{"id":84,"date":"2018-03-04T18:21:35","date_gmt":"2018-03-04T18:21:35","guid":{"rendered":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=84"},"modified":"2018-06-07T18:01:05","modified_gmt":"2018-06-07T18:01:05","slug":"firngard","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/engonien.net\/engonienwiki\/?page_id=84","title":{"rendered":"Firngard"},"content":{"rendered":"<p>Der nord\u00f6stliche Teil des Landes der K\u00f6nigin war in alter Zeit als \u201eFiranos\u201c bekannt. Die langgezogene Halbinsel im S\u00fcden des Immerfrostes war seit jeher nur d\u00fcnn besiedelt, karge B\u00f6den boten den Bauern nur wenig zum Leben. Bekannt war Firanos h\u00f6chstens f\u00fcr abgeschiedene Kl\u00f6ster und im Gebirge wandernde Tiorspriester oder Einsiedler. So verwundert es wenig, dass die pl\u00fcndernden Nordm\u00e4nner, die ab 98 nach Jeldrik ein entlegenes Alamarkloster \u00fcberfielen, auf wenig Gegenwehr stie\u00dfen. Die Pl\u00fcnderer waren Barbaren aus den kalten Nordlanden, die \u201edas gr\u00fcne S\u00fcdland\u201c aus ihren alten Sagen suchten. Die Skaldir erz\u00e4hlen von einem \u00e4hnlichen Land, aus dem ihre Vorfahren ihre Beutez\u00fcge nach Andarra starteten bevor sie schliesslich dort sesshaft wurden.<\/p>\n<p>Den Chronisten nach kamen die Nordm\u00e4nner den M\u00f6nchen wie leibhaftige Tiorsbestien vor, im Blutrausch und nur in Felle geh\u00fcllt, t\u00f6teten sie ohne Gnade und raubten sogar das Altarsilber. In ganz Nordcaldrien hielt man die Geschichte der wenigen \u00dcberlebenden erst f\u00fcr erfunden, den \u00dcberfall f\u00fcr das Werk einiger S\u00f6ldner oder R\u00e4uber, manch Einer hatte auch Andarraner in Verdacht. Erst als es in den folgenden Jahren zu mehreren \u00dcberf\u00e4llen der selben Art kam, begann man in Donnerheim den Erz\u00e4hlungen Glauben zu schenken. Die Adligen in Firanos konnten der Bedrohung der schnellen Angriffe von Fluss und See nicht Herr werden, waren jedoch viel zu stolz, um die Hilfe der Reichsgarde zu bitten. So ver\u00f6deten ganze Landstriche, die Menschen zogen in die N\u00e4he befestigter Siedlungen und beteten zu Alamar, die Plage von ihnen zu nehmen. Doch Jahr f\u00fcr Jahr stieg nicht nur die Zahl der Pl\u00fcnderungen, nun kamen ganze Flotten voll der barbarischen Krieger \u00fcbers Meer, genug um selbst befestigte Siedlungen zu st\u00fcrmen.<\/p>\n<p>Zu dieser Zeit wurde der M\u00f6nch Bernardus von den Nordm\u00e4nnern verschleppt. Ein junger Barbarenh\u00e4uptling mit dem Namen Eirik hatte erkannt, dass man mehr durch L\u00f6segeld, denn Pl\u00fcnderungen verdienen konnte und brauchte Bernardus als seinen Dolmetscher. Bernardus schreibt: \u201eSo sie uns auch vorkommen wie Tiere, Menschen aus Fleisch und Blut sind es. Wenig besser als uns behandeln sie sich untereinander, ein jedes Dorf \u00fcberf\u00e4llt seine Nachbarn und raubt ihnen was es kann. In diesem kalten Land von Eis und Schnee zwingt die Natur dem Menschen das Tier auf, so scheint es. Doch wissen sie viel vom Holze und von der Jagd, sogar vom Ackerbau, so glaube ich, verstehen sie so manches.