Der Städtebund von Tangara > Brega

In der Umgebung von Brega.

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Torben Menasa:
"Wie ihr meint."

Silas stand auf, streichte seinen Umhang zu Recht und machte sich auf, wieder eine Runde zu drehen.
"Nichts desto trotz solltet Ihr in die Schlafsatt gehen. Es ist spät. Die dunkelste Stunde naht und morgen wird ein langer Tag."

Silas drehte sich um und machte sich auf in den Wald.

Anders:
Der Morgen war grau und Kühl und kalt. Ziemlich kalt. Anders murrte leicht und kuschelte sich enger an das warme Kitz vor ihr, noch nicht gewillt sich aus ihrem warmen Umhang zu rollen. Aber die Sonne kitzelte sie an der Nase und das Licht machte sie langsam aber sicher munter. Im Lager war es noch sehr sehr still, sodass sie die Vögel hören konnte die in den Bäumen saßen und tschilpten. Ein leies Rascheln war zu hören, als sie sich schließlich doch langsam aufrichtete, gähnte und streckte. Der Boden vor der Lederplane war durchweicht und taufrisch. Wahrscheinlich hatte es auch in der Nacht wieder geregnet. Das Kitze hob den Kopf und blinzelte. Anders kraulte es zwischen den Ohren und stand auf. "Bleib noch liegen.", flüsterte sie und klopfte sich kurz über Hemd und Hose.
Sie fröstelte und blickte sich im Lager um. Wahrscheinlich waren im Moment nur die Wachen wach. Sie blickte nochmals zu dem Kitz. //Ob es noch Milch braucht?//
Langsam schlenderte sie durchs Lager.

Mel:
Zu wenig Schlaf und unruhig, wenn sie denn dann schlief, liessen Lorainne nicht gerade gut gelaunt erwachen.
Da noch alles ruhig war, beschloss sie ein Bad in dem kleinen Bächlein in der Nähe zu nehmen. Missmutig stapfte sie über den schlammigen Boden, nur mit stiefeln, tunika und umhang bekkeidet.
Sie wollte gerade die tunika ablegen, doch auch die könnte eine wäsche vertragen, also wusch sie sich samt tunika.
Wieder einmal vermisste sie die goldbacher wäschemagd, die es fertig brachte, dass frische wäsche stets nach Kräutern oder Wildblumen duftete.
"In Follye werde ich auch so eine Wäschemagd haben... oder wenigstebs eine Zofe", versprach sie sich.

Anders:
"Warum?", kam in dem Moment die Frage aus dem Hintergrund. Anders hatte Lorainne gesehen die in Richtung Bach verschwand und da sie nichts zu tun hatte war sie ihr nachgegangen und gerade angekommen als die Ritterin das vor sich hin gemurmelt hatte. Sie musterte sie und legte den Kopf schief. "Du siehst garnicht gut aus. Träumst du auch nicht gut?", fragte sie leise und kam runter an den Flussrand.
"Dann gehts dir wie mir.", sagte sie und schöpfte Wasser aus dem Fluss.

Vanion:
Vanion war bereits früh wach. Noch im Halbdunklen hatte er die Pferde versorgt, einen Happen gegessen und einen Teller mit Brot, Käse und Butter für Lorainne vorbereitet. Auch ein Becher verdünnten Weines stand bereit. Lorainne hatte jedoch nichts zu sich nehmen wollen, sondern ihn missmutig nur weggescheucht - sie wolle baden, sagte sie.
Auch für Simon hatte Vanion Frühstück bereitet, doch schien der Ritter noch zu schlafen. Also stellte er den Teller an einen Platz, den der Herr de Bourvis nur schwer übersehen konnte, und ließ den alten Mann ruhen.

Nachdem er sein Morgengebet verrichtet hatte (eher kurz und geleiert, als ernsthaft und innig), hatte er sich selbst eine ruhige Stelle etwas bachabwärts gesucht und war splitternackt in den Bach gestiegen. Das kalte Wasser weckte seine Lebensgeister, wenn auch auf eine harte und abrupte Art. Als der Schmutz des Vortages abgewaschen war, stapfte er durch den Schlamm am Ufer. Zitternd trocknete er sich, so gut es eben ging, ab. Schon hörte er Anders und Lorainnes leise Stimmen von einer anderen Stelle herüberwehen. Die beiden schienen noch mit ihrer Morgentoilette beschäftigt zu sein. Er entschloss sich, eine Runde durch's Lager zu drehen. Mit jedem der Männer wechselte er ein paar Worte, auch mit Silas, und überzeugte sich, dass alles in Ordnung war. Zuletzt hockte er sich vor Lorainnes Lager, holte ihr Schwert hervor und begann, es langsam und sorgfältig zu schleifen.

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