Der Städtebund von Tangara > Brega
In der Umgebung von Brega.
Anders:
"Was hatte die Königin ihm denn gesagt? Und wie ist er so stark geworden?", waren die ersten Fragen die über Anders Lippen kamen. Sie hatte begonnen mit einer Strähne zu spielen und schien auch darüber zu überlegen.
"Ist er auf einen Baumgeist getroffen? Einen Pan? Die Leben in so dichten Wäldern. Das weiß ich."
Sie blickte zu Lorainne dann zu Vanion.
Das er nicht aus dem Wald herausgefunden hatte wunderte sie nicht. Er war wahrscheinlich noch nie in einem Wald gewesen und da verlief man sich schon mal, vor allem wenn man Scheinpfaden folgte.
"Er hätte einen der Räuber fragen sollen ob er ihn führen kann."
Simon de Bourvis:
Simon beugte sich verschwörerisch vor:"Bis zum heutigen Tage weiss Niemand, was die Königin zu ihm sagte und warum er fortlief. Und nach so langer zeit wird es wohl auch nie mehr Jemand erfahren....
Was Roderic alles an Abenteuern in den Wäldern bestand, auf was für Wesen er traf, das ist eine andere Geschichte.
Aber nachdem er lange durch den Foret geirrt war, traf er an der Furt über einen kleinen Bach auf einen Ritter, der war ganz in grün gekleidet und wollte Roderic nicht über den Bach lassen.
"Willst du passieren, dann musst du mir einen Streich versetzen, doch wisse, wen du mich nicht tötest, dann versetze ich Dir in einem Jahr denselben Streich", sprach der grüne Ritter.
Da zog Roderic sein Schwert und trennte dem Ritter mit einem Schlag den Kopf vom Leibe.
Doch der Ritter lachte Roderic aus, hob seinen Kopf auf, nannte Roderic "Bras de Fer" und verschwand im Walde.
Da irrte Roderic ein ganzes Jahr lang durch den Wald und fand schliesslich eine Burg mitten im Walde, die war die Burg des Grünen Ritters.
Da trat die Frau des Grünen Ritters zu ihm, begrüsste ihn und sprach: "Kein Streich kann meinen Mann fällen, Roderic, Bras de Fer, doch wird er dich töten, wenn ich dir nicht helfe. Ich vergifte seinen Branntwein und die Burg, der Wald und alles was sein ist soll dein sein!"
Doch Roderic lehnte ab, denn er hatte bei den Göttern geschworen, keinem Streit auszuweichen. So kniete er sich vor den grünen Ritter, betete und erwartete den Streich. Der grüne Ritter aber, berührte Roderics Nacken nur leicht mit dem Schwert und sprach: »Der Ehre ist genüge getan, dein Mut und dein Vertrauen auf die Götter sollen belohnt werden!« So führte der Grüne Ritter ihn heraus aus dem Wald und zur grossen Strasse."
Anders:
"Aber, aber.. das verstehe ich nicht. Warum wollte seine Frau ihn töten? Für einen Fremden?"
Simon de Bourvis:
Simon brach in Gelächter aus: "In diesen Geschichten verlieben sich die Frauen immer völlig grundlos in den Helden.
Aber wer sagt denn das es ihr überhaupt ernst damit war? vielleicht war es nur eine Prüfung...."
Anders:
Anders schüttelte unverständlich den Kopf. "Versteh ich nicht.Liebe ist komisch!", sagte sie und blickte Simon an. Aber sie lächelte breit und freute sich. Mit der Fußspitze schob sie einen Holzscheit wieder ins Feuer und schlang die Arme um die Knie.
"Also Roderic kam aus dem Wald wieder raus. Haben die Leute nicht komisch geguckt als der grüne Ritter mir seinem Kopf unterm Arm aus dem Wald kam?"
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln