\u00e4mtlichen Wachdiensten abgezogen werden und sich nicht mehr in bewaffneten Gruppen gr\u00f6\u00dfer als zehn Mann durch die Stadt bewegen d\u00fcrfen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wenige Stunden sp\u00e4ter stellen alle lodrischen Handkwerker und Arbeiter die Arbeiten zur Ausbesserung und den Aufbau der Verteidigungsanlagen der Stadt ein.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"27\">\n<li><strong> Tag des 1. Mondes 258 n.J.<\/strong>Tannjew gelingt es nicht die Wogen zu gl\u00e4tten und die Lodrier zum Verbleib in Caer Conway zu \u00fcberzeugen. Das Gespr\u00e4ch zwischen Tannjew und Sir Gregory:<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tannjew schaute seinen Freund erstaunt an. &#8222;Es freut mich auch dich wohlbehalten wieder zu sehen.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Ja, mich auch&#8230;&#8230;&#8220; erwiedert Gregory nur knapp, schaut dann auf die Papiere.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Ich hatte gehofft, der Papierkram bliebe mir zumindest bis nach dem Bade erspart.&#8220; Er betrachtete kurz das Schreiben und das Siegel. &#8222;Nun, was m\u00f6chtest du h\u00f6ren?&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Deine Meinung, einen Kommentar irgendwas&#8230;.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Ich hatte noch keine Zeit mich n\u00e4her mit diesem Vorfall auseinander zu setzen. Ich vertraue aber dem Urteilsverm\u00f6gen der Kommandanten der Reichsgarde voll und ganz und bin daher \u00fcberzeugt, dass sie f\u00fcr ihre Entscheidung ihren Grund gehabt haben.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Und du h\u00e4lst diese Enscheidung f\u00fcr angemessen und einzig richtige?&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Auf die Gefahr hin, das ich mich wiederhole: Ich habe die Stadt gerade betreten und habe noch keinen \u00dcberblick \u00fcber das, was geschehen ist. Aber wenn du auf eine Antwort bestehst, dann vertraue ich den Kommandanten der Reichsgarde so weit, das ich hinter jeder Entscheidung stehe, die sie getroffen haben.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Hmm, dann w\u00e4re es sehr nett, wenn du dir einen z\u00fcgig einen \u00dcberblick verschaffst. Die Sache ist ernst&#8230;..&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Gut. Ich werde mich dann gleich mit den Kommandanten besprechen und dann treffen wir uns zur f\u00fcnften Stunde im Ratssaal.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Gut, aber ich m\u00f6chte das erstmal alles mit dir alleine &#8211; wirklich alleine &#8211; besprechen!&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tannjew legte den Kopf schief. &#8222;Ich glaube, wir werden nicht umhin kommen die Sache gemeinsam mit allen Beteiligten zu kl\u00e4ren. Ich kann dir blo\u00df anbieten, dass wir uns nochmal hier in einer Stunde alleine treffen, ehe wir zum Ratssaal gehen.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Ja, bitte, da\u00df w\u00e4re mir sehr wichtig.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Gut, so soll es dann sein.&#8220; Tannjew geleitete Gregory zur T\u00fcr und verabschiedete ihn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Stunde sp\u00e4ter klopft Gregory erneut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tannjew rief seinen Freund herein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Tritt ein.&#8220; Tannjew l\u00e4chelte, doch war es kein heiteres L\u00e4cheln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gregory tritt ein, schlie\u00dft die T\u00fcre hinter sich und nimmt Platz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Schilder mir die Situation aus deiner Sicht.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Nun ja, ich finde das Verhalten wie auch die Reaktion der Andarrer Garde \u00fcberzogen und, entschuldige, dumm weil kurzsichtig.<\/p>\n<p>Als g\u00e4be es nicht schon genug Situationen, wo wir merken, da\u00df wir unerw\u00fcnscht sind&#8230; Schau doch auf diese Reaktion, die Ablenhung von Hilfe durch die K\u00e4mmerin, und von den Valkensteinern will ich gar nicht reden. Tannjew, mit solchem Verhalten droht Andarra, Lodrien als Verb\u00fcndetetn zu verlieren.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Dies ist keine aranische Hofhaltung sondern Kriegsgebiet, Gregory, und nicht umsonst habe ich das Kriegsrecht \u00fcber die Stadt verh\u00e4ngt. In jeder ordentlichen Armee ist die Befehlskette klar und darf nicht durchbrochen oder umgangen werden. Ich finde es bedauerlich, dass diese nicht allen lodrischen Offizieren bekannt ist. Wer f\u00fcr diese Verfehlung verantwortlich ist wirst du am besten wissen m\u00fcssen. Letztendlich stellt das Verhalten dieses von Hohenstein nichts anderes als Befehlsverweigerung dar. Die Ahndung dessen im Kriegszustand h\u00e4tte f\u00fcr diesen Offizier \u00e4u\u00dferst drastisch ausfallen k\u00f6nnen. Ich zumindest bin froh, dass die Kommandanten zu keiner h\u00e4rteren Sanktion gegriffen haben und f\u00fcr ihre R\u00fccksichtnahme dankbar. Mag sein, dass es den lodrischen Soldaten unangenehm ist zur Zeit von ihrer Aufgabe entbunden zu sein, doch muss man verstehen, dass das Verhalten des von Hohenstein in den Augen der Kommandanten arge Zweifel an der Vertrauensw\u00fcrdigkeit der lodrischen Soldaten aufgeworfen hat.<\/p>\n<p>Um ehrlich zu sein f\u00e4llt es mir manchmal schwer euch Lodrier zu verstehen. Ihr seid Menschen von edler Gesinnung, tugendhaft und gebildet, doch in manchen Dingen scheint es euch an Verst\u00e4ndnis zu mangeln, was ihr mit Sturheit aufwiegt. Wir k\u00f6nnt ihr erwarten, dass ein Volk, das seine Freiheit als h\u00f6chstes Gut sch\u00e4tzt, mit Freuden Almosen annimmt? Den Andarranern ist es bitter genug, milit\u00e4rische Hilfe annehmen zu m\u00fcssen. Wie k\u00f6nnt ihr da noch b\u00f6se sein, wenn die Stammesf\u00fcrsten wenigstens f\u00fcr die Hilfsg\u00fcter aufkommen wollen? Kann das wirklich ein Grund zur \u00c4rgernis sein? Oder liegt es an der Person der K\u00e4mmerin, die euch diese Entscheidung mitgeteilt hat?&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei den letzten Worten sieht Gregory fast zornig aus, nur f\u00fcr einen Moment. &#8222;Tannjew, du solltest mich gut genug kennen, um zu wissen, da\u00df das kein Grund ist. Und der Hauptmann hat sich an die Kette gehalten, denn er hat den Befehlen eines Ritters Folge geleistet vor denen einer Verwalterin. Und wenn K\u00e4mmerin ein milit\u00e4rischer Rang in Andarra ist, dann ist auch mir das neu! Und erz\u00e4hl mir nicht von&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Er besinnst sich, wirkt auf einmal m\u00fcde.<\/p>\n<p>&#8222;Du verstehst es wirklich nicht, oder? Du&#8230; siehst nicht, wo das hinf\u00fchren kann, oder? Das Hilfe, die abgelehnt wird br\u00fcskiert? Das Soldaten, die vom Dienst, von Arbeit, ja sogar von Sitzungen des Rates ausgeschlossen werden, den Glauben an die Sache verlieren? Das Verb\u00fcndete sie am liebsten sofort aus der Stadt h\u00e4tten&#8230; Tannjew, es gibt so viele Dinge, die geschehen sind, da\u00df hier ist nur das letzte. Tannjew, wir m\u00fcssen etwas tun, sonst zerbricht diese Allianz&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jetzt schien Tannjew br\u00fcskiert. &#8222;Gregory, ohne die gro\u00dfen Verdienste der Lodrier in Frage zu stellen, aber was soll ich ausrichten, wenn ihr die Kommandostruktur hier nicht versteht oder nicht verstehen wollt und auch nicht zu den Ratssitzungen erscheint? Um ganz ehrlich zu sein: In dieser gef\u00e4hrlichen Situation, in der wir uns befinden, mit einem feindlichen Heer von erschreckender Gr\u00f6\u00dfe und Effizienz nur wenige Tagesreisen entfernt brauchen wir Zuverl\u00e4ssigkeit und Einigkeit in unseren Reihen und nicht Trotz und Selbstgerechtigkeit. Um es kurz zu sagen: Du bist der Heerf\u00fchrer der Lodrier und an dir liegt es, die bedingungslose Einsatzbereitschaft deiner M\u00e4nner aufrecht zu erhalten. Wenn dir das nicht gelingt sag das lieber jetzt, ehe ihr uns alle in Todesgefahr bringt. Mir ist bewusst, dass die meisten deiner M\u00e4nner Freiwillige und Zivilisten sind, aber wir m\u00fcssen uns dennoch auf euch verlassen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gregorys Miene wird kalt, versteinert. &#8222;Ich bin weder \u00fcber die Umst\u00e4nde der Kommandostruktur\u00e4nderungen noch \u00fcber Sitzungen des Rates informiert worden, ich hatte ja nicht einmal freien Zugang zu den Karten.&#8220; Seine Stimme wird k\u00e4lter, er versucht sichtlich, sich zu beherrschen, aber Tannjew kennt ihn gut genug um zu sehen, wie sehr er mit seiner Fassung ringt.<\/p>\n<p>&#8222;Werter Herr Lordprotektor, ich bitte um Vergebung, wenn Fehler begangen wurden, und ich bitte euch um eine Erl\u00e4uterung bez\u00fcglich der Kommandostruktur. Und ich bitte um Entschuldigung, wenn Treue und Loyalit\u00e4t als Trotz und Selbstgerechtigkeit erschienen sind&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Er scheint noch etwas sagen zu wollen, aber den Rest verschluckt er.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tannjew l\u00e4chelte. &#8222;Nat\u00fcrlich bist du \u00fcber Sitzungen des Rates informiert worden und nat\u00fcrlich hattest du freien Zugang zu den Karten, so wie du auch freien Zugang hier bei mir hattest und hast. Dein Schuldeingest\u00e4ndnis nehme ich gerne an, womit wir diesen Vorfall endlich Beiseite legen k\u00f6nnen&#8230; nach dem Gespr\u00e4ch im Ratssaal. Im Anschluss werde ich die Kommandanten der Reichsgarde bitten dir einen Reichsgardisten zur Seite zu stellen, der dich \u00fcber die hiesigen Umst\u00e4nde aufkl\u00e4rt und immer auf den neuesten Stand h\u00e4lt.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gregory schaut ihn mit offenem Mund an. &#8222;Du&#8230;.hast du mir zugeh\u00f6rt? Hast du das&#8230; nein&#8230; Du hast das als Schuldeingest\u00e4ndnis verstanden&#8230;.? Und was soll ich vor dem Rat? Was soll ich bei dem Rat? Du&#8230; und du h\u00e4lst das f\u00fcr einen Vorfall, den wir einfach so auf Seite legen k\u00f6nnen? Und beim n\u00e4chsten Mal&#8230;?&#8220; Er schaut ihn ziemlich entgeistert an, so als k\u00f6nne er kaum glauben, was er da h\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;W\u00e4hl einen geeigneteren Hauptmann bei deiner n\u00e4chsten Abwesenheit aus und es d\u00fcrfte keinen Zwischenfall mehr geben. Und nun sollten wir zum Rat gehen, denn die Kommandanten w\u00fcrden gerne auch h\u00f6ren, dass derartiges nicht erneut vorfallen wird.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gregory schaut mit einer Mischung aus Erstaunen und Ver\u00e4rgerung an. &#8222;Ich bin sicher, da\u00df so etwas nicht wieder passieren wird, Tannjew&#8230;.&#8220; Sprachlos sch\u00fcttelt er den Kopf.<\/p>\n<p>&#8222;Morgen werden die lodrischen Soldaten Caer Conway verlassen. Bitte unterrichte die anderen Herren und Damen, da\u00df morgen fr\u00fch \u00fcber 800 Lodrier gemeinsam und bewaffnet durch die Stadt marschieren und Andarra verlassen werden. Ich hoffe, da\u00df wird kein Problem sein, auch f\u00fcr die Verb\u00fcndeten?&#8220;<\/p>\n<p>Und er erg\u00e4nzt noch. &#8222;Nat\u00fcrlich werden weiter die Nahrungsmittel geliefert, die gebraucht werden&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Nun, euren Abmarsch finde ich sehr bedauerlich, aber ich kann euch nicht aufhalten. F\u00fcr die Nahrungsmittellieferungen bin ich dir sehr dankbar. Aber nun bitte ich dich zu gehen &#8211; du hast sicherlich Vorbereitungen zu treffen. Wenn die G\u00f6tter es so wollen sehen wir uns dereinst unter besseren Umst\u00e4nden wieder. Jeldriks Hand \u00fcber dich, Gregory.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gregory schaut ihn einen Moment verwirrt an. Dann antwortet er.<\/p>\n<p>&#8222;M\u00f6gen die G\u00f6tter dir Weisheit und St\u00e4rke schenken, Tannjew. Und vergi\u00df nicht, da\u00df du in mir trotzdem immer einen Freund haben wirst&#8230;..&#8220;<\/p>\n<p>Er dreht sich um und geht, ohne sich noch einmal umzwenden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Tag des 2. Mondes 258 n.J.<\/strong>Wegen interner Streitigkeiten hat Lodrien sich dazu entschlossen ohne Frist alle seine Soldaten aus der Hauptstadt Andarras abzuziehen! Caer Conway, dessen Verteidiger nun auf 800 Mann verzichten m\u00fcssen, sieht sich im kommenden Fr\u00fchjahr einer grausamen Offensive seitens des Lupus Umbra ausgesetzt, der es nun mit einer um ein Drittel reduzierten Mannschaft trotzen muss.Auf die Frage, wie es zu dem Zerw\u00fcrfnis mit den Verb\u00fcndeten kommen konnte, immerhin sind die Lodrier durch eine vehemente Ablehnung des neuen Kaisers und diverse Racheschw\u00fcre in Erscheinung getreten, konnte nur weniges in Erfahrung gebracht werden: Es hei\u00dft, sie waren nicht bereit sich den Befehlen der Reichsgarde zu beugen. Wehe Andarra! Hast du an der Beransader gesiegt, nur um durch den R\u00fcckzug von Verb\u00fcndeten zu fallen?<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li><strong> Tag des 2. Mondes 258 n.J.<\/strong>Der Rat der Stadt trifft sich, um die Optionen nach Abzug der Lodrier zu besprechen. Viele Optionen stehen zur Wahl, unter anderem die vollst\u00e4ndige Verlegung der Front an die Beransader, der vollst\u00e4ndige R\u00fcckzug nach Caer Conway und zuletzt die Verlegung aller Einheiten zur caldrischen Front an die Droor, um den Krieg dorthin zu verlagern und die dortige Front zu Gunsten des Widerstandes zu einem Sieg zu f\u00fchren.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Robert McManahugh fasste die Lage wie folgt zusammen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Nun, die Lage ist die, dass wir auf einem verdammten Pulverfass sitzen, dessen Lunte gerade in Engonia angez\u00fcndet wird! Der Abzug der Lodrier wirft unsere strategischen Pl\u00e4ne vollkommen \u00fcber den Haufen! Die Schanzanlagen der Stadt sind nur zu einem Drittel fertiggestellt, die Stra\u00dfen sind \u00fcberf\u00fcllt von Fl\u00fcchtlingen und Kriegsversehrten, und wie mir unsere Kundschafter berichteten, streunen derzeit eine Handvoll \u00dcberlebende des Lupus durch die Provinz, so dass wir annehmen m\u00fcssen, dass es bald zu Gewaltakten kommen wird. In Zusammenarbeit mit seiner Exzellenz, Inquisitior von Greifstedt, haben wir bereits ein Liquidationskommando entsandt, dass sie hoffentlich bald aufsp\u00fcren wird. Die Lage an der Beransader scheint derzeit einigerma\u00dfen stabil. Zumindest gab es bisher keinen Versuch des Feindes, den Flusslauf erneut zu \u00fcberqueren. Was den Stamm von Verr\u00e4tern angeht, die dort hausen, so haben sich diese bisher nicht gezeigt, wenngleich ich an dieser Stelle auch empfehlen m\u00f6chte eine Strafexpedition gegen diese in Betracht zu ziehen!&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Robert hielt einen Moment inne und schaut Tannjew musternd an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Die Vorbereitungen f\u00fcr die Operation Steinschlag sind praktisch abgeschlossen! Ich erwarte noch diese Woche die endg\u00fcltige Fertigstellung!&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erneut h\u00e4lt er kurz inne, bevor er in angespanntem Ton fortf\u00e4hrt:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Fakt ist, dass unsere Verluste an der Beransader und der feige R\u00fcckzug der Lodrier uns mehr kosten, als bisher erwartet. Die Aufrechterhaltung der Versorgungslinie zu den Befestigungen an der Beransader, bei gleichzeitiger Befestigung Caer Conways ist unm\u00f6glich. Die wenigen Soldaten die wir noch besitzen leisten jetzt bereits die Arbeit, die normalerweise von der dreifachen Anzahl bew\u00e4ltigt wird! Ich sage es ungern, aber wir werden uns entscheiden m\u00fcssen! Entweder wir befestigen die Beransader, darauf hoffend, dass uns das dortige Terrain einen Vorteil bietet oder wir ziehen uns nach Caer Conway zur\u00fcck.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es folgt eine kurze Pause.