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Troubled Waters - Claire

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Sandra:
Etwa eine Stunde vor Einbruch der Dämmerung verabschiedete Claire sich vom Rest der Crew.
Zuletzt stand der Abschied von Kautz aus, der in einem langen Blick in seine braunen Augen begann und in einem leidenschaftlichen Kuss endete, bis beide sich schließlich voneinander lösten, Claire den Seesack schulterte, einen kleinen Zettel in der Hand mit der Beschreibung des Treffpunkts in der Hand.

Statt einer Spelunke direkt am Hafen handelte es sich um eine Schenke ein ganzes Stück vom Trubel des Hafens entfernt und so führte ihr Weg sie erst einmal eine gute Weile am Strand entlang.
Nur eine seichte Brise wehte und leise gluckernd umspielte das Meer den weißen Sand und hier und da flüchtete eine einzelne Krabbe unter den nächstbesten Stein als die Piratin deren Mondspaziergang störte.

Schließlich war sie angekommen und stieß die großen hölzernen Flügeltüren auf, die in den Schankraum führten. 
Man hatte sie gewarnt, dass diese Gegend für Ihresgleichen ein gefährliches Pflaster sei, weshalb ihr erster Blick den Raum und die Leute darin sondierte. Türen, Fenster, Nischen, Deckungen. Dann erblickte sie auch schon Brooks, den ehemaligen ersten Maat und Polignac, ihren früheren Gunnery Master, denn die gelben Westen und Mäntel stachen im Raum heraus.
Der bereits etwas in die Jahre gekommene Brooks saß mit Polignac an einem der Tische und unterhielt sich mit Salty, der Waffenmeisterin der Elucidation, dem größten Schiff der Black Fleet.
Zielsicher stolzierte Claire mit erhobenem Kopf auf die drei zu, ein breites Lächeln im Gesicht glücklich darüber, die drei endlich wiederzusehen.
“Wonderful good evening!” begrüßte sie die Runde, stellte ihren Seesack ab und fügte hinzu: “I need a drink - how about you? Anyone else?”
Nachdem dies verneint wurde ging sie zur Theke und besorgte sich ein kaltes Getränk, um den Brand herunterzuspülen.
Ein Britischer Soldat gesellte sich dazu und nahm neben Claire Platz, während er ein Kartenspiel auspackte und fragte, ob man spielen würde.
Während die drei anderen Interesse zeigten, zog Claire es vor, wachsam zu bleiben, denn sie konnten sich hier keine Fehler erlauben.
Stattdessen hielt sie den Soldaten genau im Auge und beobachtete skeptisch wie dieser den anderen Wein anbot und begann, zu spielen während Forrester einen unbeobachteten Moment nutzte, um ihr mitzuteilen, dass sie auf einen Kontakt warteten, der weiter Details zu ihrem Vorhaben haben sollte.
Doch kaum dass der Brite sich gesetzt hatte, erschien ein Franzose und gesellte sich dazu, was keiner der am Tisch Sitzenden wirklich wollte, doch seine penetrante Art ließ nichts anderes zu als ihn zu ertragen, um sich nicht mögliche Probleme mit seinen Kameraden aufzuhalsen noch bevor man etwas in Erfahrung bringen konnte.
Der Franzose schien erfreut darüber, in Claire eine Landeskameradin gefunden zu haben auf Grund des Namens, doch hatte Claire nicht vor sich mit der umstrittensten Partei auf eine Seite zu stellen und ließ seinen Versuch ins Leere laufen. Schon lange tat die Heimat für Claire nichts mehr wirklich zur Sache, denn sie hatte schon vor vielen Jahren im Meer eine neue Heimat gefunden und aktuell sah es sogar danach aus als würde sie noch länger auf der Bunten Kuh bleiben.
Der Brite fuhr sich mit der Hand durch sein dunkles Haar und fixierte Claire, die sich aus der Unterhaltung heraushielt, um ihre Aufmerksamkeit zu erhalten.
Da er jedoch keine Möglichkeit sah, seine Nachricht in der Runde zu verteilen so lange dieser dreckige Franzose sie belagerte, bedeutete er der Seefahrerin, dass er sie nach draußen begleiten sollte, woraufhin Claire sich erhob und ihm nach draußen folgte.
 
„“You are expecting to meet someone here, is that correct?“ fragte er sie geradeheraus.
“What does this matter to you? But yes, we intend to meet someone here.” Entgegnete sie kühl während sie in von oben bis unten musterte, jederzeit bereit sich zu verteidigen.
„Your contact will meet you down that path to the right, near the beach.“
“And you better hope you speak the truth…” and it’s not a trap, fügte sie im Geiste hinzu.
“I will inform my companions.”
 
Erstaunt darüber wie kurz und direkt diese Unterhaltung lief und sie neue Informationen erhalten hatte machte sie auf dem Absatz kehrt und stolzierte wieder in den Schankraum, um wieder bei ihren Leuten Platz zu nehmen, die auch weiterhin mit dem Franzosen über Kartenspiele diskutierten.
 
Glücklicherweise war es so relativ einfach, Forrester die neue Information zukommen zu lassen und die Unterhaltung und das Spiel bald enden zu lassen so dass man sich zügig auf den Weg zum genannten Ort machen konnte.

Forrester besah sich seine kleine Gruppe und entschied, dass Polignac und Mary, eine massive Dame mit dunklen langen Haaren und einem freundlichen Blick die Claire noch nicht kannte, aber wohl eine Bekanntschaft von Forrester war, am besten geeignet seien, den Franzosen weiterhin abzulenken. So könnte er gemeinsam mit der Waffenunterstützung von Salty und Claire zum Treffpunkt gehen und wäre damit ausreichend abgesichert gegen einen Hinterhalt ohne gleichzeitig Gefahr zu laufen, dass dieser aufdringliche und unglaublich neugierige Kerl ihnen folgen würde.

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