Der Städtebund von Tangara > Brega

In der Umgebung von Brega.

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Simon de Bourvis:
Simon seufzte auf "Ich habe lediglich gesagt, dass ich meinen Knappen kein Glück bringe. Das gilt für Jaques und Pierre ....und du hast auch nicht nur äusserlich Narben davongetragen."
 
Er blickte an ihren Augen vorbei auf ihre linke Gesichtshälfte, wo die Narben der Schlacht von Brega wohl für den Rest ihres in ihr Gesciht gebrannt waren.

Mel:
"Ach das." Lorainnes Hand berührte sacht ihre Narben.

Die Lippen hilflos zusammengepresst liess sie sich neben Simon nieder, was sollte sie dazu sagen.
Sie griff nach dem Schnaps, das gespräch, was da wohl ausstand würde sie bestimmt nicht nüchtern führen.
Nach einen tiefen Schluck fragte sie vorsichtig:"Meinst Du nicht, dass im Krieg jeder Narben davon tragen muss? Innerliche wie Äußerliche? Was ist dann mit Dir? mir scheint, Du hast eine Wunde, die noch lange nicht verheilt ist."

Anders:
Anders hatte sich zwischen die hinteren Zelte zurückgezogen und lauschte in die Nacht. Sie konnte Vanion hören der ihr nachgeschickte worden war, aber sie machte sich nicht die Mühe auf sich aufmerksam zu machen. Wenn er durch die Zeltreihen ging würde er in ein paar Augenblicken eh an ihr vorbei kommen, ob er sie nun bemerkte oder nicht.
Langsam rieb sie mit dem Handballen über ihr Brustbein und schaute zu Boden.
Sie weinte nicht. In der Wüste war weinen reine Wasserverschwendung, ein Luxus den man sich nicht leisten konnte und der ein Teil ihrer Erziehung gewesen war. Von daher weinte sie nicht, bzw wenn nur ganz wenig. Unschlüssig nagte sie an ihrer Unterlippe und überdachte ihre Flucht von Feuer. Was hatte sie da nur getrieben?
Langsam ließ sie sich ins nasse gras nieder. Ihr Umhang war am treuer wieder getrocknet und hielt die Kälte ab.
Sie hatte zwar immer vermutet, wie es um sie stand, aber als sie es vor ein paar Monden bestätigt bekommen hatte, es hatte weh getan. Natürlich hatte es das. Und wenn Leute jetzt so arglos darüber sprachen fast wie im scherz... Tat es noch mehr weh. Und es machte sie wütend. Die hatten keine Ahnung von was sie da sprachen!
Sie hörte Vanion wie er näher kam, wartete bis er schon fast an ihr vorüber war ehe sie leise sagte:" Ich bin hier Vanion."
Von den anderen Feuern wehten Stimmen und Lachen herüber. anders zog den Umhang enger um sich.

Simon de Bourvis:
"Ich will nicht infrage stellen, ob du so, wie du bist, gut bist.
Aber wer kann schon sagen welch narben dir erspart geblieben wären..."

Mel:
Widerwillen musste Lorainne lachen.
"Ich bin gut, genauso wie ich bin. Ich kann für meine Leute sorgen, ich kann mich verteidigen, ich kenne die Tugenden der Ritterlichkeit und meistens halte ich sie auch ein."
Brüderlich reichte sie Simon den neldanischen Brandy und fuhr etwas leiser fort:"Die schlimmsten Narben sieht man nicht. Und die wurden mir nicht im Krieg beigebracht, sondern lange danach." Ein wenig Bitterkeit zwang in ihrer Stimme mit.

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