Der Städtebund von Tangara > Brega
In der Umgebung von Brega.
Anders:
Anders nickte. Hatte sie ja vor.
"Ich finde mich zurecht. Wunden säubern nähen und Heilkräuter. Aber es gibt auch Bessre als mich. Kennst du Torben von den Falkensteinern? Er ist da der Heiler. Er ist wirklich gut, hat mein Bein wieder zusammen geflickt als es verletzt war. Wenn ich ihn das nächste Mal treffe muss ich ihn unbedingt zu Betäubungen ausfragen, da kenn ich mich noch nicht so gut aus. Aber das macht nichts. Meine Mutter hat mal gesagt Kender haben erst dann ausgelernt wenn alle Finger an der Hand gleich lang sind."
Anders betrachtete ihre Finger, vorallem beim Daumen und Kleinen Finger fehlten noch ein ganzes Stück. "Bei mir wird es wohl noch dauern."
Vanion:
"Vielleicht sollte ich meine Meinung über Valkensteiner revidieren."
Simons Worte hatten Vanion nachdenklich gestimmt. Er dachte zurück an das erste Mal, als er Valkensteiner gesehen hatte: es war in Ahrnburg gewesen, kurz nach einer Schlacht um die Stadt. Damals war er noch mit Marius unterwegs gewesen, und der Abend war (vielleicht auch wegen des Alkohols) sehr verworren gewesen. Doch wenn Vanions Gedächtnis ihn nicht täuschte, war an diesem Abend William McKilkenny seines Postens enthoben geworden. Robert, der kleine, breite Zwerg, und seine Männer hatten dafür gesorgt, dass der Reichsgardist festgesetzt worden war. Seitdem hatte Vanion die Valkensteiner irgendwie immer für brachiale Soldaten gehalten, und für nichts weiter.
Es mochte Individuen unter ihnen geben, wie Maugrim oder auch Gerhardt, die nicht alles nur schwarz und weiß wahrnahmen, doch sonst hatte der Knappe immer nur die Soldaten, die Armee gesehen. Was zählte es schon, dass Otus ein fröhlicher, lachender Kerl war, oder Destus gut mit dem Bogen umgehen konnte? Am Ende waren es Soldaten, Männer, die für Heimat und Sold ihr Leben wagten. Ein jeder ersetzbar auf seinem Posten.
Doch Gerhardt - "Er hat eine versteckte poetische Ader, wusstet ihr das? An ihm ist sowohl ein Höfling als auch ein Dichter verloren gegangen. Ich glaube, dass er die richtige Person dort oben ist, wenn es denn auch nur einen Valkensteiner gibt, der dafür in Frage käme. Im Gegensatz zu Robert vertritt Gerhardt die Interessen Engoniens und dann erst die Valkensteins. Bei Robert ist es andersherum."
Simon de Bourvis:
"Wenn er sich nur nicht wieder absichtlich dumm stellt! Damit könnte er wirklich die falschen Leute beleidigen."
Vanion:
"Wieder? Ich hab noch nicht bemerkt, dass Gerhardt sich absichtlich dumm stellt. Obwohl ich es mir durchaus vorstellen kann - wenn es die Situation erfordert. Er ist weder naiv noch ein Unschuldslamm - aber ich vermute, er trägt seinen Packen, wie jeder andere auch."
Simon de Bourvis:
"Oh ja, ich glaube er spielt den dummen Feldwebel, wenn er auf diese Weise ungefährdert seine Meinung sagen kann, oder jemand absichtlich missverstehen kann...
Wenn er das mit den sterjaker Rittern versucht könnte er in kurzer Zeit viele Handschuhe bekommen...
Sie werden ihn sowiese genau beäugen, weil er ein Fremder ist, auch Neider dürfte es geben."
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