{"id":79,"date":"2018-03-04T18:20:17","date_gmt":"2018-03-04T18:20:17","guid":{"rendered":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=79"},"modified":"2018-06-07T18:01:05","modified_gmt":"2018-06-07T18:01:05","slug":"goldbach","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=79","title":{"rendered":"Goldbach"},"content":{"rendered":"<h3><span id=\"Die_Baronie_Goldbach\" class=\"mw-headline\">Die Baronie Goldbach<a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/WappenGoldbach.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-80 alignright\" src=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/WappenGoldbach-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/WappenGoldbach-210x300.jpg 210w, https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/WappenGoldbach-768x1100.jpg 768w, https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/WappenGoldbach-715x1024.jpg 715w, https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/WappenGoldbach.jpg 1436w\" sizes=\"(max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/a><\/span><\/h3>\n<p>Die Baronie Goldbach liegt im Norden des Caldrischen Imperiums und bildet den S\u00fcdzipfel der Halbinsel Firngard.<\/p>\n<p>Ihre n\u00f6rdliche Grenze bilden die Ebenen von \u201eDe Blanche\u201c\u00a0; der \u201eBois de loup\u201c mit den vorgelagerten Gebirgsz\u00fcgen stellt die westliche Grenze dar. Im S\u00fcden wird die Baronie eingefasst von der Droor, welche in die \u00f6stlich liegende Bucht von Firanos und das Eismeer m\u00fcndet. Die K\u00fcstenlinie wird von massiven Steilklippen dominiert, eine Ausnahme bildet der M\u00fcndungsbereich der Droor. Hier befinden sich flache Str\u00e4nde, die f\u00fcr ihr Aufkommen von Alamarstein bekannt sind.<\/p>\n<p>Durch die Baronie hindurch verl\u00e4uft die Reichsstrasse, welche den Hauptzugang zur Baronie darstellt. Sie beginnt in Donnerheim und verl\u00e4uf in Ost-West-Richtung. Man erreicht Goldbach \u00fcber das Lehen \u201eDe Muraile\u201c mit seinem ausladenden Wald, wecher die Strasse n\u00f6rdlich und s\u00fcdlich einfasst. Wenn man diesen hinter sich gelassen hat, zweigt nach Norden ein breiter Weg ab, welcher an der zugeh\u00f6rigen Fliehburg vorbei zum Kloster \u201eSt. Margherite\u201c f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der Reichsstrasse weiter folgend kommt man an eine Kreuzung. Hier geht es gen S\u00fcden entlang des Flusses Vitesse an den Schiffsanleger, welcher sich an der Droor befindet. Die Vitesse ist aufgrund ihrer geringen Tiefe nicht schiffbar aber durch Fl\u00f6sse befahrbar. Nach Norden f\u00fchrt der Weg zwischen Feldern hindurch in das Dorf Goldbach sowie weiter folgend zur Burg Goldbach.<\/p>\n<p>Im n\u00f6rdlichen Anschluss liegt das Lehen \u201eDe Blanche\u201c inmitten eines grossen Waldes. An diesen Wald schliessen sich im Norden und Osten grosse Weidefl\u00e4chen an, welche der Schafzucht dienen. Von der Kreuzung weiter in \u00f6stlicher Richtung erreicht man ein weiteres Waldst\u00fcck, durch welches die Vitesse hindurchfliesst. Eine \u00dcberquerung ist hier durch den Fl\u00f6sser oder etwas weiter n\u00f6rdlich \u00fcber eine Furt m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Nachdem man den Wald verlassen hat, erblickt man im Norden eine Kornm\u00fchle und kommt an einen nach S\u00fcden f\u00fchrenden Weg, welcher vorbei an einem Geh\u00f6ft zum Lehen Merdrignac und die Ortschaft Le Amber f\u00fchrt. Die Droor kann hier mit einem Floss \u00fcberquert werden.<\/p>\n<p>Die Reichsstrasse f\u00fchrt weiter in nord\u00f6stlicher Richtung und f\u00fchrt zum Lehen \u201eDe Bucheron\u201c. Hier hat man die Steilk\u00fcste erreicht und hat einen freien Blick auf die Bucht.<\/p>\n<h5>Die Baronin<\/h5>\n<p><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1301\">Isabeau Lioncoeur, Baronin von Goldbach<\/a><\/p>\n<h5>Einheiten Goldbachs<\/h5>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1296&amp;preview=tru\">Die Garde des Hauses zu Goldbach<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h5>Bekannte Menschen aus Goldbach<\/h5>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1326\">Ritter Balduin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1348\">Ardor Teldan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1299\">Der Weibel, Francois<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1328\">\u00c9douard<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1330\">Julienne<\/a>, Gardistin aus Goldbach<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1332\">Nesrine<\/a>, Gardistin zu Goldbach<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1334\">Andr\u00e9<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1336\">Aim\u00e9e de la Rivi\u00e8re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1338\">Eponine de Chiragan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1340\">Gustav<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1350\">Alexane de Merdrignac<\/a>, Laviniageweihte<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1352\">Manon<\/a> , K\u00fcchenmagd<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1342\">Tonara Sayo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1344\">Fleur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1378\">Sandrine<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h5>Besondere Orte<\/h5>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1305\">Die Veste Goldbach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1355\">Das Laviniakloster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1357\">Der Schiffsanleger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=1359\">Pointe de la vue und die Isle de Ciel<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span id=\"Die_Geschichte_Goldbachs\" class=\"mw-headline\">Die Geschichte Goldbachs<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Die Historie Goldbachs&#8216;<\/b><br \/>\nNiedergeschrieben durch die \u00c4btissin Anais Laviniatreu, Vorsteherin des Klosters St. Marguerite.<\/p>\n<p>Im Jahre des Heils 152 n. J., als unsere geliebte K\u00f6nigin die Nordm\u00e4nner durch ihren Liebreiz gef\u00fcgig machte und ihnen das Land im Norden zu Lehen gab, da betrat mit Eirik Rotbart auch sein Gef\u00e4hrte Sievert Flinkhand, genannt Frauentr\u00f6ster, engonischen Boden.<\/p>\n<p>Sievert wurde 165 n.J. ein Sohn geboren, der ward Yves gehei\u00dfen. Da Sievert sein Leben im Kampfe an Eiriks Seite verbracht hatte, erhoffte er sich f\u00fcr Yves ein besseres Leben und sandte ihn in den S\u00fcden um Knappe eines Ritters zu sein. Als Eirik starb, k\u00e4mpfte Sievert in den aufkeimenden Folgekriegen an der Seite eines von Eiriks S\u00f6hnen weiter, starb jedoch bald darauf in einem Scharm\u00fctzel.<\/p>\n<p>So lernte Yves nicht nur von Kindesbeinen bei seinem Vater den Kampf der Nordm\u00e4nner, sondern auch die ritterlichen Tugenden, sowie den Kampf zu Pferd. Als sein Ritterschlag errungen war, kehrte er in den Norden zur\u00fcck und stellte sich in die Dienste des Grafen Beauxchamps, in dem er einen kultivierten und gerechten Herrn erkannte.