\u201c Zur Religion bemerkt er: \u201eNichts wissen diese armen Seelen von Alamar, doch h\u00f6ren sie mir manchmal zu, wenn ich von Ihm erz\u00e4hle. Doch scheinen sie sich Alamars w\u00e4rmenden Glanz in diesem dunklen Lande nicht vorstellen zu k\u00f6nnen. Doch Tior und Naduria sind zweie ihrer G\u00f6tter gleich. Auch Lavinia \u00e4hnelt ihrer G\u00f6ttin der Familie und Fruchtbarkeit; f\u00fcr die sch\u00f6nen K\u00fcnste hatte man dort im Norden nichts \u00fcbrig.\u201c<\/p>\n<p>Nach Eiriks Beispiel, nahmen nun auch andere H\u00e4uptlinge Geiseln und schliesslich gen\u00fcgte es, dass die Schiffe der Nordm\u00e4nner vor der K\u00fcste auftauchten, damit Gold f\u00fcr sie bereitstand, ohne dass auch nur ein Streich gef\u00fchrt war. Nach Jahren der Pl\u00fcnderung war aber Firanos so arm geworden, dass sich keine gute Beute mehr machen lie\u00df. Da schloss sich Eirik 152 n.J. mit H\u00e4uptlingen zusammen, mit einer gro\u00dfen Flotte die Droor hinaufzufahren und Donnerheim selbst zu pl\u00fcndern.<\/p>\n<p>Bernardus schreibt: \u201eSo gross war die Zahl der Schiffe, dass die m\u00e4chtige Droor unter ihnen nicht zu sehen ward.\u201c Andere Chronisten sprechen nur von drei Dutzend Schiffen.<\/p>\n<p>Angesichts des drohenden Angriffs zog nun K\u00f6nigin Eleanor den Nordm\u00e4nnern entgegen, um sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Hieronimus von Donnerheim schreibt: \u201eAls [die H\u00e4uptlinge] nun aber am vereinbarten Ort ins Festzelt der K\u00f6nigin traten, da war inmitten des Zeltes ein gro\u00dfer Haufen von Gold und Geschmeide. Und die K\u00f6nigin, sch\u00f6n wie Lavinia selbst war dort an der Tafel. Und in Demut neigte sie ihr Haupt vor den H\u00e4uptlingen und lud sie an die Tafel. Und als die K\u00f6nigin mit ihnen vom selben Geschirr a\u00df, und von der Not des Volkes sprach da sch\u00e4mten sie sich sehr und keiner hielt ihrem Blicke stand. Da ging sie und bot jedem eine Krone und Firanos sollte ihnen zu eigen sein und ihren Kindern auf immerdar. Da beseelte sie der Geist des heiligen Nelor und weinend fielen sie vor ihr aufs Knie und schworen ihr die Treue. Da war aber einer bei den Schiffen, der da hie\u00df Roderick, der wollte sich nicht beugen. Der Wildeste von ihnen war er und da die H\u00e4uptlinge gegangen waren da begab er sich zum Zelte, die K\u00f6nigin zu erschlagen. Grosses Geschrei hub an und die M\u00e4nner der Garde konnten nicht gegen ihn bestehen. Da trat die K\u00f6nigin selbst vor ihn hin, sprach zu ihm und k\u00fcsste ihn auf die Stirne. Da lief er weit fort und war lange nicht gesehen.\u201c<\/p>\n<p>Eirik sollte nun der Graf von Firanos sein und die anderen H\u00e4uptlinge seine Barone. Als nun im n\u00e4chsten Jahr wieder R\u00e4uber aus dem Norden kamen, riefen sie ihre M\u00e4nner zusammen und stellten sich ihren Landsleuten zum Kampf. Bernardus schreibt: \u201eLange wogte der Kampf und keiner schien den Sieg erringen zu k\u00f6nnen. Doch zu wenig M\u00e4nner hatte Eirik, den Streit noch l\u00e4nger auszufechten. Als nun schon alles verloren schien, da erschien Roderick auf dem Felde und so wild hieb er auf die Feinde, dass man neuen Mut fasste. So soll dann auch Roderick selbst den H\u00e4uptling der Barbaren get\u00f6tet haben und da ergaben sich die Anderen.