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Oder&#8230; &#8211; Wir starten eine Invasion! Sofern die Caldrier mitziehen und Richard endlich aufh\u00f6rt sich seinen Hintern platt zu sitzen, k\u00f6nnten wir es schaffen, diesen Krieg im kommenden Jahr zu beenden. Ich will euch keine Illusionen machen! Hauptmann Stephanus&#8216; Stab und der Unsrige haben lange \u00fcber diesen Punkt debattiert, doch am Ende kamen wir zu dem immer gleichen Ergebnis. Andarra ist auf Dauer nicht zu halten!&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zudem unterrichtet Robert McManahugh den Rat auf Tannjews Wunsch \u00fcber die Details der Operation Steinschlag, die \u00dcberf\u00fchrung der Zivilbev\u00f6lkerung in die alte Minenfeste im Turalgebirge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"27\">\n<li><strong> Tag des 2. Mondes 258 n.J.<\/strong>Der verstorbene Flamen Damian wird von seinen Freunden in Rahmen einer geheimen Zeremonie aus dem Totenreich zur\u00fcck unter die Lebenden gef\u00fchrt. Dieses Wunder n\u00e4hrt nach dessen R\u00fcckkehr in Caer Conway die Hoffnung in den Herzen der Fl\u00fcchtlinge.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tangara Postille \u2013 Sommer\/Winterausgabe vom 5. Tag des 4. Mondes 258<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Valkensteiner Ansichten<\/strong><\/p>\n<p>Nach langen Bem\u00fchungen seitens unseres Herausgebers, gelang es uns endlich ein kurzes Gespr\u00e4ch mit Hauptmann Robert McManahugh, dem Kommandanten des Valkensteinschen II. Sturmgrenadier- regiments und Stellvertreter des Herrn Tannjew von Wiesenquell und Norngard zu bekommen. Wir trafen uns daher am vergangenen Tag im Ratssaal der Stadt. Auf die Frage, wie die derzeitige Lage im Lande Andarra und dar\u00fcber hinaus zu bewerten sei, reagierte Hauptmann McManahugh mit eisiger Zur\u00fcckhaltung. Er gab hierzu lediglich preis, dass die Lage zwar ernst sei, aber im Moment stabil! Der Lupus wurde durch das ehrenwerte Opfer der Truppen des Widerstands bis in sein eigenes Territorium zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. Dort ist der Feind nun dabei seine Wunden zu lecken und sich neu zu formieren. Ein erneuter Angriff sei in den n\u00e4chsten Monaten nicht zu erwarten. Trotzdem ist der Krieg noch nicht gewonnen, sagte McManahugh, und es ist absolut notwendig f\u00fcr den letztendlichen Sieg, dass sich die Bev\u00f6lkerung \u00fcber diesen Faktor bewusst ist und die Bedingungen und Notwendigkeiten des Kriegsrechts akzeptiert! In diesem Zusammenhang lie\u00dfen wir uns zu der Frage hinrei\u00dfen, ob Hauptmann McManahugh etwas zu der drastisch gestiegenen Zahl von Verurteilungen und Exekutionen sagen m\u00f6chte, die f\u00fcr einigen Wirbel in der Bev\u00f6lkerung gesorgt h\u00e4tten. Hierzu meinte er: \u201eEs ist vollkommen normal, dass in der Phase der Gew\u00f6hnung an die strikten Regeln des Kriegsrechts einige Bev\u00f6lkerungsgruppen ein erh\u00f6htes Potenzial an Verlusten erleiden. Allen voran sind dies Diebe, R\u00e4uber, Schwarzmarkth\u00e4ndler und andere potenziell schlimmere Verbrecher. Diese gilt es auszusondern und ihrer Strafe zuzuf\u00fchren. Die Tatsache, dass dies nun effizienter geschehe, liegt an den k\u00fcrzeren Prozesswegen durch den verst\u00e4rkten Einsatz von Feldgerichten.\u201c Wir fragten daher weiter nach, ob dies auch an den h\u00e4rteren Gesetzen des Codex Iuris ad Valcorum liegen k\u00f6nnte, der gerade erst als offizielles Rechtsdokument in Andarra eingef\u00fchrt wurde und ob dieser Schritt wirklich notwendig war. Darauf McManahugh: \u201eDer Codex ist das Gesetz Valkensteins! Und somit auch bindend f\u00fcr ein jedes Protektorat. Nat\u00fcrlich gestehen unsere Rechtsvertreter, allen voran seine Eminenz der Inquisitor, der Bev\u00f6lkerung eine gewisse Eingew\u00f6hnungszeit zu. Ich denke, dass die gr\u00f6\u00dfte Schwierigkeit der Bev\u00f6lkerung darin begr\u00fcndet liegt, dass in Valkenstein erst ein Urteil gesprochen wird und der Delinquent dann die M\u00f6glichkeit erh\u00e4lt, sich dagegen zu verteidigen. Ein ungemein effizienteres System, als das der bisherigen Stammesgerichtsbarkeit, wenn sie mich fragen.\u201c An dieser Stelle wurde unser Gespr\u00e4ch leider durch einen Boten der Kommandantur unterbrochen, der Hauptmann McManahugh daran erinnerte, dass er noch einen Unterredung mit Hauptmann Stephanus von der Garde habe. Es gelang uns jedoch eine letzte Frage zu stellen, n\u00e4mlich, was der Hauptmann dem Usurpator Konar gern mitteilen w\u00fcrde, sollte er ihn nun h\u00f6ren k\u00f6nnen. Hierauf antwortete McManahugh: \u201eEigentlich nicht viel. Ich w\u00fcrde den Bastardwolf nur bitten demn\u00e4chst nicht so zu wimmern wie der letzte Wolfslord, dem ich begegnet bin, wenn ich ihm meinen Stiefelabsatz in seinen verranzten Nacken setze und ihm genussvoll den Hals breche!\u201c<\/p>\n<p>Mit diesen Worten verabschiedete sich Hauptmann McManahugh und verlie\u00df den Saal. In einer unserer n\u00e4chsten Ausgaben hoffen wir, ihnen weitere ehrenwerte Mitglieder des Widerstands pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns steht jedenfalls fest, und darin wurden wir wieder best\u00e4tigt, dass mit Leuten wie Herrn Tannjew von Norngard und Wiesenquell, Herrn Simon de Bourvis und Hauptmann Robert McManahugh an der Spitze des Widerstands der Sieg gegen den Usurpator Konar nur noch eine Frage der Zeit ist!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nigin Loenna rehabilitiert Tannjew<\/strong><\/p>\n<p>K\u00f6nigin Loenna von Donnerheim, Barad Konars erbittertste Widersacherin in Caldrien, hatte zum Ende des vergangenen Jahres den Rebellen Tannjew an ihren Hof zitiert, auf das er die Gelegenheit erhalte, sich f\u00fcr seine eigenm\u00e4chtige Unterstellung der Provinz Andarra unter valkensteinisches Protektorat zu erkl\u00e4ren. Tannjew machte sich tats\u00e4chlich zu Beginn des Jahres im B\u00fc\u00dfergewand auf den weiten und gefahrvollen Weg von Caer Conway nach Donnerheim und entschuldigte sich auf Knien f\u00fcr sein unrechtm\u00e4\u00dfiges Verhalten. Er erkl\u00e4rte, dass er &#8222;einzig zum Wohle des Reiches und im Dienste des Widerstandes&#8220; so entschieden und gehandelt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Ihre Hoheit honorierte die ehrlichen Worte des Jeldriken und sprach ihn frei von allen Vorw\u00fcrfen und Verbrechen, die Kaiser Barad Konar ihm anlastete, zu f\u00f6rderst des Vatermordes und Reichsverrates, und hob weiterhin die \u00fcber ihn verh\u00e4ngte Reichsacht des Kaisers auf. Damit bekr\u00e4ftige sie indirekt auch seinen Anspruch auf den Titel und die L\u00e4ndereien von Norngard. Zuletzt ernannte sie ihn zu ihrem Ritter.<\/p>\n<p>Beobachter der caldrischen H\u00f6fe \u00fcber- raschte dies wenig, warteten sie doch schon lange auf einen Angriff der K\u00f6nigin gegen den Kaiser auf dem politischen Parkett. Wir sind nun auf die n\u00e4chste Handlung Barad Konars gespannt und werden in der n\u00e4chsten Ausgabe der Postille berichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Rebellion in Andarra ungebrochen<\/strong><\/p>\n<p>Nur wenige, teilweise widerspru\u0308chliche Berichte erreichen uns in diesen Tagen aus dem Osten Andarras, wo sich die Rebellen bis heute tapfer gegen die Armeen des Kaisers gehalten haben.<\/p>\n<p>Zum Ende des vergangenen Jahres fand eine gro\u00dfe Schlacht no\u0308rdlich der Beranberge statt, in deren Verlauf nur die in der letzten Minute eingetroffenen verbu\u0308ndeten Truppen des Widerstandes einen Sieg der kaiserlichen Armee und damit die Niederschlagung der Rebellion in Andarra verhinderten. Die Verluste auf beiden Seiten waren jedoch enorm und zwangen beide Armeen dazu, den Winter zur Restrukturierung ihrer Kra\u0308fte zu nutzen. Wa\u0308hrend der Lupus Umbra einen Bru\u0308ckenkopf am Westufer der Beransader mit Unterstu\u0308tzung der Ipek, einem omino\u0308sen andarranischen Volksstamm, errichtet hat, setzen die Rebellen auf Befehl Tannjews von Norngard ihre Bemu\u0308hungen fort, sich auf die im Fru\u0308hjahr drohenden Offensive der kaiserlichen Armee vorzubereiten, um einen nennenswerten Widerstand entgegen setzen zu ko\u0308nnen. Dies wird jedoch durch die Tatsache sichtlich erschwert, dass die verbu\u0308ndeten lodrischen Truppen auf Befehl des Herzogs von Drachenfurt, Sir Gregory of Dragon&#8217;s Deep, Andarra u\u0308berraschend verlie\u00dfen. Geru\u0308chten zufolge ist das auf die Forderung des Barons Baernhelm Salazar von Argeste zu Husen zuru\u0308ckzufu\u0308hren, der diesen Truppenabzug von seinem Schwager Sir Gregory verlangte, da Tannjew von Norngard sich scha\u0308ndlicher weise mit dessen Gemahlin eingelassen habe. Es ist abzusehen, dass durch diesen Abzug der Lodrier die Armee der andarranischen Rebellen derma\u00dfen geschwa\u0308cht ist, dass ein Sieg bei einer direkten Auseinandersetzung<\/p>\n<p>beider Armeen aussichtslos erscheint. Sollten diese Geru\u0308chte stimmen wa\u0308re das ein erneuter Beweis dafu\u0308r, dass Ehrlosigkeit ins Verderben fu\u0308hrt!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hilfsleistungen fu\u0308r die Andarraner werden ausgeweitet!<\/strong><\/p>\n<p>Die stetigen Bemu\u0308hungen der Andarranischen Schutzmacht wirken sich nun auch direkt auf die durch Krieg und Flucht bedra\u0308ngte Zivilbevo\u0308lkerung aus. Innerhalb der Mauern Caer Conways und dem weiteren Umland wurden auf Bestreben der \u201aValkensteiner Kommission Seiner Gro\u00dfherzoglichen Majesta\u0308ts Mutter zur Bereicherung des kulturellen Austauschs mit den Kolonien\u2019 viele weitere Armenspeisungen und Sammellager eingerichtet, die den drohenden Nachwirkungen des Krieges Einhalt gebieten sollen. Nach der scha\u0308ndlichen Flucht der Lodrier gibt es nun wieder Hoffnung in der Bevo\u0308lkerung, welche die versta\u0308rkten Bemu\u0308hungen \u201eunserer Bru\u0308der und Schwestern aus dem Norden\u201c, wie einer unserer Gespra\u0308chspartner die Valkensteiner betitelte, a\u0308u\u00dferst wohlwollend annahmen. Doch damit nicht genug! Wa\u0308hrend sich einstige Verbu\u0308ndete von Feigheit getrieben in ihr eigenes Territorium zuru\u0308ckgezogen haben, um sich dort in ihrer vermeintlichen Rudelsicherheit zusammenzurotten, sorgte seine Eminenz Inquisitor Victor von Greifstedt in U\u0308bereinkunft mit Ritter Tannjew von Wiesenquell und Norngard perso\u0308nlich fu\u0308r die Einrichtung eines gro\u00dfra\u0308umigen Waisenhauses auf dem Gela\u0308nde der Valkensteiner Botschaft. Dort sollen fortan bis zu Einhundert Kinder, denen die Schrecken des Krieges die na\u0308chsten Verwandten geraubt haben aufgenommen, versorgt und ausgebildet werden, damit sie dereinst ihren rechtma\u0308\u00dfigen Platz in der Gesellschaft wieder einnehmen ko\u0308nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Flamen Damian \u2013 Eine Wiederkehr?<\/strong><\/p>\n<p>Wie im Artikel zum Lorinan zu lesen ist, ist Flamen Solis Alamariani Damian aus Voranenburg, dritter Sohn des Grafen von Voranenburg und ehemaliger Gesandter des engonischen Senates, dort umgekommen. Bis kurz vor Drucklegung sollte nun an dieser Stelle ein Nachruf auf sein Leben und sein Wirken und eine politische Betrachtung der Auswirkungen seines Todes stehen. Aber ein auch fu\u0308r uns nahezu unglaubliches Ereignis hat sich ergeben: Ebenjener Flamen Damian wirkt seit einem Monat erneut in Caer Conway!<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Aufruhr begleitete seine plo\u0308tzliche Ru\u0308ckkehr eines Abends, insbesondere da er scheinbar die Tatsache seiner wundersamen Ru\u0308ckkehr u\u0308bersah. Er kehrte im Gasthaus zum Silbernen Ba\u0308ren ein, wo er mit mehr als einem alten Gefa\u0308hrten konfrontiert wurde und erkla\u0308rte dort, dass er durch die Gnade der Go\u0308tter und die Tapferkeit einiger guter Freunde und Ka\u0308mpfer fu\u0308r den Widerstand ins Reich der Lebenden zuru\u0308ckgeholt worden sei. Diese wundersame Ru\u0308ckkehr scheint eng verknu\u0308pft mit dem Tod des Adeptus Talon Himmelssturm vom Bund zu Ayd&#8217;Owl. Flamen Damian konnte mehrfach geho\u0308rt werden, wie er tiefe Dankbarkeit fu\u0308r das Opfer des Adeptus ausdru\u0308ckte. Noch am selben Abend erkla\u0308rte er seine Absicht die Schuld, die sein Vater nun gegenu\u0308ber dem Widerstand hat, einzufordern. Ebenfalls am selben Abend nahm er sofort seine Pflichten als Flamen wahr und nahm an einem Standesgericht teil. Weitere Informationen finden sie im Artikel &#8218;Firngard verzweifelt?&#8216;. In den vergangenen Wochen scheint Flamen Damian seine Zeit vor allem darauf verwendet zu haben, sich der Horden von Bittstellern und Pilgern zu widmen, die Caer Conway und den dortigen Alamarschrein belagern. Besorgte Stimmen aus der Stadtfu\u0308hrung sind zu ho\u0308ren. Man denkt dort laut u\u0308ber Mo\u0308glichkeiten zur Beendigung der &#8218;religio\u0308sen Hysterie&#8216; nach.<\/p>\n<p>Politisch gesehen war diese Wiederbelebung ein schwerer Schlag fu\u0308r den Kaiser. Der Herrschaftsanspruch Barad Konars resultiert zuvorderst aus seiner Ru\u0308ckkehr von den Toten durch go\u0308ttlichen Willen und diese Besonderheit teilt er nun nicht mehr nur mit dem heiligen Jeldrik, sondern auch mit einem gleichzeitig wirkenden Widersta\u0308ndler. Die Implikationen sind vielfa\u0308ltig. So ist wahrscheinlich mit einem Ru\u0308ckgang der religio\u0308s motivierten Neu- zuga\u0308nge im Lupus Umbra zu rechnen, was ihm auf lange Sicht sehr wohl schaden wird. Ob dies aber kurzfristig bereits Folgen hat, ist noch nicht abzusehen. Flamen Damian scheint selbst kein Interesse daran zu haben seine Wiederbelebung milita\u0308risch auszu- nutzen. Auch auf politischer Ebene hat er bisher nur von der Ehrenschuld seines Vaters gesprochen. Es steht zu vermuten, dass den Flamen seine perso\u0308nlichen U\u0308berzeugungen von politischen Winkel- zu\u0308gen abhalten und zum Wohle des Widerstands bleibt zu hoffen, dass andere weniger Skrupel haben.<\/p>\n<p>Andernorts melden sich erste Zweifler, ob es sich bei dieser Person tatsa\u0308chlich um den verstorbenen Flamen Damian handelt. Sollte es sich bei diesem Priester Alamars um den Flamen Damian handeln wa\u0308re dies ein gro\u00dfes Wunder Alamars. Flamen Augustus aus Fanada, den wir zu diesem Vorfall befragten, meint: &#8222;Sofern der Ho\u0308chste tatsa\u0308chlich in all seiner uner- messlichen Weisheit und Gu\u0308te entschieden hat, Flamen Solis Alamariani Damian zu den Sterblichen zu entsenden, so mu\u0308ssen wir es als Fingerzeig Seines Willens betrachten, dass Er Seinen Diener nach Caer Conway entsandt hat. Mo\u0308ge dieses Wunder den Emporko\u0308mmling Tannjew von Norngard zu Vernunft bringen, auf dass Andarra sich wieder dem geordneten Gefu\u0308ge des heiligen engonischen Kaiser- reiches anschlie\u00dfe.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tangara Postille \u2013 Ausgabe vom 20. Tag des 9. Mondes 258 n.J.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schwerer Stand in Caer Conway<\/strong><\/p>\n<p>Die Geru\u0308chte um einen unumga\u0308nglichen Ru\u0308ckzug aus Caer Conway ha\u0308ufen sich. Die Stadt gilt als nicht mehr zu halten. Seine Exzellenz Sir Tannjew von Norngard zu Wiesenquell (Anm. d. Red. Erst ku\u0308rzlich von der Ko\u0308nigin Leonna rehabilitiert vom Vatermord und Reichsverrat, wir berichteten), Robert McManahugh (Kommandierender der Valkensteiner Entsatzkorps in Andarra) und die verschma\u0308hte Verlobte des Kaisers und neuerdings Waisenmatrone, Ariann Adbargsdottir (Anm. d. Red. Auch hier berichten wir selbst in aktueller Ausgabe neues), ka\u0308mpfen auf verlorenem Posten. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Fu\u0308hrungsriege des Krieges kritisieren. Warum sind die Sta\u0308mme noch nicht wieder geeint? Haben die fu\u0308hrenden Ko\u0308pfe die Zu\u0308gel verloren und lassen sie sich jetzt von den wilden Sta\u0308mmen Andarras deren Doktrinen aufzwingen? Welchen Sinn macht es dieses Gebiet noch zu halten, da immer mehr Menschen flu\u0308chten oder sich den verschiedenen Sta\u0308mmen anschlie\u00dfen um ihre Haut zu retten? Wie lange wird der Widerstand noch bestehen ko\u0308nnen? Steht nicht zu befu\u0308rchten, da\u00df sich die Leute in den Krisenregionen zusammen rotten und sich dem Kaiser anschlie\u00dfen? Es kann nicht mehr lange dauern, bis die na\u0308chste gro\u00dfe Offensive des Wolfslords startet und die letzten tapferen Krieger u\u0308berrennen wird. Warten wir es ab.