Der Städtebund von Tangara > Brega

In der Umgebung von Brega.

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Vanion:
Während Anders und Simon sich unterhielten, hatte Vanion still nachgedacht.
"Dann ist es naiv zu glauben, dass Roqueforts Lehen mir zufallen wird. Ich meine, benutzen wir unsere Augen: ich bin ein Knappe, aufgewachsen in Tangara, der Caldrien nicht einmal im Ansatz kennt. Ich mag besser in der Sprache werden, doch kenne ich weder die Adelsgeschlechter, noch Bräuche und Regeln. Vor allem die ungeschriebenen Regeln sind es, die mir den Kopf zerbrechen. Es gibt noch Vieles zu lernen für mich, bevor ich den einen Schlag erhalte, der nie gesühnt werden wird. Diese Ehre ist noch weit, weit entfernt. 
Lavinia sei meine Zeugin - ein Lehen zu verwalten, ist doch viel zu groß für mich. Caldrische Politik zu durchschauen, dafür braucht es einen wacheren, erfahreneren Geist, als ich ihn habe.  Ich will nicht sagen, dass ich mit den Jahren nicht wachsen und reifen kann. Doch in den nächsten Jahren wird es mir nach wie vor an Fähigkeiten wie auch Kenntnissen fehlen."

Mel:
Lorainne hatte der Unterhaltung still und mit teils hochgezogenen Brauen gelauscht.
Doch schliesslich brach sie ihr Schweigen:"Es ist nicht naiv. Er hat weder Frau noch weitere Brüder- jedenfalls keine, von denen wir wissen. Ebenso sieht es mit seinen Söhnen aus. Es gibt keine Alternative zu Dir. Selbstverständlich könnte der Baron einen anderen Ritter mit einem herrenlosen Lehen belohnen, was er aber wahrscheinlich nicht tun wird, wenn es rechtmäßige Erben gibt. Du hättest einen Anspruch darauf, warum sollte er also gegen Dich entscheiden? Das Problem besteht eher darin, diesen Anspruch zu BEWEISEN. Alle Beweise sind im Kloster verbrannt, aber wenn wir einen Fürsprecher haben, die die Existent der Papiere bezeugen würde.... "Lorainnes Gedanken verloren sich.
Wer sollte davon wissen? Sie hatte nicht einmal mit ihrer Schwester darüber gesprochen, was sie im Nachlass´des alten Roqueforts gefunden hatte. Wer könnte also noch davon wissen? Sie müssten sie Zeugen finden, aber wahrscheinlich waren die mittlerweile auch schon tot.

"In Roquefort wird es sicher noch Leute geben, die von den unehelichen Söhnen und den Familienbanden bescheid wissen. Wenn Du also entsprechend auftrittst und die das Vertrauen der Leute sichern kannst, wäre das schonmal ein Anfang. Der Baron ist in erster Linie sehr pragmatisch. Also müssen wir ihm einfach eine pragmatische Lösung bieten."

Anders:
Anders kaute nachdenklich auf ihrer Lippe. Ihr war gerade ein Verrückter Gedanke gekommen. So verrückt, dass sie selbst erst einmal überlegen musste ob sie ihn überhaupt aussprechen wollte.
//Existiert nicht mehr, existiert nicht mehr... Aber sie existieren doch noch. Man muss nur dran kommen.//
Sie blickte kurz zu Vanion dann schaute sie kurz zur Seite zu Lorainne und richtete sich auch. "Ich hab auch eine Idee.", verkündete sie. "Aber sie wird euch ganz bestimmt nicht gefallen!"

Mel:
"Meinst Du? Ich habe einen Hang dazu, dass mir Ideen, die so beginnen, sehr gut gefallen könnten." Sie grinste mit einem Seitenblick auf Simon.
"Also, wie sieht deine Idee aus?"

Anders:
Anders legte kurz den Kopf schief und grinste dann zurück. "Mal sehen ob das auch auf meine Ideen zutrifft."
Sie tippte sich zweimal leicht gegen die Nase und überlegte wie sie es am besten formulierte ehe sie wieder aufsah. "Also ihr sagt die ganze Zeit, dass die Dokumente nicht mehr existieren, aber das stimmt nicht. Wenn dem so wäre dann hätten wir sie nicht sehen können als wir dich gerettet haben. Verstehst du? Sie sind vielleicht verbrannt, aber das heißt nicht das sie nicht mehr existieren."
Sie blickte in die Runde um zu sehen ob die anderen verstanden. Anscheinend nicht so wirklich. "Sie sind in unserem kopf!", sagte sie schließlich und tippte sich an die Stirn. "Lorainne hat sie gesehen. Dann wurden sie kaputt gemacht. Aber wir waren in der Welt des Schalks und einige von uns haben als Lorainne die Dokumente wieder gesehen. Ich war es nicht ich glaube aber Joshua hat sie gesehen. Und viele andere Auch. Ich kann mich noch daran erinnern als wir im Dunkeln warteten hat Joshua uns doch erzählt was er gelesen hat und wir waren alle sehr verwirrt. Also sind die Dokumente auch in seinem Kopf und in denen der anderen die sie wirklich gelesen haben. Ich kann nur sagen, dass ich Joshua gesehen hab wie er sie gelesen hat. Der Beweis ist also noch da nur in unserem Kopf. Und da müssen wir sie rausbekommen, oder jemand anderem unsere Erinnerungen zeigen. Dazu brauchen wir Hilfe. Aber Stella hat es schon einmal geschafft. Warum nicht ein zweites Mal?"
Sie blickte in die Runde, nicht sicher ob sie sehr dumm geklungen hatte oder eher verrückt.

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