<\/p>\n<p>Im Sommer 180 n. J. sandte Beauxchamps seinen Ritter nach Donnerheim, um am Turnier der K\u00f6nigin teilzunehmen. Lavinia hatte Yves mit Liebreiz und Tugendhaftigkeit gesegnet und so war er an der Turnierstatt bekannt und beliebt, w\u00e4hrend er mit gro\u00dfer Kunstfertigkeit seine K\u00e4mpfe focht und Siege errang. Auch wenn er unterlag, so tat er es mit Minniglichkeit und ward dar\u00fcber zerknirscht, so dass es der Bewunderung, die man ihm entgegenbrachte, keinen Abbruch tat. Diese Bewunderung brachte Yves nicht nur Freunde, sondern auch Feinde, denn unziemlicher Neid nistete sich in den Herzen einiger Herren ein. Sie suchten den jungen Firngarder zu erniedrigen und seinen Stolz zu kr\u00e4nken, um ihn zu einem Treffen zu fordern, in dem er unterliegen sollte. Wenig sollten diese Missg\u00fcnstigen wissen, dass er dieses Treffen aus ganz anderem Grund suchen w\u00fcrde!<\/p>\n<p>W\u00e4hrend er in Donnerheim weilte, wurde ihm zugetragen, dass einer der s\u00fcdcaldrischen Barone offenbar die Treue der Firngarder zur K\u00f6nigin ein Dorn im Auge war. Es wurde unter der Hand erz\u00e4hlt, dass er die marodierenden Banden der jedes Jahr angreifenden Nordleute mit Blutgeld bezahle, damit sie das Land verw\u00fcsteten und die neuen Untertanen der K\u00f6nigin schwach hielten. Von rechtschaffenem Zorn erf\u00fcllt, stellte Yves ihn zur Rede, doch sein Gegner schrie \u201eVerleumdung!\u201c und \u201eNiedertracht!\u201c, so dass sich bald schon eine Menschenmenge um sie bildete. Yves warf seinem Gegner den Handschuh ins Gesicht, so voll Wut getrieben war und Stille senkte sich \u00fcber das Volk, denn noch bevor die Sonne unterging, w\u00fcrde einer der beiden in seinem Blute liegen.<\/p>\n<p>Der K\u00f6nigin wurde der Streit und sein Grund daf\u00fcr angetragen und so erschien sie selbst an der St\u00e4tten, um Zeugin dieses G\u00f6tterurteils zu sein. Der Herold verk\u00fcndete das Treffen und bald schon donnerten die ger\u00fcsteten Krieger auf ihren Pferden aufeinander zu. Yves war jung und auch wenn er schon manchen Kampf geschlagen hatte, so war sein Gegner erfahrener. Die Lanzen splitterten und schon bald schlugen die K\u00e4mpfer mit Kriegs\u00e4xten aufeinander ein. Das Pferd unter Yves Gegner strauchelte und warf den Ritter ab. W\u00e4hrend manch einer aus dieser Situation seinen Vorteil gezogen h\u00e4tte, so z\u00fcgelte Yves sein Pferd und sa\u00df ab, um keinen unlauteren Vorteil zu ziehen. Ein Raunen ging durch das Volk ob dieser Geste, auch wenn ihn insgeheim mancher einen Narren schalt, weil er dies tat.<\/p>\n<p>Die Ritter zogen ihre Schwerter und der Kampf wogte heftig hin und her. Ein heftiger Hieb traf Yves am Kopfe und zwang ihn in die Knie. Benommen sch\u00fcttelte er das edle Haupt und brachte erst im letzten Augenblick den Schildarm nach vorne um den kommenden Hieb aufzuhalten. Dieser war so m\u00e4chtig, dass er Yves Schild spaltete und den Arm des Ritters zertr\u00fcmmerte. Angstvolle Rufe erhoben sich, denn viele sahen schon das Ende des firngarder K\u00e4mpfers nahen, doch Yves biss die Z\u00e4hne zusammen, griff sein Schwert und stie\u00df es seinem Gegner mit einem gellenden Schrei durch das Visier.