<\/p>\n<p>Auch hier danken wir Lyria Lilienlied fu\u0308r Ihren Beitrag und bitten die A\u0308nderungen zu Entschuldigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Leiden in Andarra nimmt kein Ende !<\/strong><\/p>\n<p>Manch ein braver Bu\u0308rger fragt sich auf den Stra\u00dfen Andarras bereits, ob die Go\u0308tter diesen Flecken Erde bereits verlassen haben? &#8211; Nach der siegreichen, aber auch verlustreichen Schlacht gegen den Lupus Umbra ist nun eine weitere Plage u\u0308ber das Land hereingebrochen. &#8211; Die Pocken! Vielerorts wurden Fa\u0308lle von pockenartigen Krankheiten gemeldet, deren Opfer in erster Linie die Kranken und Schwachen sind. Bisher hat die Krankheit die Mauern Caer Conways noch nicht u\u0308berwunden, aber wie wir aus gut unterrichteter Quelle erfahren haben, scheint dies nur noch eine Frage der Zeit zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zum Kriege in Andarra&#8230; <\/strong><\/p>\n<p>Die Lage unserer Truppen an der Front scheint sich weiter zu verscha\u0308rfen. Nachdem immer wieder Berichte u\u0308ber gro\u00dfe Truppenbewegungen des Lupus Umbra bis nach Caer Conway dringen, scheinen die o\u0308rtlichen Befehlshaber langsam aber sicher die Kontrolle u\u0308ber die Grenzgebiete Andarras einzubu\u0308\u00dfen. Von Infiltratoren der Kaisertreuen und vermehrter verdeckten Operationen jenseits des Schlachtfeldes ist die Rede. Auf unsere Nachfrage hin verweigerten sowohl der Lordprotektor, Seine Exzellenz Sir Tannjew von Norngard zu Wiesenquell, wie auch der Oberbefehlshaber der Truppen, Robert McManahugh, eine Aussage. Fakt ist jedoch, dass sich auch innerhalb der Mauern Caer Conways, wie auch im angrenzenden Umland einiges bewegt. &#8211; Schanzen werden ausgehoben, die Mauern und Tore versta\u0308rkt und Lebensmittel und Vorra\u0308te in die Stadt geschafft. Au\u00dferdem gibt es Geru\u0308chte, dass ein starkes Heerbanner, samt einem au\u00dfergewo\u0308hnlich gro\u00dfen Tross aus Zivilisten Richtung Norden aufgebrochen ist. Wohin dieser Exodus marschiert konnte bisher nicht eindeutig gekla\u0308rt werden. &#8211; Es bleibt nur zu hoffen, dass sich unsere Verbu\u0308ndeten weiterhin dafu\u0308r einsetzen, dass Andarra die Freiheit verteidigen kann, die es mit dem Blut seines Volkes so teuer erkauft hat!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"21\">\n<li><strong> Tag des 9. Mondes 258 n.J.<\/strong>Am heutigen Tage, dem 21. Tag des 09. Monats 258 n.J., wurde ein weiterer gro\u00dfer Fl\u00fcchtlingstro\u00df gesichtet, der sich von Caer Conway aus offenbar in Richtung Norden bewegt. Viele Frauen, Kinder und Alte sind Teil des Trosses, aber auch ein Kontingent schwer bewaffneter Soldaten soll gesichtet worden sein.<br \/>\nGer\u00fcchten zufolge soll au\u00dferdem Lady Ariann von Gutenb\u00f6ckig, die ehemalige Verlobte Seiner Majest\u00e4t des Kaisers, Teil des Trosses sein. &#8211; Das Ziel ihres langen Marsches ist unbekannt, allerdings lassen Richtung und Zusammenstellung des Trosses darauf schlie\u00dfen, dass sie versuchen werden schnellstm\u00f6glich die K\u00fcste zu erreichen. &#8211; Welche Rettung sie sich dadurch versprechen bleibt ebenfalls ungewiss. Fakt ist aber, dass sie einen schwierigen Marsch vor sich haben; &#8211; umringt von marodierenden Horden des Lupus Umbra, den Witterungen des Landes schutzlos ausgeliefert, werden sie letztlich wohl nur mit Hilfe der G\u00f6tter ihr Ziel erreichen k\u00f6nnen.<strong>Versch\u00e4rfung des Kriegsrechts!<\/strong><br \/>\nNach Berichten unseres in Caer Conway verbliebenen Gesandten, wurde heute, am 21. Tag des 09. Monats 258 n.J. nur wenige Stunden nach dem Abmarsch der letzten Fl\u00fcchtlinge eine Ausgangssperre \u00fcber die Stadt verh\u00e4ngt. S\u00e4mtliche Tore und Zug\u00e4nge zu Caer Conway wurden geschlossen und verbarrikadiert. Die Stra\u00dfenz\u00fcge werden von Soldaten patrouilliert und Haus f\u00fcr Haus wird zur Schanze umgebaut. Es gehen Ger\u00fcchte um, dass die verbliebene Bev\u00f6lkerung die Auflage erhalten wird schnellstm\u00f6glich zu bewaffnen, um auf die kommende Schlacht vorbereitet zu sein. Caer Conway gleicht einem Hexenkessel und niemand wei\u00df, was die n\u00e4chsten Tage bringen werden.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"22\">\n<li><strong> Tag des 9. Mondes 258 n.J.<\/strong>&#8222;Auf Gehei\u00df des Feldherren der Vereinigten Heere Andarras, Hptm. Robert McManahugh und in \u00dcbereinkunft mit Seiner Exzellenz, Herr Tannjew von Norngard zu Wiesenquell, sei dem Volke Caer Conways hiermit kundgetan, dass von diesem Tage an, dem 22. Tag des 09. Monats im Jahre 258 n.J., ein jeder Mann, eine Frau und ein jedes Kind, dass sich noch in den Mauern Caer Conways aufh\u00e4lt, umgehend, binnen zweier Tage, in der Kommandantur der Reichsgarde oder der Valkensteiner Botschaft zum Zwecke der Musterung, Bewaffnung und Verwendungszuweisung vorzustellen hat! &#8211;<br \/>\nDie Zuwiderhandlung gegen diesen ausdr\u00fccklichen Befehl wird als Hochverrat gewertet und entsprechend bestraft!&#8220;Gegeben und verk\u00fcndet am 22. Tage des 09. Monats 258 n.J.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"23\">\n<li><strong> Tag des 9. Mondes 258 n.J.<\/strong>Der Krieg nimmt kein Ende! Chaos in Caer Conway!<br \/>\nDie Ger\u00fcchte um die Bewaffnung der verbliebenen Bev\u00f6lkerung Caer Conways haben sich zu unserem Entsetzen best\u00e4tigt! Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind wird seit dem gestrigen Tage, dem 22. Tag des 09. Monats 258. n.J., mit Waffen und Ausr\u00fcstung versehen, um ein letztes Gefecht gegen den Lupus zu erm\u00f6glichen. Scharen von B\u00fcrgern haben nach der Bekanntgabe der j\u00fcngsten Verordnung versucht die Stadt durch das Haupttor zu verlassen. Sie wurden jedoch, noch bevor sie das Tor erreicht hatten, von Soldaten der Reichsgarde zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. Die R\u00e4delsf\u00fchrer der Bewegung konnten ausgemacht werden und wurden umgehend durch ein Standgericht zum Tode durch den Strang verurteilt. &#8211; Die Kommandantur weigert sich beharrlich unserem Gesandten Rede und Antwort zu stehen. Die Lage auf den Stra\u00dfen scheint mittlerweile einigerma\u00dfen unter Kontrolle zu sein. Die meisten B\u00fcrger sind bereits ihren verschiedenen Einheiten zugewiesen worden. Viele von ihnen begr\u00fc\u00dfen die M\u00f6glichkeit dem Lupus etwas von dem heimzuzahlen, dass er ihrer Heimat angetan hat, doch ist auch klar, dass sie das abweisende Verhalten der hohen Herren der Kommandantur nicht vergessen werden!<strong>24. Tag des 9. Mondes 258 n.J.<\/strong>Der Wolf steht vor dem Tore!<br \/>\nNun ist es offiziell! Erste Einheiten des Lupus Umbra sind bei Einbruch der Nacht am 23. Tag des 09. Mondes 258. n.J., in Sichtweite der Befestigungsanlagen erschienen! Die verbliebenen Truppen in Caer Conway bereiten sich auf ein letztes heroisches Gefecht vor. Keiner von ihnen erwartet, dass er die kommende Schlacht \u00fcberlebt. Trotzdem zeigen die Gesichter dieser tapferen M\u00e4nner und Frauen mehr Stolz als Angst. Wenn der Lupus kommt um diese Stadt zu \u00fcberrennen, dann wird er daf\u00fcr bluten m\u00fcssen! &#8211; Auch die \u00f6rtliche F\u00fchrungsriege hat ihre Kommandantur verlassen. Immer wieder sieht man Hauptmann McManahugh und Sir Tannjew von Nornard die Reihen ihrer Leute abschreiten. Hier und da tauschen sie einige Worte mit alten und neuen Bekannten aus, spenden Mut und lassen die M\u00e4nner und Frauen, das freie Volk Andarras, wieder an die gemeinsame Sache Glauben!<\/p>\n<p><strong>25. Tag des 9. Mondes 258 n.J.<\/strong><\/p>\n<p>Die Belagerung beginnt!