\u201c Daraufhin nannte Eirik seine Grafschaft Firngard (Firnwacht) und Roderick machte er zu einem Baron. Bis heute wird Roderick als gr\u00f6\u00dfter Held Firngards gefeiert und seine Taten werden immer noch erz\u00e4hlt und junge M\u00e4nner versuchen ihm nach zu eifern.<\/p>\n<p>Eirik regierte noch 7 Jahre und mehrmals wurden die Pl\u00fcnderer zur\u00fcckgeschlagen, mancher sagt, caldrische Adelige h\u00e4tten die Nordm\u00e4nner mit Gold zu weiteren Angriffen gebracht, da sie Eirik misstrauten. Nach Eiriks Tod kam es zu vielen Fehden zwischen den Firngardern, als die Nachfolge Eiriks unklar blieb. Auch wurden einige Fehden mit den angrenzenden caldrischen Adligen ausgefochten und es brauchte fast zwei Generationen, bis wieder Frieden einkehrte. Am Ende hatten sich, neben der gr\u00e4flichen Hausmacht Beauchamps, drei weitere Baronien durchgesetzt. Oscronne im Norden, Marnois im Westen mit firngards einzigem gro\u00dfen Hafen, und Blanchefleur im S\u00fcden.<\/p>\n<p>Die Nordm\u00e4nner lernten in dieser Zeit auch viel \u00fcber ihr neues Land. Mit ihren Erfahrungen in Eis und Schnee und dem Wissen der Caldrier erzielten sie erstaunliche Ernten. Im Ackerbau wollten die Firngarder anfangs auch die ihnen unbekannten Pferde einsetzen und lie\u00dfen sich nur schwer davon \u00fcberzeugen zu Pferde zu k\u00e4mpfen. Nach dem ersten Zusammenstoss mit Formationen caldrischer Ritter zu Pferd beeilten sie sich die Kunst des Kampfes zu Pferd und vor allem in Formation zu lernen. F\u00fcnf Jahre nach Eiriks Tod waren regelm\u00e4\u00dfige \u00dcbungen der Huskarle (Ritter) der Barone eingef\u00fchrt und 188 n.J. war das erste offizielle Turnier in Reines geboren. Pferdezucht wird mittlerweile leidenschaftlich von den meisten Rittern betrieben, aber traditionell werden Pferde immer noch benannt wie zu der Zeit, als die ersten Firngarder sich am Reiten versuchten: \u201e\u00dcbelkeit\u201c, \u201eDrecksvieh\u201c und \u201eDurchfall\u201c sind die besseren Namen, manches Pferd hat eine ganze Schimpfkanonade.<\/p>\n<p>Auch der Alamarglaube verbreitete sich schnell, teils aufgrund der Bem\u00fchungen der Kirche, teils aufgrund des w\u00e4rmeren Klimas, aber vor allem, weil damit das Konzept des Lehenssystems einherging: Die Barone machten ihre besten Krieger, die Huskarle, zu Rittern, denen bestimmte L\u00e4ndereien f\u00fcr ihre Dienste und zum Schutz gegeben wurden. In der Absicht m\u00f6glichst viele Huskarle an sich zu binden, waren die Lehen f\u00fcr caldrische Verh\u00e4ltnisse sehr klein und bis heute hat Firngard zwar viele aber auch sehr arme Ritter.<\/p>\n<p>Turniere und die Jagd ersetzten langsam die Fehde und mit ihnen kamen auch die ritterlichen Ideale. Als Graf Rainault (201-250) Fehden nur noch unter bestimmten Vorraussetzungen erlaubte, kam es zu einer letzten grossen Fehde zwischen ihm und dem Baron von Blanchefleur. In er Schlacht am Foret d&#8217;Artroux wurde Blanchefleur geschlagen, den Ausschlag gaben die Ritter aus Marnois, die auf Seiten des Grafen in die Schlacht eingriffen. Seitdem haben die Barone viel von ihrer Unabh\u00e4ngigkeit eingeb\u00fcsst und, von kleinen Fehden, die mittlerweile eigentlich verboten sind, einmal abgesehen, herrscht Frieden.<\/p>\n<h3><span id=\"Land_und_Leute\" class=\"mw-headline\">Land und Leute<\/span><\/h3>\n<p>In den kleinen D\u00f6rfern und Weilern in Firngard lebt ein duldsamer Menschenschlag, f\u00fcr den harte Arbeit und der Kampf gegen die Gewalten der Natur zur Tagesordnung geh\u00f6rt. Das Land ist von kleinen Fl\u00fcssen aus dem Immerfrost durchzogen, die im Fr\u00fchling \u00fcber die Ufer treten. Fr\u00fchjahr und Herbst regnet es best\u00e4ndig, im Winter kann je nach Gegend der Schnee so hoch liegen, dass man nicht mehr vor die T\u00fcr kommt. In vielen Gegenden ist der Boden steinig und die Feldarbeit entsprechend hart. Die aus den Feldern geholten Steine finden sich bald in kleinen Feldmauern und H\u00e4usern wieder, dennoch ist der Hauptbaustoff Holz mit Lehm. Lohnende Rohstoffe gibt es nur im Immerfrost, aber der Abbau und Transport sind die M\u00fche kaum wert. M\u00e4nner die dennoch im Tagebau, als Prospektoren oder J\u00e4ger im Immerfrost arbeiten werden \u00fcberall mit grossem Respekt behandelt. Man nennt sie die \u201eMontagneurs\u201c. \u00c4hnlich bewundert werden die wenigen, die sich trauen in den Foret d&#8217;Artroux zu wandern, einen alten k\u00f6niglichen Forst, um den sich allerlei Sagen und Legenden ranken. Einige wenige Adlige haben zwar das Recht dort Hochwild zu jagen, \u00fcben es aber selten aus, und wenn, dann dringt man nie allzu tief in diesen dunklen Wald vor. Allein Philippe de la Follye soll seinerzeit tief hineingegangen sein und jagte die Tiere, die man am Waldrand fast nie zu Gesicht bekam. Er handelte mit ihren Fellen und machte so La Follye reich und die nachfolgenden Generationen tun es ihm gleich.<\/p>\n<p>An den wenigen K\u00fcstenstreifen, die schiffbar sind betreibt man Fischfang, aber die t\u00fcckische K\u00fcste wird zu Vielen zum Verh\u00e4ngnis, als dass dies lohnend w\u00e4re. Ebenso gibt es, ausser von Marnois aus, keinen Seehandel. Was gehandelt wird nimmt die alte caldrische Strasse, die stellenweise noch gut erhalten ist. Sie f\u00fchrt an der k\u00fcste entlang durch Blanchefleur, dann durch Goldbach und zweigt dann vor der Droor nach Donnerheim und nach Engonia ab.<\/p>\n<p>F\u00fcr die einfachen Probleme des Lebens suchen die Menschen meist pragmatische und manchmal auch ungew\u00f6hnliche L\u00f6sungen, f\u00fcr die sch\u00f6nen K\u00fcnste haben sie wenig \u00fcbrig. Ausser einfachen Bauern und Handwerkern findet man h\u00f6chstens einen Troubadour oder Geschichtenerz\u00e4hler. Musik m\u00f6gen diese Menschen zwar, aber sie ist sehr einfach und die Texte grenzen meist ans Obsz\u00f6ne. Etwas kultivierter geht es nur in den kleinen St\u00e4dtchen zu, die sich um die Sitze der Barone gebildet haben. Firngarder sind im Allgemeinen sehr religi\u00f6s und auch abergl\u00e4ubisch. Der Magie stehen sie bestenfalls argw\u00f6hnisch gegen\u00fcber, Gelehrsamkeit ist hier keine Tugend, sondern eher eine der Faulheit verwandte Charakterschw\u00e4che.<\/p>\n<p>Leibeigenschaft gibt es in Firngard nicht, seine Bewohner stammen von freien Bauern und Kriegern ab und haben das Konzept der Leibeigenschaft nie angenommen. Regelm\u00e4ssiger Frondienst ist ebenso unbekannt, ein Adliger wird seine Untertanen im Bedarfsfall aber schon zur Arbeit heranziehen.<\/p>\n<p>Was die Firngarder noch von den anderen Caldriern abhebt ist die Sprache. Als erstes lernten sie das alte Caldrisch, da man sie damit an die heiligen Alamartexte heranf\u00fchren wollte und weigerten sich danach schlicht die neue Gemeinsprache zu lernen. Sie sind \u00fcberzeugt die einzigen zu sein die richtiges Caldrisch anstatt eines modernen Dialekts zu sprechen. Allerdings hat sich ihre eigene Sprache mit dem Alt-Caldrischen vermischt und das Ergebnis wird nur noch von wenigen Scholaren mit dem Caldrischen verbunden. Bernardus schreibt: \u201eFurchtbar! Sie Quaken und quetschen die Sprache, verst\u00fcmmeln und verschlucken so Manches, verl\u00e4ngern daf\u00fcr Anderes. Es klingt als seien die Worte froh sich aus ihnen herausgequ\u00e4lt zu haben. Ich ertrage es nicht, ihre Gebete an Alamar zu h\u00f6ren. Blasphemie!\u201c<\/p>\n<p>Was Mode angeht, so sind die Baronien teils Jahre hinter der aktuellen Mode in Donnerheim und zudem noch b\u00e4uerlich. Haare werden im allgemeinen kurz getragen, B\u00e4rte ebenso, wenn \u00fcberhaupt. Firngarder sind sehr stolz darauf keine Barbaren mehr zu sein und sie vermeiden alle Fellteile an der Kleidung und lassen ihre B\u00e4rte nie lang wachsen.<\/p>\n<p>Waffentechnisch schw\u00f6rt Firngard auf seine Eigenheiten: Kettenhemden sind die bevorzugte R\u00fcstung und die Schilde sind gross und tropfenf\u00f6rmig, eine Weiterentwicklung des Rundschildes f\u00fcr den Kampf zu Pferd. Die Hauptwaffe der Ritter ist die Lanze, danach nimmt man Schwert, Axt oder Kolben. Die Gemeinen benutzen Speer, Kolben, Kn\u00fcppel, Beil, Axt, Flegel, Kurzschwert oder eigentlich alles, was sie in die Finger bekommen k\u00f6nnen, Schwerter sind nicht verboten aber un\u00fcblich und verp\u00f6nt. Dazu besteht ihre R\u00fcstung aus Leder oder Stoff und dazu manchmal einen einfachen Schild. Helme der Ritter sind oft einfache Topfhelme, daneben gibt es offene Helme mit Nasenschutz, die spitz zulaufen. Visierhelme sind un\u00fcblich, da sie, wie Plattenteile, f\u00fcr die meisten Ritter unerschwingliche Importware sind.<\/p>\n<h3><span id=\"Religion\" class=\"mw-headline\">Religion<\/span><\/h3>\n<p>Die Alamarkirche ist in Firngard stark vertreten, kaum ein Dorf, dass nicht eine Kapelle oder zumindest einen Schrein hat. Die Erfahrung, dass Schnee im Sommer von der Sonne geschmolzen wird, hat einst grossen Eindruck auf die Nordm\u00e4nner gemacht. Meist geht ein ganzes Dorf mindestens einmal in der Woche gemeinsam zum Gottesdienst, viele gehen aber auch alleine zum Gebet, meist Morgens, zum Dank und Abends, um um etwas zu bitten. Daher sind die meisten Kirchen in West-Ost Ausrichtung gebaut, damit die Morgensonne durchs Hauptportal und die Abendsonne durch das Altarfenster f\u00e4llt.