<\/p>\n<p>Schwankend erhob sich Yves und das Blut floss in Str\u00f6men an ihm herab. Er wandte sich zur K\u00f6nigin und verneigte sich vor ihr, bevor er wie tot in den Sand des Turnierplatzes fiel. Die Heiler konnten den Arm des Ritters nicht retten, er wurde am Ellenbogen abgenommen. Am darauf folgenden Tage rief die K\u00f6nigin Yves zu sich und hie\u00df ihn vor Zeugen niederknien. Dies waren ihre Worte:<\/p>\n<p>\u201eTapfer und voller Glut habt ihr f\u00fcr das gek\u00e4mpft, was ihr f\u00fcr billig und recht befunden habt, Herr Ritter, das Wohl Caldriens vor euren Augen. Nicht einmal diese f\u00fcrchterliche Wunde, die ihr erhalten habt, konnte eure Tapferkeit verringern. Dies hat gro\u00dfen Eindruck auf uns gemacht! Wir ernennen euch zum Baron von Goldbach und geben euch unser Kronland zu Lehen, auf das ihr und eure Kinder auch in Zukunft tapfer und treu zu Seiten unseres Thrones steht. Erhebt euch, Yves Lioncoeur, Baron von Goldbach, denn euer Mut glich dem eines L\u00f6wen und so soll man euch fortan kennen!\u201c<\/p>\n<p>So wurde das Haus Lioncoeur Herr \u00fcber Goldbach und ist es heute noch, Lavinia sei Dank und Preis daf\u00fcr!<\/p>\n<p><b>St. Marguerite \u2013 Schutzpatronin Goldbachs<\/b><br \/>\nVor geraumer Zeit, als Nordcaldrien noch in den Nachwehen der K\u00e4mpfe mit den Firngardern lag, zogen pl\u00fcndernde Banditen durch das Land und nahmen der armen Bev\u00f6lkerung das wenige, was ihnen geblieben war.<\/p>\n<p>In einem kleinen Weiler lebte Marguerite, die Tochter des K\u00f6hlers. Sie war ber\u00fchmt f\u00fcr die Segnungen, die sie von Lavinia erhalten hatte. In ihr vereinten sich die Lieblichkeit der Blumen mit der G\u00fcte und Anmut von Tauben. Ihr Herz war pures Gold und die Rehe des Waldes kamen um zu ihren F\u00fc\u00dfen zu ruhen.<\/p>\n<p>Pere B\u00e4rensohn, der ungeschlachte, grausame Anf\u00fchrer der Banditen, vernahm von ihrer Sch\u00f6nheit und da er einer jener M\u00e4nner war, die immer das bekamen, was sie begehrten, so dachte er auch die K\u00f6hlerstochter zu bekommen.<\/p>\n<p>Also sandte er eine Bande seiner R\u00fcpel los, um ihm das M\u00e4dchen zuzuf\u00fchren. Doch die M\u00e4nner und Frauen des Weilers taten sich zusammen und warfen die Banditen aus dem Dorf, denn sie wussten, dass Marguerite Lavinias Auserw\u00e4hlte war und wollten sich eher den Zorn der Banditen zuziehen, als die G\u00f6ttin der Tauben zu entt\u00e4uschen, die ihnen ein solches Juwel anvertraut hatte. Es kam, wie es kommen musste.<\/p>\n<p>Pere B\u00e4rensohn versammelte seine w\u00fcste Bande und griff das Dorf an. Binnen kurzer Zeit hatten sie alle \u00fcberw\u00e4ltigt und trieben sie auf dem Dorfplatz zusammen. Marguerite war gezwungen worden sich im Wald zu verstecken, aber sie h\u00f6rte wie Pere B\u00e4rensohn drohte f\u00fcr jedes Glas Wein das er trank einen Dorfbewohner zu t\u00f6ten!<\/p>\n<p>Marguerite weinte bitterlich als sie solch g\u00f6tterlose Worte vernahm. Sie sch\u00fcrzte ihre R\u00f6cke, flehte zu Lavinia sie nicht zu verlassen und lief ins Dorf zur\u00fcck. Als Pere B\u00e4rensohn sie sah, lie\u00df er ein grausames Lachen h\u00f6ren, ergriff sie und zerrte sie zum Schrein der Lavinia, um ihr Gewalt anzutun!<\/p>\n<p>Marguerite lie\u00df sich mitf\u00fchren wie ein Lamm zur Schlachtbank, doch diejenigen, an denen sie vorbeigingen, erz\u00e4hlten sp\u00e4ter das sie ein Messer in ihrem Bund blitzen sahen und h\u00f6rten folgende Worte: \u201eOh, Lavinia, lichte Herrin, die Du die Menschen liebst! Verzeih mir das Sakrileg, das ich begehen werde, doch die Liebe zu den meinen zwingt mich mein eigenes Heil aufzugeben um sie zu retten. Ich nehme freudig die Ewigkeit jeder H\u00f6lle auf mich, die Du f\u00fcr n\u00f6tig erachtest, aber ich flehe Dich an: verschone meine Leute!