<br \/>\nNach der weitestgehenden Verheerung des Umlands der Stadt, beginnt der Lupus am heutigen Tage, dem 25. Tag des 09. Mondes 258 n.J., den Belagerungsring um die Stadt Caer Conway zu schlie\u00dfen. Welle um Welle l\u00e4sst der Wolfslord seine Truppen gegen die Mauern anrennen, die nur von einer Handvoll Verteidiger gehalten wird. Dann kommen die Belagerungsmaschinen ins Spiel! Feuer regnet auf den geschundenen Corpus der Stadt nieder und ein m\u00e4chtiger Rammbock beginnt das Tor entzwei zu schlagen. Auch die stetigen Ausf\u00e4lle der Reichsgarde, unterst\u00fctzt von Kommandos der Valkensteiner Sturmgrenadiere und anderer Veteranen, wird den letztendlichen Ausgang des Kampfes nicht verhindern k\u00f6nnen. Die Situation innerhalb der Stadt ist chaotisch! Die verbliebenen Soldaten und Offiziere versuchen Ordnung in die Reihen der ver\u00e4ngstigten Milizen zu bringen und zugleich die Verteidigung aufrecht zu erhalten. Durch einen schrecklichen Gl\u00fcckstreffer gelang es einem der Katapulte das Lazarett nahe der Stadtmauer zu treffen. Noch ist nicht klar, wie viele Verwundete und Personal dort den Tod gefunden haben.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"28\">\n<li><strong> Tag des 9. Mondes 258 n.J.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Wolf ist in der Stadt!<br \/>\nNach nunmehr drei Tagen des fortw\u00e4hrenden Kampfes um den \u00e4u\u00dferen Wall, gelang es dem Lupus heute eine gro\u00dfe Bresche zu schlagen, die von den wenigen Soldaten Caer Conways nicht l\u00e4nger gehalten werden konnte. Die Kommandantur befahl daraufhin den R\u00fcckzug von den Mauern und die Verlegung aller verbliebenen Truppen ins Innere der Stadt. Hier besetzen die Verteidiger die genau zu diesem Zwecke angelegten Schanzen und Bollwerke, um dem Feind den Einmarsch so schwer wie nur irgend m\u00f6glich zu machen. &#8211; Doch jedem in der Stadt ist bewusst, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis der Lupus auch dieser Linien \u00fcberrannt haben wird.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"30\">\n<li><strong> Tag des 9. Mondes 258 n.J.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der innere Wall ist gefallen!<br \/>\nNach dem Eintreffen weiterer Verb\u00e4nde des Lupus Umbra gelang es diesem nun auch in einer gro\u00df angelegten Offensive die letzten Verteidigungsstellungen der Verteidiger zu \u00fcberwinden! &#8211; Ein wahres Gemetzel folgte, als die verbliebenen Soldaten gemeinsam mit ihren Offizieren, unter ihnen angeblich auch Hptm. McManahugh und Sir Tannjew, den Lupus auf dem Vorhof der Kommandantur erwarteten und zu einem finalen Kampf stellten!<br \/>\nKeiner der heroischen Verteidiger \u00fcberlebte! &#8211; Der Lupus metzelte alles und jeden nieder, deren er habhaft werden konnte! &#8211; Ein dunkler Tag ist f\u00fcr Andarra angebrochen! &#8211; Doch es gibt noch Hoffnung. Denn kurz bevor der Lupus die Kommandantur \u00fcberrannte soll Ger\u00fcchten zufolge eine kleine Gruppe unter der F\u00fchrung der Askarier die Stadt auf geheimen Wege verlassen haben. Mit sich sollen sie die st\u00e4dtischen Reliquien gef\u00fchrt haben, um sie den Klauen des Wolfs zu entrei\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Tag des 10. Mondes 258 n.J.<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><br \/>\nDas dunkle Schicksal, welches sich bereits vor langer Zeit am Horizont abzeichnete ist nun Realit\u00e4t geworden. Die einstmals stolze Stadt Caer Conway, eines der Wahrzeichen des Widerstands ist gefallen! Die Mauern sind geschliffen und die meisten Geb\u00e4ude zerst\u00f6rt. Nur die schwelenden \u00dcberreste der Kommandantur der Stadt stehen weiterhin als ausgebranntes Mahnmal f\u00fcr die Schrecken des Krieges, die diesen gottverlassenen Landstrich heimgesucht haben! Auf gro\u00dfen Scheiterhaufen l\u00e4sst der Lupus die Standarten und sonstigen \u00dcberreste des Feindes verbrennen. Die letzten \u00dcberlebenden, wenn man bei den geschundenen K\u00f6rpern noch von so etwas sprechen kann, werden zusammengetrieben und als Hochverr\u00e4ter exekutiert.Der Lupus herrscht nun auch in Andarra und es bleibt abzuwarten welche weiteren Schrecken dieser Sieg heraufbeschw\u00f6ren mag!<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tangara Postille \u2013 Sommerausgabe 259 n.J.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ko\u0308nigin Loenna rehabilitiert Tannjew<\/strong><\/p>\n<p>Ko\u0308nigin Loenna von Donnerheim, Barad Konars erbittertste Widersacherin in Caldrien, hatte zum Ende des vergangenen Jahres den Rebellen Tannjew an ihren Hof zitiert, auf das er die Gelegenheit erhalte, sich fu\u0308r seine eigenma\u0308chtige Unterstellung der Provinz Andarra unter valkensteinisches Protektorat zu erkla\u0308ren. Tannjew machte sich tatsa\u0308chlich zu Beginn des Jahres im Bu\u0308\u00dfergewand auf den weiten und gefahrvollen Weg von Caer Conway nach Donnerheim und entschuldigte sich auf Knien fu\u0308r sein unrechtma\u0308\u00dfiges Verhalten. Er erkla\u0308rte, dass er &#8222;einzig zum Wohle des Reiches und im Dienste des Widerstandes&#8220; so entschieden und gehandelt ha\u0308tte.<\/p>\n<p>Ihre Hoheit honorierte die ehrlichen Worte des Jeldriken und sprach ihn frei von allen Vorwu\u0308rfen und Verbrechen, die Kaiser Barad Konar ihm anlastete, zu fo\u0308rderst des Vatermordes und Reichsverrates, und hob weiterhin die u\u0308ber ihn verha\u0308ngte Reichsacht des Kaisers auf. Sie bekra\u0308ftigte jedoch nicht seinen Anspruch auf den Titel und die La\u0308ndereien von Norngard. Dies stehe einzig und allein dem Fu\u0308rsten von Middenfelz zu, auch wenn es sich bei diesem um Barad Konar handele. Damit du\u0308rfe er sich fortan nur noch Tannjew von Wiesenquell nennen. Beobachter der caldrischen Ho\u0308fe u\u0308ber- raschte dies wenig, warteten sie doch schon lange auf einen Angriff der Ko\u0308nigin gegen den Kaiser auf dem politischen Parkett. Wir sind nun auf die na\u0308chste Handlung Barad Konars gespannt und werden in der na\u0308chsten Ausgabe der Postille berichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Verworrene Lage in Andarra<\/strong><\/p>\n<p>Seit dem die Stadt Caer Conway als letzte Bastion des Widerstandes in Andarra gefallen ist erha\u0308lt die Redaktion der Tangara Postille nur noch vereinzelte Meldungen mit wenig Aussagekraft, die sich ha\u0308ufig auch noch widersprechen. Es darf als besta\u0308tigt gelten, dass der Befehlshaber der kaiserlichen Armee in Andarra die Stadt bis auf den letzten Stein hat schleifen lassen. Selbst vor den Tempeln und Schreinen der Go\u0308tter sollen die Soldaten des Kaisers kein Halt gemacht haben!<\/p>\n<p>Damit enden aber auch die gesicherten Informationen aus Andarra. So sollen sich, glaubt man einer Quelle, die kaiserlichen Soldaten wieder nach Westen bis zur Beransader zuru\u0308ckgezogen habe. Truppenverlegungen ha\u0308tten auch nach Otterbach stattgefunden. Das weite Land o\u0308stlich der Beransader und der Beranberge, Schauplatz der blutigen Schlachten des vergangenen Jahreslaufes, seien somit einsam und verlassen. Geru\u0308chten zufolge soll es noch Widerstandsnester auf diesem Gebiet Andarras geben, doch darf man diese Meldungen kaum ernst nehmen, da sie sich wohl eher auf letzte U\u0308berlebende Sippen der aufsa\u0308ssigen Klans der Bergonen, Majaren und Skaldir beziehen, die nicht an der Schlacht an der Beransader teilgenommen und somit das Massaker u\u0308berlebt haben. Auch u\u0308ber die Anzahl der entkommenen Widersta\u0308ndler gibt es keine gesicherten Zahlen. Wa\u0308hrend einer der kaiserlichen Kommandanten, ein Mitglied des Ordens der Lupus Umbra, to\u0308nte, man habe \u201ekeinen der aufsa\u0308ssigen Bastarde am Leben gelassen, ob caldrischer Verra\u0308ter, andarranischer Barbar oder valkensteiner Eindringling\u201c ist es doch mittlerweile weithin bekannt, dass zumindest einige Fu\u0308hrungsperso\u0308nlichkeiten des andarranischen Widerstandes, na\u0308mlich Herr Tannjew von Norngard und Herr Robert aus Valkenstein, sich mehr oder weniger frei auf engonischem Grund und Boden bewegen.