Der Städtebund von Tangara > Brega

In der Umgebung von Brega.

<< < (32/80) > >>

Vanion:
"Also hast du in Blanchefleur das echte, das originale Testament des Alten gefunden? Und Savaric wird andere Abschriften vernichtet haben - doch damit hätte er genauso jeden Beweis, das er einen rechtmäßigen Anspruch auf das Lehen seines Vaters hat, vernichtet. So dumm würde er nicht sein, glaube ich. Grade er muss doch wissen, dass der Anspruch der Roqueforts auf La Follye äußerst wacklig ist. Und er ist ein Bastard. Wenn er auch nur ein wenig nach seinem Vater kommt, muss er Ähnlichkeit mit seinem Bruder, meinem Vater, haben. Und mein Vater war stets und immer sehr ..standesbewusst. Er hat immer betont, was einem Bauern zusteht. Was einem Adligen zusteht. Und immer und immer wieder hat er davon gesprochen, dass edle Geburt wichtig ist, denn Bastarde erben nichts, oft nicht einmal den Namen des edlen Vaters."

Gespannt sah Vanion Lorainne und Simon an, doch die beiden schienen noch nicht zu verstehen, worauf der Knappe hinaus wollte.

"Das Testament des alten Roquefort wäre für Savaric nicht einfach nur ein juristischer Nachweis darüber, dass er legitimer Erbe ist. Nein - es wäre für ihn der Nachweis, dass er etwas bedeutet. Dass er durch Geburt ein Jemand ist, kein Niemand. Ohne dieses Dokument wäre er ein Nichts - jeder, der einen höheren Stand hat als er, könnte mit dem Finger auf ihn zeigen und die Nase offen rümpfen. Er mag das Original vernichtet haben, doch wenn es eine Abschrift gibt und er sie besitzt, so wird er sie wohl hüten wie seinen Augapfel - aber er wird nicht das Einzige, was für ihn den Unterschied zu einem tumben Bauern und einem edlen Herren ausmacht, vernichten." 

Anders:
Jetzt war es an Anders die Ohren zu Spitzen und aufmerksam spähte sie über das Feuer und hörte genau zu. Wenn Vanion recht behielt musste sie sich das merken, denn wenn soetwas existierte konnte sie es finden. Da war sie sich sicher. Sie hatte es in ihrer Vergangenheit gelernt und getan und so würde sie es auch jetzt tun können. Aber nicht wegen einem Befehl oder einem Geldbetrag, nein sondern weil sie ihren Freunden helfen wollte.

Simon de Bourvis:
Simon rieb sich über das Gesicht : "Das ist ja schwerer als einem sersten-slaeg-Spiel zu folgen..."

Er holte tief Luft: "AAlso...mal abgesehen davon, dass er seine unelde Geburt verheimlicht haben könnte, ich wusste schliesslich auch nicht, dass er ein Bastard ist, kann er doch die Dokumente gefälscht haben...
und seid ihr so sicher, dass es DIESES Dokument war, was er vernichten wollte?
Überhaupt solltet ihr keinen hirngespinsten von Dokumenten die es gibt oder nicht gibt nachjagen, sinnvoller ist es Männer zu suchen, die öffentlich erklären würden, dass sie diese geschriebenen Dinge gelesen haben, oder besser, von den Dingen wissen, um die sich die Dokumente drehen. Der der sie geschrieben hat beispielsweise."

Vanion:
Nun sah Vanion Lorainne direkt an. "Et qui est-ce? Savez-vous?" Seine Ritterin zog die Augenbrauen hoch, als sie sein caldrisch hörte.
"Noch mag ich meine Idee nicht verwerfen. Savaric ist nunmal ein Bastard, und er wird seine Legitimation nicht vernichten. Doch als wir dort waren, konnte ich nicht in diese Dokumente schauen! Das, was du gefunden hast, mademoiselle - ich hab es nicht gesehen. Erinnerst du dich an irgendeinen Namen?"

Torben Menasa:
(Nicht Torben ;) )

Er beobachtete das Lager vom Wald aus. Seine Armbrust geschultert, einen Bolzen griffbereit. Sein grünes Barret tief ins Gesicht gezogen, seinen Umhang eng umschlungen, versuchte er eins mit der Nacht zu werden. Und mit den tanzenden Schatten: mal glichen sie einem Dämonen aus den Altvorderen Zeiten, mal einer im Wind sich wiegenden Blume, mal einer Ähre auf dem Felde.
Seine Augen lagen auf einer bestimmten Person. Er hoffte, dass diese es nicht spüren würde.
Die Nacht wurde kälter, die Stunden dunkler. Und er war nach langer Zeit wieder zurück.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln