Die Gebiete in Caldrien > Das Caldrische Imperium
Das Laviniakloster in Blanchefleur
Leif Svensson:
Mon Dieu, was ist hier passiert?
"Die haben hier aber ein ausgelassenes Fest gefeiert..."
Boniface grinste die anderen an, ob seines spontanen Scherzes und wegen der Tatsache, dass er endlich wieder festen Boden unter den Füßen fühlte, aber keiner schien so richtig in Scherzeslaune.
Boniface massierte vorsichtig seinen Hintern. Ich glaube, ich werde nie wieder sitzen können.
Vorsichtig folgte Boniface Yorik durch das Tor und beäugte den Schauplatz:
Überall lagen Trümmer, verkohlte Balken und Schutt, obwohl die Schwestern, Mägde und Knechte bereits begonnen hatten, die Balken nach Größe und Benutzbarkeit zu sortieren und den Schutt fortzuschaffen.
Leif Svensson:
Also entweder ist das Kloster übel überfallen und zerstört worden oder es ist ein Feuer ausgebrochen. Meine Maman hat ja schließlich davon erzählt, dass hier unzählige Bücher in der Bibliothek lagern. Die brennen bestimmt gut...
Boniface sah auf und hielt Ausschau nach Lorrainnes Knappen. Überall sah er in den Gesichtern der Leute nur Trauer und Müdigkeit. Einige Kinder spielten auf dem bereits entstandenen Holzstapel die Hochzeit einer edlen Dame mit einem tapferen Ritter, doch bald hörte man sie zanken und kreischen. Zwei Mägde schickten die Kinder mit ermatteten Mienen in die Küche zur Arbeit.
Yorik:
Yorik sah Boniface strafend an. "Boniface, ich bitte dich", sagte er, "jetzt ist nicht der Zeitpunkt für geschmacklose Scherze." Er versuchte, möglichst streng zu klingen, doch seine Stimme hörte sich matt und kraftlos an. Von einem Moment auf den anderen war Yoriks gute Laune ob der erfolgreichen Ankunft verschwunden. Er dachte daran, wie viele Menschen in diesem Feuer gestorben sein mussten und ihm wurde schlecht. Schlecht vor Trauer, vor Angst und vor Allem vor Überforderung. Was war hier nur passiert? Und vor allem: Warum? Yoriks Gedanken überschlugen sich. Mademoiselle Lorainne wurde entführt, ihr Knappe verlor das Gedächtnis und das Kloster, aus dem sie gekommen war, brannte ab. Das konnte kein Zufall sein! Irgendetwas Ungeheuerliches war hier im Gange, und Yorik bekam immer mehr das Gefühl, das es eine Nummer zu groß für ihn war. Reiß dich am Riemen! dachte er dann, Stell dir vor, Konrad würde dich so sehen! Yorik atmete tief durch und bemühte sich einen ernsten und ruhigen Eindruck zu vermitteln, während sie auf die Rückkehr des Wächters warteten.
ZuMe:
"Wenns kein Fest war, wars zumindest jemand mit guten Kenntnissen, was Feuerlegen betrifft."
Zume humpelte hinter den anderen her. Vielleicht standen die Chancen ja gar nicht so schlecht, doch draussen bleiben zu dürfen.
Vanion:
Es schien lange zu dauern (es war schließlich auch noch früh am Morgen), aber endlich tauchte der Wächter wieder auf - mit Vanion und Brianna.
Der Knappe erkannte schon von weitem die ungleiche Gruppe wieder, er flüsterte Brianna unauffällig zu: "Na, das kann ja heiter werden."
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