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Die Erkenntnis des Tages!
Tannjew:
--- Zitat von: Vanion am 26. Sep 13, 16:41 ---Es ist scheiße, es ist schlimm, und es ist scheißegal.
--- Ende Zitat ---
Es ist einfach nur bequem.
Jeremias:
--- Zitat von: Vanion am 26. Sep 13, 16:41 ---Ich nehme mich davon nicht aus. Es ist scheiße, es ist schlimm, und es ist scheißegal. "Es macht ja jeder", und ich mach es auch, ich mag den Supermarkt. Insofern sind wir alle Teil des Problems.
--- Ende Zitat ---
Die Annahme, dass dies ein Problem ist, wird hier unwidersprochen zu Grunde gelegt. Das entspricht zwar durchaus der Logik des Films, der hier den Anstoß gab, führt aber dazu, dass man gar nicht versteht, warum jemand nicht so "tierschützerisch" eingestellt ist.
Ich verweise hierbai auf Krisz' Aussage von oben: "Unsere Spezies ist ja die herrschende Rasse." Auch wenn das vermutlich abfällig gemeint ist (vgl. "HumanityFuckYeah"), so ist doch eine durchaus verbreitete Geisteshaltung zu dem Thema.
Meine Einstellung zu dem ganzen Thema ist Folgendes:
1. Wir haben als Menschen eine Verantwortung für unsere Umwelt und unseren Planeten.
2. Diese Verantwortung verbietet es uns wie die kleinen Kinder damit umzuspringen.
3. Ein Mensch ist inhärent mehr wert als ein Tier.
Für mich folgt daraus als Handlungsprämisse: Ich bin dagegen, für Eitelkeitsprodukte Tierversuche durchzuführen und für homoöpathische Medikamente Tiere umzulegen. Ich bin kein Freund von Gewinnmaximierung durch miserable Lebensbedingungen für Tiere. Ich halte es für gut, dass sozial gesehen auch arme Menschen sich Kleidung und Essen leisten können wie früher nur die Oberschichten. Ich sehe keine inhärenten Probleme mit Schlachtung, halte es aber für unverantwortlich, davon etwas wegzuwerfen.
Das ist aber nur meine eigene, persönliche Einstellung und ich erhebe sicherlich keinen Allgemeinheitsanspruch.
Metadiskussionsmässig muss man sagen, daß Lukas nicht ganz unrecht hat, so mancher "Tierfreund" macht das hauptsächlich, um sich als Gutmensch zu fühlen, unabhängig vom Sinn seiner Tat. Das würde ich jetzt aber speziell Krisz nicht unterstellen wollen.
Tannjew:
Richtig erkannt, ich werfe nur gelegentlich ein Thema in den Raum und schaue, wie die Menschen reagieren (oder ob), das sagt ja genug aus. Als liberaler Mensch will ich nichts aufgezwungen bekommen und zwinge niemandem etwas auf, so einfach ist das.
Zur Metadiskussion: der Begriff "Gutmensch" ist nicht ohne Grund mal fast Unwort des Jahres geworden. Es ist ja etwas Gutes, wenn Menschen Missstände anprangern. Man sollte solche nicht diskreditieren. Man sollte Bigotterie lieber direkt beim Namen nennen, statt den Begriff "Gutmensch" zu verwenden.
Jeremias:
Naja. Gutmensch ist jetzt nicht erst seit Internetforen abwertend gemeint. Und Bigotterie passt schlechter, hier gehts ja um Leute, die gute Absichten haben und sich daran auch erfreuen.
Tannjew:
Da kann ich nichts verwerfliches dran erkennen. Gutmensch hab ich bisher auch eher aus der rechten Ecke als Beleidigung verortet.
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