\u201c<\/p>\n<p>So flehte Marguerite in ihrer h\u00f6chsten Not, w\u00e4hrend ihr Peiniger, blind vor w\u00fcster Lust, sie zum Schrein zerrte, um dort, angef\u00fcllt von Z\u00fcgellosigkeit und tierhafter Wollust, seinen Willen mit ihr zu haben. Im Schrein angelangt warf Pere B\u00e4rensohn Marguerite zu Boden und st\u00fcrzte sich auf sie &#8211; geradewegs in ihr Messer hinein!<\/p>\n<p>Mit einem \u00fcberraschten Gesichtsausdruck sackte Pere B\u00e4rensohn sterbend in Marguerites Armen zusammen. Verwundert blickte er sie an und versuchte ihr Gesicht zu ber\u00fchren, denn in ihrem unendlich guten Herzen fand sie Mitleid f\u00fcr diesen Mann und Pere B\u00e4rensohn starb in der qualvollen Gewissheit wie sein Leben verlaufen w\u00e4re, wenn er es auf Liebe aufgebaut h\u00e4tte und nicht auf Hass und Angst.<\/p>\n<p>Als das \u00fcbrige Gesindel gewahr wurde, was geschehen war, erhoben sie ein m\u00e4chtiges Get\u00f6se und wollten sich sowohl auf Marguerite wie auf die unbewaffneten Dorfbewohner st\u00fcrzen, als die Soldaten von Yves Lionceour im Dorf eintrafen.<\/p>\n<p>Sie machten kurzen Prozess mit den Strauchdieben und Yves Lionceour, der Gr\u00fcnder des Hauses Goldbach wurde Zeuge von Lavinias Wunder: Dort, wo einen Augenblick zuvor noch Marguerite war, erhob sich ein Sturm aus Kirschbl\u00fcten und trug sie mit sich fort. Und w\u00e4re das nicht Zeichen genug einer g\u00f6ttlichen Gnade gewesen, so erscholl eine Stimme, in der der Fl\u00fcgelschlag der Tauben und das Lachen von Liebenden lag: \u201eVon nun an sei f\u00fcr immer bekannt, dass Marguerite mein Herz ger\u00fchrt hat! Tr\u00e4nen, die sie f\u00fcr ihre Feinde vergoss, besiegelten ihren Platz an meiner Seite!\u201c<\/p>\n<p>So wurde Marguerite zur Heiligen der Kirche Lavinias und Yves Lionceour, der Zeuge dieses Wunders war, bat sie um die Gunst Patronin seines Hauses zu sein. zum Zeichen, das sie ihm dieses gew\u00e4hrte, erbl\u00fchten an dem Tage, als er seine Braut heim f\u00fchrte alle Margueriten im Garten und bl\u00fchen seitdem ununterbrochen.<\/p>\n<p>Man sagt, an dem Tage an dem die letzte Bl\u00fcte vergeht auch das Haus Goldbach vergehen wird. M\u00f6gen wir nicht leben um Zeugen davon zu werden!<\/p>\n<p><b>Die Wirtschaftlichkeit Goldbachs<\/b><br \/>\nFrere Gerard, Chronist des Emilie Lioncoeur, Baron von Goldbach \u00dcber die Wirtschaftlichkeit der Baronie Goldbach im Jahre 258 n. J. unter der segensbringenden Herrschaft ihrer Gnaden Isabeau Lioncoeur, Baronin von Goldbach.<\/p>\n<p>Ein Bericht, verfasst durch Frere Celestin, ihrer Gnaden Scriptor und Chronist.<\/p>\n<p>Die Baronie Goldbach wird im S\u00fcden durch die Droor und im Osten durch die Bucht von Firanos begrenzt. Im Norden existieren keine bemerkenswerten landschschaftlichen Merkmale, die Goldbach zu Blanchefleur abgrenzen, w\u00e4hrend im Westen eine Kette niedriger Berge den k\u00f6niglichen vom goldbachschen Forst trennt.<\/p>\n<p>Das Jahr 258 n.J. war, trotz der Geschehnisse, die das engonische Kaiserreich aktuell ersch\u00fcttern, in wirtschaftlicher Hinsicht ein sehr erfolgreiches f\u00fcr die Baronie. Die Haupteinnahmequelle der Baronie, der Export der G\u00fcter Ahornsirup und Alamarstein, in fremden Landen auch Bernstein genannt, sind in diesem Jahre um drei einhundertstel gegen\u00fcber dem Vorjahr angestiegen, was nicht zuletzt dem Besuch ihrer Gnaden in Amonlonde zu verdanken sein wird.<\/p>\n<p>Die Baronie ist weitestgehend autochthon in Bezug auf die Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit den Grundlagen des t\u00e4glichen Bedarfs. Die weithin ger\u00fchmten Handarbeiten der Baronie, die einen wachsenden, wenn auch noch geringen, Posten des Exportes ausmachen, basieren auf Grundstoffen, die vor allem aus dem n\u00f6rdlichsten Rittergut de Blanche stammen.<\/p>\n<p>Die Schafzucht von de Blanche findet auf den fruchtbaren Weiden des n\u00f6rdlichen Goldbachs statt, die den kurzen Landstrich zwischen den Ahornw\u00e4ldern im zentralen Goldbach und den kargen B\u00f6den Blanchefleurs ausmachen. Die daraus resultierende Wollproduktion deckt den Bedarf der Baronie mit groben und feineren Garnen. Es ist bekannt, dass ihre Ganden selbst diese Garne nutzt. Der weiter oben erw\u00e4hnte Handel mit Bernsteinen ist ein Privileg ihrer Majest\u00e4t der K\u00f6nigin, welches dem Hause Goldbach vor nunmehr drei Generationen verliehen wurde. Gegen einen festgesetzten Zehnt sowohl an ungeschliffenen Steinen wie auch aus dem Handelserl\u00f6s, wurde dem Haus Goldbach das Monopol der Bernsteinfischerei verliehen. Es scheint, dass der gegenw\u00e4rtig herrschende bewaffnete Konflikt im Reich den Bedarf an diesem, vor allem in der Alchemie und Heilkunde genutzten, Edelstein gesteigert hat.<\/p>\n<p>Das K\u00fcstengebiet, in welchem die Bernsteinfischerei haupts\u00e4chlich betrieben wird, ist zu gro\u00dfen Teilen dem Rittergut Merdrignac zugeh\u00f6rig, welches am n\u00f6rdlichen Delta der Droor gelegen ist. Der aktuelle Herr des Hauses Merdrignac, Chevalier Mathis, ist im Heer der K\u00f6nigin, so dass die Kontrolle der Fischerei und des Handels in den H\u00e4nden seiner Ehefrau, der Dame Anouk, liegt. Diese f\u00fchrt ein strenges Regiment und ahndet \u00dcbertritte schwer, auch wenn es in letzter Zeit keine Hinrichtungen gab. Dies scheint ein weiteres Zeichen der inneren Stabilit\u00e4t der Baronie Goldbach in diesen schweren Zeiten zu sein.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich der Forstwirtschaft ist das Rittergut de Muraille zu erw\u00e4hnen. Es ist von den acht Ritterg\u00fctern der Baronie das \u00f6stlichste und kriegerischste. Der erste Murail war ein Verwandter und enger Freund von Yves Lioncoeur gewesen. Nachdem dieser w\u00e4hrend eines Zweikampfes seinen Schildarm verlor, wurde Murail zu seinem Schild und sch\u00fctzte seine linke Seite in allen kommenden K\u00e4mpfen. Er erhielt daf\u00fcr das Rittergut, welches wir nun unter dem Namen Murail kennen. Dieses dichte Waldgebiet im Osten der Baronie erbringt nicht nur reiche Ernte in Ahornsirup, es ist auch f\u00fcr seinen Reichtum in jagdbarem Wild bekannt. Die Familie Murail erhielt bis auf weiteres das Privileg der uneingeschr\u00e4nkten Jagd und hat es bis heute inne. Wirtschaftlich gesehen ist jedoch der Gewinn an Nutzholz von gr\u00f6\u00dferer Bedeutung f\u00fcr die Baronie. Der Schiffsbau entlag der Droor bezieht seine Rohstoffe gr\u00f6\u00dftenteils von hier.<\/p>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass die Baronie auch in diesem Jahr nicht nur ihren Verpflichtungen gegen\u00fcber der Krone in gewohnter Weise wird nachkommen k\u00f6nnen, sondern auch einen Gewinn erwirtschaftet hat, der trotz der derzeitig vorherrschenden Kriegswirren als nicht unerheblich zu bezeichnen ist.