<\/p>\n<p>St.Nelor ist der von vielen Firngardern als Schutzpatron verehrte Heilige. Tior hat seine Wurzeln in der Seele der Firngarder, auch wenn er nur in Oscronne eine gr\u00f6ssere Anh\u00e4ngerschaft findet: Widerst\u00e4nde und Gefahren \u00fcberwindet man mit Durchsetzungsverm\u00f6gen, der eigenen Kraft und Gewitztheit, einem starken Willen und Durchhalteverm\u00f6gen. Die Oscronner sind sehr Stolz darauf, ihr Probleme selbst zu l\u00f6sen und mit allen Gefahren fertig zu werden. Angst, Schw\u00e4che und vor allem das Aufgeben sind keine Optionen f\u00fcr sie. Dennoch sind sie viel zu sehr praktische Menschen, dass sie nicht doch den von Tior so verhassten Kompromiss oder Hilfe suchen, wenn es sein muss. In den D\u00f6rfern ist die Gemeinschaft daher wichtiger und Tior findet seine Anh\u00e4nger eher bei Einzelg\u00e4ngern und Wildnismenschen.<\/p>\n<p>Wie Tior ist auch Naduria den Firngardern l\u00e4nger bekannt als Alamar und man findet viele Naturkundige, Kr\u00e4uterfrauen und Einsiedler auf dem Lande. Dennoch findet sich Naduria eher bei Erntedankfeiern, abergl\u00e4ubischen Schutzritualen oder stummen Stossgebeten wieder, weniger als bewusste G\u00f6tterverehrung. Ehen werden auf dem Land nicht in Lavinias Namen sondern in Alamars geschlossen, da die rechtliche Verbindlichkeit hier wichtiger ist, als die Gef\u00fchle. Lavinia wird eher von werdenden M\u00fcttern verehrt und viele Familien verehren sie im privaten Rahmen am heimischen Herd. An den H\u00f6fen der Barone ist Lavinia pr\u00e4senter und auch die Turniere dort, die oft eine Art Heiratsmarkt sind, finden oft in Ihrem Namen statt. In Lavinias Namen nehmen Ritter als Minnedienst Aufgaben von ihnen verehrter Damen auf sich. In Blanchefleur ist die Verbundenheit der Ritter mit Lavinia am st\u00e4rksten, dort ist sie oft auch Schutzpatronin ihrer Familien.<\/p>\n<p>Sziv\u00e1r ist in Firngard zwar nicht verboten, aber auch nicht gerne gesehen. Der Arm der Inquisition ist lang und der weg nach Donnerheim kurz. Im privaten Rahmen gibt es unter den H\u00e4ndlern sicherlich ein paar Anh\u00e4nger und auch in entlegenen Bergt\u00e4lern oder tiefen W\u00e4ldern mag es im Geheimen Gl\u00e4ubige geben. Hin und wieder munkelt man aber auch, dass es unter Adligen eine Art Szivar verehrenden Geheimbund gegeben hat, allerdings weiss man nichts Genaues und so k\u00f6nnen es auch einfach nur Ger\u00fcchte sein.<\/p>\n<p>Aine hat f\u00fcr die Firngarder den Geruch Szivars an sich. Magie an sich ist den Firngardern unheimlich. Nur wenige k\u00f6nnen lesen, hier wird fast alles noch m\u00fcndlich \u00fcberliefert. Sollten Geschichten oder Gedichte niedergeschrieben werden, dann eher in Lavinias Namen. Allgemein sind die Firngarder sich aber der Existenz aller G\u00f6tter bewusst und sie z\u00f6gern nicht, sich im Notfall den Beistand eines Jeden von ihnen mit Gebeten oder Opfern zu sichern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der nord\u00f6stliche Teil des Landes der K\u00f6nigin war in alter Zeit als \u201eFiranos\u201c bekannt. Die langgezogene Halbinsel im S\u00fcden des Immerfrostes war seit jeher nur d\u00fcnn besiedelt, karge B\u00f6den boten den Bauern nur wenig zum Leben. Bekannt war Firanos h\u00f6chstens f\u00fcr abgeschiedene Kl\u00f6ster und im Gebirge wandernde Tiorspriester oder Einsiedler. 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