<\/p>\n<p>Ebenso flammen immer wieder Geru\u0308chte u\u0308ber einen unbekannten Ru\u0308ckzugsort in Andarra auf, in dem sich viele der Flu\u0308chtlinge aus Caer Conway vor den Truppen des Kaisers versteckt halten sollen. Allerdings steht viel mehr zu befu\u0308rchten, dass die Flu\u0308chtlinge den Tod durch die Schwerter der kaiserlichen Armee gefunden haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a name=\"_Toc507790264\"><\/a>Verlautbarung der K\u00f6nigin zu Tannjews Bu\u00dfe<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hiermit sey folgendes kundt und zu wissen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir \/ Loenna zu Donnerheym \/ von der Goetter wohlwollenden Guete Koenigin zu Caldrien \/ rechtmae\u00dfige Erbin des Caldrischen Imperiums und Behueterin des Reyches \/ sindt zu dem Schlu\u00df gekommen \/ dass Tannjew von Wiesenquell \/ Ritter Caldriens und des Ordens des heyligen Jedrik zu Ahrnburg \/ von jedwedem Verdachte des Vatermordes freygesprochen sey! Wir haben den demuetigen Bue\u00dfer wieder in Unseren Reyhen willkommen gehey\u00dfen und seynen Lehenseydt empfangen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fuerderhin sey bekannt \/ dass Wir ihm als Zeychen unseres Vertrauens all solche Privilegien \/ Freyheyten und Gnaden \/ die dem Stammvater des Vorgenannten gegeben waren \/ leyhen und dazu gehoerendt das in der Baronie Salmar gelegene Landtgut \/ welches da Norngardt sey \/ das er von Uns und dem Reyche zum Lehen haben soll.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seyn Handeln in Andarra erkennen Wir als Offenbahrung im Sinne Kayser Jeldriks und somit von den Goettern gerechtfertigt \/ die durch ihn zum Wohle Engoniens handeln. Daher erhaelt der Vorgenannte \/ fuerderhin Tannjew von Norngardt \/ die Unterstuetzung und das Vertrauen Donnerheyms. Zu diesem Zwecke bitten wir die Kirche des heyligen Alamar eynen Inquisitor an seyne Seyte zu stellen \/ auf das seyne weyteren Entscheydungen vom Lichte Alamars durchdrungen seyen und zum Wohle des engonischen Volkes gereychen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um dieser Unserer Uebertragung feste und unerschuetterliche Dauer zu verleyhen haben Wir befohlen \/ diese durch Unsere eygene Hand bekraeftigte Urkunde \/ durch das Eyndruecken Unserer koeniglichen Majestaet Insignie zu unterzeychnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gegeben im nach Jeldriks Auferstehung zweyhundertstem Jahr \/ danach im achtundfuenfzigsten Jahre.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kaemmerer Edwin von Stejark hat geprueft<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a name=\"_Toc507790265\"><\/a>Die Baronin von Goldbach \u00fcber Tannjew und den andarranischen Widerstand<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Gespr\u00e4ch zwischen der Baronin von Goldbach, Isabeau Lioncoeur, und dem jungen Ritter Bernard de Muraille<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Herr Tannjew ist der j\u00fcngere Sohn des Herrn von Norngard, eines Rittergutes in Barad Konars eigener Baronie Salmar. Sein Vater und Bruder waren Tiorsanh\u00e4nger und Allaron war Ritter des Lupus Umbra, als es noch ein exklusiver Orden Tiorsgl\u00e4ubiger unter der F\u00fchrung Barad Konars war.&#8220;<\/p>\n<p>Isabeau verstummte, als w\u00fcrde sie genau \u00fcberlegen welche Worte sie w\u00e4hlen sollte.<\/p>\n<p>&#8222;Tannjew fand seine Berufung nicht dort, sondern wurde Ritter im Orden des heiligen Jeldrik und erhielt ein kleines Gut namens Wiesenquell. Er distanzierte sich von seiner Familie&#8230; bis Barad Konar den Thron bestieg. Sein Bruder war gefallen und er damit der Erbe Norngards. Bei einem Besuch zu Hause starb sein Vater und Barad Konar, damals noch Baron von Salmar und seit neuestem der Erbe von Middenfels, beschuldigte ihn, seinen eigenen Vater get\u00f6tet zu haben. Dies veranlasste Tannjew zur Flucht und wir h\u00f6rten lange nichts von ihm. Er kehrte zur\u00fcck, als der Usurpator den Thron bestieg und scharrte den Widerstand um sich. Er ist ein Mann, dem es leicht f\u00e4llt Loyalit\u00e4ten auf sich zu zentrieren.&#8220;<\/p>\n<p>Sie schwieg wieder und f\u00fchrte Bernard zu einer windschiefen Bank unter einem Apfelbaum.<\/p>\n<p>&#8222;Es ist wichtig, das ihr gut zuh\u00f6rt und euch merkt, was ich euch erz\u00e4hle, denn ihr werdet auf diese M\u00e4nner treffen und m\u00fcsst wissen, wie ihr sie einsch\u00e4tzen m\u00fcsst.&#8220;<\/p>\n<p>Sie wartete ein zustimmendes Nicken ab und fuhr fort:<\/p>\n<p>&#8222;Tannjew tat etwas, was im Nachhinein sowohl brilliant als auch grenzwertig zu sehen ist. Er holte die Valkensteiner ins Land. Er stellte Andarra unter das Protektorat des Herzogs von Valkenstein und wurde damit zum Wojwoden von Andarra. Er schuf damit eine Barad Konar entgegengesetzte Macht als Gleichgewicht, die in der Schlacht an der Beransader einen gro\u00dfen Sieg errang und uns allen damit ein ganzes Jahr schenkte. Allerdings brach er damit aber auch alle Lehenseide und die K\u00f6nigin lie\u00df ihn f\u00fcr vogelfrei erkl\u00e4ren.&#8220;<\/p>\n<p>Isabeau seufzte:<\/p>\n<p>&#8222;Es war eine schwierige Situation, die K\u00f6nigin musste ihr Gesicht wahren und da war noch die Sache mit dem Mord an seinem Vater. Also lie\u00df sie verlautbaren, dass Tannjew sich an ihrem Hofe zeigen solle um Stellung zu den Vorw\u00fcrfen zu nehmen. Und wieder einmal \u00fcberraschte er uns mit einer brillianten Ausf\u00fchrung&#8230; Er machte sich von Caer Conway aus nach Donnerheim auf, allerdings im B\u00fc\u00dfergewand! Er trug Sack und Asche und ging unbewaffnet, jeder Wegelagerer h\u00e4tte Hand an ihn legen k\u00f6nnen! Begleitet wurde er nur von diesem impertinenten Zwerg, der die Funktion eines Leibw\u00e4chters erf\u00fcllte. Er klopfte damals an die Tore Goldbachs und ich gew\u00e4hrte ihm Gastrecht&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;und seitdem ist er unter unserem Geleit? Dieser Mann scheint vor allem Selbstlos zu sein.. Zumal er viel verlor, bevor er den Rest f\u00fcr Engoniens Wohl opferte.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Trotzdem sch\u00fcttelte er den Kopf<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Doch trotz allem, stellt solch ein Marsch allein die Ehre eines Mannes wieder her? Oder ist auch Dies Teil unseres Anliegens, sobald wir zu Hahnekamp vorgetreten sind?&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Nein, die Dinge, die ich berichte sind vor \u00fcber zwei Jahren geschehen. Tannjew erreichte Donnerheim und die K\u00f6nigin lie\u00df nicht nur Gnade walten, sondern setzte ihn offiziell als Herrn von Norngard ein, um seinen Erbanspruch zu bekr\u00e4ftigen und damit zu zeigen, dass sie den Anschuldigungen, die durch Barad Konar verbreitet wurden, keinen Glauben schenkte. Sie nutzte diese Gelegenheit um in Verhandlungen mit Valkenstein direkt zu treten. Das Andarra unter der Regentschaft Tannjews hielt bis zum Winter 258, als Caer Conway geschliffen wurde und fast gesamt Andarra unter die Herrschaft des Lupus fiel. Anschlie\u00dfend habe ich seine Spur verloren. Er ist wohl mit den Hauptleuten des Widerstandes nach Tangara gezogen, aber das n\u00e4chste Mal, das ich etwas von ihm vernommen habe, war nach dem Tag des Wolfes in Fanada. Es hie\u00df, er sitze im Kerker des Herzogs von Hanekamp. Wieso und wie er dahin gekommen ist&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Isabeau breitete die H\u00e4nde aus und zuckte mit den Achseln.<\/p>\n<p>&#8222;Es sind Ger\u00fcchte aufgekommen, wonach Tannjew Informationen \u00fcber den Tod von Hanekamps Sohn habe&#8230; offenbar war Barad Konar nicht nur damals dabei gewesen, als 251 n. Jeldrik Athorn von Hanekamp in Condra starb, sondern hatte ma\u00dfgeblich damit zu tun! Du wirst sowohl auf Tannjew, wie auch auf den Herzog von Hanekamp treffen. Wenn der Punkt richtig gew\u00e4hlt wird, dann k\u00f6nnte der Wunsch des Vaters nach Rache seine Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber Barad Konar aushebeln.