<\/p>\n<p><b>Die Geschichte der Alamarsteine<\/b><br \/>\nZu Anbeginn der Zeit tanzte Lavinia zur Freude ihres Bruders Alamar. Sie erfreute ihn so sehr, dass er ihr eine Freude machen wollte. Lavinia sagte, dass sie sich gerne einmal mit Alamars Strahlen schm\u00fccken wolle, sie seien so h\u00fcbsch anzusehen. Alamar konnte ihr seine Strahlen nicht geben, da diese die zarte Haut seiner Schwester verbrennen w\u00fcrden. Also lie\u00df er einige von ihnen zu Stein werden und wirkte daraus Kopfschmuck und Geschmeide. Lavinia war so gl\u00fccklich \u00fcber dieses Geschenk, dass sie erneut zu tanzen begann.<\/p>\n<p>Sie tanzte \u00fcber das Land und die Luft erf\u00fcllte sich mit ihrem Lachen, so dass es Fr\u00fchling wurde. Aber Lavinia achtete nicht auf ihren Weg. Ihr Gewand verfing sich in den Steinen und sie stolperte. Der Kopfschmuck fiel herab und barst in unz\u00e4hlige, kleine Splitter, die von den Wellen ins Meer getragen wurden.<\/p>\n<p>Lavinia weinte bitterlich \u00fcber ihr Mi\u00dfgeschick und ihre Tr\u00e4nen wurden zu Perlen, die ins Meer herabfielen.<\/p>\n<p>Noch heute sp\u00fclt das Meer an der Ostk\u00fcste Nordcaldriens Splitter des Alamarsteines an. Du erkennst sie daran, dass sie vom Meer nicht verschluckt werden k\u00f6nnen, sondern auf ihm schwimmen. Alamars Feuer ist noch immer lebendig in ihnen, denn sie brennen wie Kerzen wenn du sie anz\u00fcndest.<\/p>\n<p><b>Midsommer in Goldbach<\/b><br \/>\nIn der Baronie Goldbach, nicht weit von Burg Goldbach entfernt, liegt ein See. Dieser See ist absolut kreisrund und bald schon begeht Goldbach dort einen der wichtigsten Feiertage der Lavinia.<\/p>\n<p>Die Vorbereitungen dazu werden jedes Jahr bereits im sechsten Monat getroffen.<\/p>\n<p>Die Legende besagt, dass Lavinia in einer sommerlichen Vollmondnacht auf diesen Weiher traf. Durch die Lichtung stand der Mond genau \u00fcber dem Wasser und seine Strahlen spiegelten sich auf magische Weise darin. Es sah so aus, als ob der Mond f\u00fcr eine Nacht auf die Erde herabgestiegen war um ihr Gesellschaft zu leisten.<\/p>\n<p>Lavinia war so vergn\u00fcgt \u00fcber diesen Anblick das sie laut lachte. Ihr Lachen zog die Menschen zu diesem Ort und sie sahen wie die lichte G\u00f6ttin im strahlenden Licht des Mondes \u00fcber die Wasser tanzte. Sie segnete die M\u00e4nner und Frauen die gekommen waren mit ihrem Anblick und man erz\u00e4hlt sich, dass mehr als ein h\u00fcbsches Kind in jener Nacht gezeugt wurde.<\/p>\n<p>Jedes Jahr, in den Vollmondn\u00e4chten nach der Sommersonnenwende, zieht der gesamte goldbachsche Hof in Pavillons um, die nur f\u00fcr diesen Zweck erbaut worden sind.<\/p>\n<p>Die Feiern zu Ehren Lavinias dauern drei N\u00e4chte. Die Tage werden genutzt um sich auszuruhen und zu baden, es wird gepicknickt und gefaulenzt. Wenn die D\u00e4mmerung einsetzt, dann entz\u00fcndet ein jeder eine Kerze, welche nur in diesen N\u00e4chten brennt.<\/p>\n<p>Der Schein der Kerzen und des vollen Mondes ist das einzige Licht und so wundert es nat\u00fcrlich nicht, wenn sich jemand im Pavillon irrt oder aber aus dem Wald nicht wieder herausfindet, bis die Sonne am n\u00e4chsten Morgen wieder aufgeht, n&#8217;est-ce pas?<\/p>\n<h4><span id=\"Der_Glaube_Goldbachs\" class=\"mw-headline\">Der Glaube Goldbachs<\/span><\/h4>\n<p>Goldbach ist sehr laviniagl\u00e4ubig. Details zu den caldrischen Riten sind auf der Lavinia-Seite zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Baronie Goldbach Die Baronie Goldbach liegt im Norden des Caldrischen Imperiums und bildet den S\u00fcdzipfel der Halbinsel Firngard. Ihre n\u00f6rdliche Grenze bilden die Ebenen von \u201eDe Blanche\u201c\u00a0; der \u201eBois de loup\u201c mit den vorgelagerten Gebirgsz\u00fcgen stellt die westliche Grenze dar. 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