Der Städtebund von Tangara > Brega
In der Umgebung von Brega.
Anders:
Anders blickte von ihm zu Teetasse, wieder zu ihm und zur Tasse und überlegte ob sie das Zeug jetzt trinken sollte oder nicht. Sie stellte sie erstmal weg.
"Hm... ich weiß nicht. Vielleicht eine lustige Geschichte, oder noch eine zum lernen für mich. Oder... ich weiß nicht."
Sie dachte kurz stirnrunzelnt darüber nach.
"Du hast wirklich Glück, dass man sich immer anhört was du zu sagen hast", meinte sie nach kurzer Zeit und sah wieder zu ihm hoch.
Simon de Bourvis:
Simon grinste breit: " das kommt wohl daher, das ich manchmal nichts sage, dann denken die Leute immer es wäre etwas besonderes, wenn ich den Mund aufmache..." er zwinkerte Anders zu.
"Na bevor ich grübele, ob ich eine lustige Geschichte kenne, erzähle ich dir die von Roderic zuende...
Er war also vom Grünen Ritter zum Waldrand geführt worden und reiste nun allein weiter nach Süden, ganz so, wie die Göttern ihn geheissen hatten.
So kam er zu der sehr schönen und sehr berühmten Stadt Raines, wo noch heute mein Lehnsherr seinen Stammsitz hat.
Doch zwischen Roderic und der Stadt stand ein grosses Heer von Nordmännern, die schlugen sich mit den Firngardern."
Anders:
"Ich kenn Raines nicht!", war die promte Antwort der Kenderin. Nun gut wer sie wirklich kannte hätte wohl nichts anders erwartet. Dann aber hielt sie sich schnell die Hand vor den Mund und guckte entschuldigend.
"Tschuldige. Erzähl bitte weiter. Darf ich mich neben dich setzen? Der Boden wird etwas kalt."
Simon de Bourvis:
Wortlos rollte Simon seinen mantel als sitzkissen für Anders zusammen und legte ihn auf den Boden.
"Das Heer der Nordmänner war wild und zahlreich und schon war Eirik, der seinen Bart geflochten trug, mit seinen Mannen zurückgedrängt worden. Da erschrak selbst Roderic, Bras de Fer, vor dieser ungezügelten Wildheit.
Und doch trieb Roderic sein Pferd an und fuhr wie ein Sturmwind zwischen die Nordmänner, hieb mit der Lanze um sich.
Und überall wo er sein Pferd hintrieb, da wendete sich das Schlachtenglüg gegen die Nordmänner.
Und Roderic erspähte den Häuptling der Nordmänner und bahnte sich mit der blanken Klinge den Weg zu ihm hin, besiegte ihn im Zweikampf und nahm in gefangen.
Da liessen die Nordmänner alle Hoffnung fahren und sie zerstreuten sich.
Da kamen die Bürger von Raines zu Roderic gelaufen; voran ging Eirik, der den Bart geflochten trug, der Graf von Firngard selbst. Sie dankten ihm, und mit ihnen zugleich brachte er seinen Dank den Göttern dar, daß er der Stadt Rettung geschickt und nicht gestattet hatte, daß sie vertilgt werde, von einer so ungläubigen Macht.
Da ritt Roderic weiter nach Süden, wie die Götter ihn geheissen hatten, auf der grossen Nordstrasse nach Donnerheim zu."
Anders:
Anders lauschte gespannt. Jetzt da sie auf gem Umhang saß der die Kälte fernhielt konnte sie noch mehr in die Geschichte eintauchen. Simons Stimme trug sie fort auf das Schlachtfeld der Nordmänner und zu Roderic der zwischen sie fuhr wie ein Habicht unter die Tauben.
Sie spürte eine leichte Müdigkeit, denn sie war den ganzen Tag unterwegs gewesen und es war schon spät, aber sie drängte sie zurück und hörte aufmerksam zu
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