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a name=\"_Toc507790266\"><\/a>Schreiben des lodrischen Offiziers bez\u00fcglich der Streitfalls mit den LU Gefangenen<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kommandantur zu Caer Conway<\/p>\n<p>Kommandierender Offizier<\/p>\n<p>Hauptman Leomar von Hohenstein,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>gegeben zu Beginn des 1sten Mondes<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>zu H\u00e4nden<\/p>\n<p>Seiner Gnaden<\/p>\n<p>Sir Gregory<\/p>\n<p>Herzog zu Drachenfurt<\/p>\n<p>Reichsritter Lodriens<\/p>\n<p>Kommadant in Engonien<\/p>\n<h5>Erneute Zwischenf\u00e4lle in Engonien<\/h5>\n<p>Hoher Herr,<\/p>\n<p>leider ist es zu einem weiteren Zwischenfall gekommen den ich Euch, Herr, leider nicht vorenthalten kann da er die Soldaten sehr ber\u00fchrt hat. Nach der Feldschlacht kam der Hohe Herr Ralf von Kr\u00e4henbroich u.a. mit Gefangenen aus dem Felde. Wir \u00fcbernahmen die Gefangenen am Tor und behandelten sie, wie es die Ehre und der Anstand geb\u00fchren. Wenige Stunden sp\u00e4ter kamen Gardisten der Engonier und verlangen nach den Gefangenen. Den allgemeinen Befehlen folgend, und auch der Tatsache, das die Gefangenen uns \u00fcbergeben waren, versagte der Wachhabende die \u00dcbergabe freundlich, aber bestimmt. Zudem war er verwirrt, da der Weibel angab, auf Befehl der K\u00e4mmerin zu handeln. Wie gesagt, Herr, den allgemeinen Befehlen folgend versagte er die Herausgabe und wunderte sich dar\u00fcber, da\u00df eine K\u00e4mmerin milit\u00e4rische Befugnisse haben sollte. An dieser Stelle kam ich hinzu und kann daher aus meinen eigenen Erfahrungen berichten und ich gebe alles nach bestem Wissen und gewissen wieder, Herr Gregory, darauf gebe ich mein Wort.<\/p>\n<p>Der Soldat der Engonier antwortet flappsig, da\u00df es ihn nicht wundere und wir auch gar keine Befugnisse hatten, die Gefangenen zu \u00fcbernehmen. Ich war anderer Ansicht, Herr, da sie der Torwache \u00fcbergeben wurden und versagte, als wachhabender Kommandant, die \u00dcbergabe erneut mit freundlichen Worten. Doch der engonische Offizier meinte nur, auf Lodrischem Boden h\u00e4tte ich sicher Autorit\u00e4t, aber lies keinen Zweifel daran, da\u00df er sich nicht darum schere, so wie er \u201eauf lodrischem Boden\u201c gradezu ausspie. Verzeiht, Herr, aber so war es. Ihr kennt mich und wi\u00dft, ich bin ein rationaler Mann, doch ist es alleine Sir Ralf von Kr\u00e4henbroich zu verdanken, da\u00df es nicht noch weiter eskalierte, denn der Engonier gab sich damit nicht zufrieden, er drohte auch offen. Seine genauen Worte waren, obwohl ein Ritter der Jeldriken schon vor ihm stand:\u00a0 &#8222;Mir ist es vollkommen egal, wer Euch aus welchen Gr\u00fcnden diese Befehle gegeben hat. So soll die Arbeit an Euch h\u00e4ngen bleiben: Bringt die Gefangenen bis zu den Abendstunden zur Kommanantur der Reichsgarde oder sp\u00fcrt die Konsequenzen!&#8220; Wie er mit einem Hohen Herrn und jeldrikischen ritter redete m\u00f6chte ich hier nicht wiederholen, Herr, da es nichts zur Sache tut. Wir haben dann die Gefangenen an Sir Ralf \u00fcbergeben, doch bin ich nicht sicher, ob sie bei den Engoniern, so sie \u00fcbergeben werden, so behandelt werden wie es angemessen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Herr, mein Herzog, bitte mi\u00dfdeutet nicht meine Worte, aber ich hab eSorge, wie das Verhalten der Engonier und auch der Valkensteiner an Arroganz und Feindlichkeit zunimmt. Ich sehe nicht, da\u00df wir erw\u00fcnscht sind oder wir oder unser Beitrag anerkannt oder angenommen werden. Herr, Die M\u00e4nner und Frauen bluten und sterben Seite an Seite mit den Engoniern, aber sie behandeln uns wie St\u00f6renfriede und, ja, fast Eindringlinge. Die Soldaten sp\u00fcren es, Herr, und dich auch. Nat\u00fcrlich versuche ich wo es geht die Lage zu beruhigen und meinen Zorn \u00fcber die Arroganz und die Wut \u00fcber die Ablehung zu vergessen, wie es sich f\u00fcr einen Offizier geh\u00f6rt. Aber ihr selbst kennt die Geschichten aus der Stadt, aus der K\u00e4mmerei und den Stra\u00dfen.<\/p>\n<p>Ich hoffe, ihr kommt bald zur\u00fcck, mein Herr, denn ihr werdet dringend gebraucht.<\/p>\n<p>Ich habe Sorge um die Moral der Soldaten und das zerbrechliche B\u00fcndnis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit aller h\u00f6chster Achtung<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Leomar von Hohenstein<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kommandierender Offizier<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc507790262\"><\/a><strong>Wissenswerte Hintergr\u00fcnde<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Tannjew f\u00fchrt zwar den Widerstand in Andarra, das aber nur von der Reichsgarde Gnaden. Die Andarraner vertrauen eigentlich nur der Reichsgarde, die immer schon in Andarra stationiert war, denn sie wurde von Jeldrik, der selber ein Andarraner war, erschaffen und darauf sind sie auch ein kleines bisschen stolz. Tannjew dagegen ist Caldrier und Norngarder. Letzteres bedeutet f\u00fcr die einen, dass seine Vorfahren Andarraner waren, f\u00fcr die anderen, dass seine Vorfahren Andarraner waren die sich den Caldriern unterworfen haben. Das einzige, das ihn als Caldrier hervorhebt ist, dass er auch Jeldrike ist. Auf der anderen Seite steht Tannjews Bruder Alaron von Norngard als Wolfslord und Befehlshabe der Lupus Umbra Invasion in Andarra<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zur Reichsgarde: Nach Barad Konars Machtergreifung hielt die Reichsgarde alles zusammen und gr\u00fcndete den Widerstand in Andarra unter Leitung des Oberkommandierenden Renwyk. Renwyk, ein geachteter und beliebter Mann, machte sich im Kriegsverlauf auf den Weg nach Fanada, um seinen Widerstand mit seinem Kameraden Richard Brin zu koordinieren. Allerdings wurde er von Lupus Umbra abgefangen, ermordet und sein Leichnam in die Memoria geworfen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ohne Renwyk fehlte dem Widerstand in Andarra eine F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit. Die drei anderen Kommandanten Stephanus, Darian und Jereos sind nur Soldaten und Befehlsempf\u00e4nger und leider nicht dazu in der Lage jemanden zu f\u00fchren. Tannjew war allerdings bei den Bergonen beliebt, weil er durch den geschaffenen Handel mit Lodrien den Reichtum nach Ost-Andarra gebracht hat. Bei den Reichsgardisten war er beliebt, weil er sich vor dem Senat offen f\u00fcr eine Verst\u00e4rkung und bessere Unterst\u00fctzung ihrer Reihen ausgesprochen hatte und er als Mitglied im Orden der Jeldriken genauso wie die Reichsgarde fest hinter der alten Ordnung steht. Weiterhin war er bekannt als erbitterter Gegner von Barad Konar. Kurzum, die drei Kommandanten besprachen sich mit Tannjew und er wurde kurzerhand an erster Stelle der Befehlsstruktur in Andarra eingesetzt. Und zwar, da sind wir wieder beim Anfang, von der Reichsgarde Gnaden. Die Herausforderung war es an dem Punkt, die andarranischen St\u00e4mme zu einen und in die Lage zu versetzen gegen die Lupus Umbra Arme, bestehend ausgebildete Berufssoldaten, zu bestehen. Dazu war es erforderlich Verb\u00fcndete zu finden \u2013 womit die Valkensteiner ins Spiel kamen. <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Die Belagerung Caer Conways &nbsp; Die F\u00fchrung in Caer Conway Tannjew von Norngard, Lordprotektor und Wojwode von Andarra Robert McManahugh, rechte Hand des Wojwoden und Feldmarschall der Truppen Jelena Jakovljeva, K\u00e4mmerin des Lordprotektors \u00a0 Weitere Mitglieder des Rates: Drei Kommandanten der Reichsgarde: Stephanus, Jereos und Darian (Andarra, Caldrien und Silvanaja?) Die Andarranischen Ris (Ri &hellip;<\/p>\n<p class=\"read-more\"> <a class=\"\" href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=431\"> <span class=\"screen-reader-text\">Krieg in Andarra<\/span> Weiterlesen &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":346,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/431"}],"collection":[{"href":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=431"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/431\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":438,"href":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/431\/revisions\/438"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/346"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=431"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}