Die Gebiete in Caldrien > Das Caldrische Imperium

Das Laviniakloster in Blanchefleur

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Mel:
"Danke, aber wir brauchen das Geld nicht, wenn Du sie finden willst, wird es dir eher von nutzen sein, informationen können sehr teuer sein. Maguerite wird selbstverständlcih hier beerdigt, immerhin sollte sie in meine Fußstapfen treten und war mehr als zehn Jahre hier. Hier ist ihr zuhause und hier wird sie beerdigt."
Der Tonfall duldete keinen widerspruch.
sie nickte beiden mit einem lächeln zu, murmelte ein "lavinia ist mit euch" und ging hinüber, um sich mit einigen mädchen zu unterhalten, hier und da trost zu spenden, einen verband zu wechseln und anordnungen durch den raum zu bellen.
sie war sich der verantwortung bewusst, die sie für dieses kloster hatte und betete leise zu lavinia, dass vanion unrecht hatte.
Denn, WENN es tatsächlich eine Zusammenhang, zwischen Lorainnes Verschwinden, Maguerites Tod und dem Brand gab, würde eine Katastrophe über sie alle hereinbrechen, deren ausmaße verheerend sein würde.

Vanion:
Vanion verließ nun die Kapelle und ging zu den ausgebrannten Überresten des Bibliothek-Gebäudes. Gemeinsam mit Brianna untersuchte er die teils noch schwelenden Trümmer. Dicke Lederhandschuhe schützten seine Hände, während er sich durch zusammengebrochene Regale, Asche und Ruß wühlte. Langsam, systematisch wühlte er so gut wie jeden Zentimeter des Trümmerfeldes um.

Brianna:
Brianna hatte sich ihr Halstuch über Mund und Nase gezogen, damit sie nicht den Rauch und die aufwirbelnde Asche einatmete.
Das ist eine Schande, was hier alles an Wissen verbrannt ist! dachte sie, während sie ihre Suche weiter fortsetzte.

Vanion:
Irgendwann zog Vanion die Handschuhe aus und knallte sie auf den Boden. Asche wirbelte auf. "Nichts, nichts, und wieder nichts! Dreifach verflucht soll das alles hier sein." Verbittert stand Vanion auf und rannte fast schon davon. Brianna fand ihn in seiner Kammer, wo er wütend und hilflos hin und her ging.

"Seit der Pilgerzug aufgelöst ist, habe ich keinen Einfluss mehr auf das, was passiert! Ständig muss ich zusehen, zum Warten, zum Beobachten verdammt!" Wütend rammte Vanion seine Faust gegen die Wand. Das schien ihn ein wenig zur Vernunft zu bringen. "Marie ist tot! Lorainnes Pläne, die Hochzeit, alles verloren! Und ich bin's noch nicht mal Schuld, ich konnte nichts tun! Verflucht, bei allen Göttern, NICHTS ist mehr so, wie es mal war!" Vanion versuchte, sich zu beruhigen. Brianna sah recht verloren aus, als sie Vanions Wutausbruch lauschte. "Alles, aber auch alles was ich getan habe, hat mich in die Knappenschaft geführt. Und nun?! Wenn Lorainne nicht wieder auftaucht, wird auch aus mir nichts mehr werden. Ich bin nicht dumm, ich weiß, was caldrischer Adel von Tangarianern hält! Die Götter mögen diese Tage verfluchen, dreimal verdammen und aus der tiefsten Hölle wieder ausspucken!"

Yorik:
Nach zwei sehr langen Tagen erreichte das ungleiche Quartett das Lavinia-Kloster in Blanchenfleur. Die Reise war anstrengend und beschwerlich gewesen, weil Zume ständig darüber geflucht hatte, dass ihnen partout kein Räuber über den Weg lief, Boniface das Geschaukel auf dem Pferd nicht gut vertrug und Yorik sich in seiner Sturheit geweigert hatte, nach dem Weg zu fragen.
Schweigend banden sie ihre Pferde an einige nahegelegene Bäume, trotteten zum Eingang und zaghaft klopfte Yorik an die hölzerne Pforte, genau wie Vanion vor ihm.

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